~ Unholde der Immerlande ~

 

SithDie Sith

 
Name:  
Sith, Moorunholde
   
Gattung:  
Wesen/Unholde
   
Aussehen:  
Sith sind kleine, koboldartige Wesen mit einem kurzen, gedrungenen Rumpf und dünnen, unverhältnismäßig lang geratenen Armen und Beinen. Ihre Hände besitzen jeweils nur vier Finger, die Füße enden in je drei klauenartigen Zehen. Ihre Köpfe sind groß und rundlich, die Gesichter breit mit kurzen Schnauzen und besorgniserregend spitzen Zähnen, den charakteristischen langen Koboldsohren und riesigen, rotleuchtenden Augen. Sie sehen außerordentlich gut, auch des Nachts und bei nahezu völliger Dunkelheit, und auch ihr Gehör und ihr Geruchssinn ist sehr ausgeprägt. Ihre Körper sind unbehaart, die Gesichter dafür aber um so mehr: zu ihren zottigen, verfilzten Haaren tragen die meisten Sith, auch die weiblichen, zerzauste Backenbärte und selbst aus den Ohren sprießen Haarbüschel. Das Haar ist von undefinierbarer Farbe, graubraun, mausgrau, sandfarben oder nussbraun, die Haut ist dick und ledrig und hat die Farbe von alter Firnis.
   
Größe:    
Die Sith reichen einem erwachsenen Menschen kaum bis ans Knie, sie werden etwa 30 bis 40 Sekhel groß.
   
Gewicht:  
Ein ausgewachsener Sith wiegt wohl rund 3 bis 4 Stein.
 
Ernährung:  
Die Moorunholde sind, was ihre Nahrung betrifft, nicht sehr wählerisch und verzehren alles, was sie kriegen können, egal ob es noch lebt oder nicht. Sie sammeln Vogeleier, Früchte, Beeren, Wurzeln und alle möglichen essbaren Kräuter und Pflanzen, zudem gehen sie auch auf die Jagd. Zu ihrer Beute gehören kleine Fische, Krebse, Vögel, Schlangen und kleinere Säugetiere wie Eichhörnchen oder Mäuse. Wo sich die Gelegenheit bietet, stehlen sie auch Essen, räubern den Fang von Fischern oder räumen arglosen Wanderern die Proviantbeutel aus.
   
Lebensraum und Lebensweise:  
Die Sith sind in den Rhaínlanden zu Hause, wo sie den Jadewald und die umliegenden Sümpfe und Moorgebiete bewohnen. Sie leben in hohlen Baumstämmen, unter Wurzeln, in Felshöhlen oder an anderen verborgenen und unzugänglichen Orten, an denen man sie kaum aufspüren kann. Die einzelnen Sippen leben dabei in großen Gruppen zusammen, deren Sozialverhalten und Umgangsformen mehr wildlebenden Tieren gleicht als einem zivilisierten Volk. Innerhalb der Gruppen herrscht das Recht des Stärkeren, sie kennen weder Mitleid noch Mitgefühl, und Schwächere, Kranke oder Alte werden kurzerhand aus der Gruppe verstoßen oder getötet, wenn sie zu lästig werden. Wenn die Sithfrauen nicht wahre Löwenmütter wären, die ihre Brut mit Klauen und Zähnen gegen die eigene Sippschaft verteidigen, würden vermutlich auch die Kinder diesen Praktiken zum Opfer fallen. Rangeleien und auch ernsthafte Kämpfe sind unter den Gruppenmitgliedern an der Tagesordnung und werden von den kriegerischen Kobolden mit Leidenschaft betrieben. Sie unterbrechen diese ihre Lieblingsbeschäftigung praktisch nur, wenn sie sich zusammenrotten, um auf einen Dritten loszugehen – meist arglose Fischer, Bauern oder Reisende, die sich in die geheimnisvollen Jadewälder verirren. Sith sind ein boshaftes und verschlagenes Pack, sie denken nur ans Fressen und Saufen und Prügeln, und daran, wen sie als Nächstes überfallen und ausplündern könnten. Sie stehlen, rauben, betrügen und lügen – und wer einem Sith auch nur ein einziges Wort glaubt, muss wirklich den Verstand verloren haben.
 
Verhalten gegenüber Artgenossen:  
Die Sith leben in mehr oder weniger großen Stämmen und pflegen ein harmonisches Sozialverhalten: sie streiten, raufen, zanken, schimpfen, zetern und krakeelen, drohen, kreischen, spucken, rempeln sich an und prügeln sich. Gesellschaft ist ihnen wichtig, und je größer die Gruppe, desto lieber ist es ihnen, denn nur in einer ausreichend großen Horde fühlen sie sich sicher – ein einzelner Sith dagegen ist ein erbärmlicher Feigling.
   
Verhalten gegenüber Artfremden:  
Man kann Glück haben und auf einen einzelnen Sith treffen. Und man kann Pech haben und auf eine ganze Gruppe stoßen. Dann hat man die Wahl: entweder kann man die Beine in die Hand nehmen und die Flucht ergreifen (was die vernünftigere Lösung ist) oder sich diesen kreischenden kleinen Teufeln stellen (was nur Leute tun, die ihre fünf Sinne nicht ganz beisammen haben). In einer großen Gruppe sind die Sith einfach unerträglich und außerdem halten sie sich für die Könige der Sümpfe, wenn nicht gleich der ganzen Welt. Sie sind aufgeblasene kleine Quälgeister, großmäulig, frech und vorlaut, sie foppen und piesacken ihr Gegenüber bis aufs Blut, kneifen, zwicken, beißen, hängen sich an die Kleider und stechen einem mit ihren Speeren - oder was auch immer sie gerade an Waffen dabeihaben – ins Hinterteil oder sonstige für sie erreichbare Körperteile. Dabei können sie richtig in Fahrt geraten und stacheln sich gegenseitig zu immer neuen Gemeinheiten an. Wer glaubt, eine nur 40 Sekhel große Kreatur, könne keinen Schaden anrichten, der solle sich ruhig einmal eine Horde Sith zu sich nach Hause einladen.
   
Lebenserwartung:  
Die Sith sind wie Kobolde im Grunde unsterblich, es sei denn, sie sterben eines gewaltsamen Todes und werden beispielsweise von Raubtieren gefressen oder von genervten Wanderern erschlagen.
   
Besondere Fähigkeiten:    
Sith haben außergewöhnlich scharfe Sinne und verfügen über Nachtsicht, zudem verstehen sie die Lautsprache der meisten Tiere. Sie besitzen die Fähigkeit, völlig mit ihrer Umgebung zu verschmelzen und sich nahezu unsichtbar zu machen, sie können genauso plötzlich auftauchen, wie sie verschwinden können. Manche Sith haben auch eine angeborene Begabung für arkane Magie.


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