Die Nagas
Name:
Naga
Gattung:
Magisches Wesen; Schlange
Aussehen:
Nagas besitzen wie alle Schlangen einen schlanken, länglichen Körper. Ihre Haut ist glatt und glänzend geschuppt und schimmert wie Mondlicht. Da die äußere Hautschicht nicht mitwachsen kann, wird sie regelmäßig beim Häuten abgestoßen und bleibt als leere Hülle zurück. Die Haut der Nagas besitzt eine durchgehend milchweiße bis silbriggraue Färbung ohne jegliche Abzeichen oder Muster. Ihre Augen sind meist honig- oder goldfarben mit senkrechten Pupillen.
Größe:
Männliche Tiere werden ca. 1,5 bis 1,8 Schritt lang, weibliche Tiere geringfügig größer.
Gewicht:
Ausgewachsene Tiere zwischen 6 und 8 Stein
Ernährung:
Nagas sind fleischfressende Raubtiere und ernähren sich von lebenden oder frisch getöteten, kleineren Tieren wie Mäusen, Ratten oder anderen Nagetiere, Fröschen, Insekten und Eidechsen, gelegentlich auch von aus Nestern geraubten Eiern.
Lebensraum und Lebensweise:
Nagas sind in den dichten Waldgebieten der Immerlande zu finden, vorzugsweise in Regionen mit feuchtwarmen Dschungeln oder Regenwäldern. Da sie wechselwarme Tiere sind und zum Erhalt ihrer Körpertemperatur Sonnenwärme brauchen, können sie in kalten Gebieten kaum überleben. Nagas sind Einzelgänger und finden nur in der Paarungszeit zusammen, die für gewöhnlich im Frühjahr nach der Winterruhe stattfindet. Die Paarung selbst, bei der sich Männchen und Weibchen in einem wilden Tanz umschlängeln, kann bis zu drei Tagen dauern. Nach etwa drei Monaten Tragzeit legt das Nagaweibchen an einem warmen, geschützten Ort rund zwei Dutzend Eier.
Verhalten gegenüber Artgenossen:
Außerhalb der Paarungszeit neutral bis freundlich; während der Paarungszeit verhalten sich die Männchen untereinander jedoch oft sehr aggressiv.
Verhalten gegenüber Artfremden:
Generell eher scheu und misstrauisch; um größere Tiere, Zweibeiner und andere potentielle Feinde machen sie meist einen großen Bogen oder suchen ihr Heil in der Flucht. Werden sie jedoch direkt bedroht oder in die Ecke gedrängt, können sie blitzartig zum Angriff übergehen und wissen sich auch zu verteidigen. Obwohl Nagas für gewöhnlich nicht unfreundlich gesinnt oder aggressiv sind, sind sie doch mit einer gewissen Vorsicht zu behandeln.
Lebenserwartung:
Etwa 300 Jahre
Besondere Fähigkeiten:
Nagas besitzen dolchartige Giftzähne, aus denen sie bei einem Biss ein milchig weißes Sekret absondern. Das Gift der Naga ist höchstens für sehr kleine Tiere wirklich bedrohlich oder gar tödlich; für Menschen und andere größere Zweibeiner ist es zumeist ungefährlich. Allerdings besitzt es eine enorme Heilkraft und wird als Grundlage für die verschiedensten Tränke und Pulver verwendet. Es wird oft als Gegengift eingesetzt und vermag selbst schwerste Vergiftungen zu heilen und den Körper von schädlichen Stoffen zu befreien; daneben ist es auch ein wirksames Heilmittel gegen unzählige Krankheiten und Gebrechen.
Nagas sind wie alle magischen Wesen empathisch und beherrschen die Kunst der Gedankenübertragung. Es ist zwar äußerst schwer, ihr Vertrauen zu gewinnen, doch hat man sie sich erst einmal zum Freund gemacht, zeigen sie sich überaus anhänglich - manchmal sogar regelrecht penetrant. Sie sind fähig, in Worten zu sprechen und man sagt ihnen nach, viele Sprachen zu beherrschen. Allerdings fällt ihnen das Reden selbst nicht leicht und ihre Worte sind stets mit lispelnden Zischlauten durchsetzt, was es unter Umständen schwierig macht, ihnen immer zu folgen.
Items:
Zähne, Schuppen, abgestoßene Häute

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