~ Die Irrlichter ~

 

Die Irrlichter

 
Name:
Irrlicht, Irrwisch, Moorgeist
 
Gattung:
Magisches Wesen; Feenwesen
 
Aussehen:
Irrlichter besitzen ein feenähnliches Aussehen mit einem filigranen, zarten Körperbau und extrem langen, schlanken Gliedern. In ihren herzförmigen Gesichtern leuchten riesige Augen, die bei allen Irrlichtern von heller und strahlender Farbe sind, oft himmel- oder lavendelblau, türkisgrün oder von funkelndem Ozeanblau. Ihre Haut ist milchweiß wie zartes, durchscheinendes Porzellan und trägt einen silbrigen Schimmer wie von reinem Mondlicht. Auch ihr Haar ist silberweiß und weich wie Schwanendaunen. Es gibt männliche und weibliche Irrlichter, die sich im Körperbau kaum unterscheiden, wie sie sich allerdings paaren und fortpflanzen, das wissen nicht einmal die immerländischen Gelehrten, denn sie lassen sich nicht dabei beobachten. Sicher ist nur, dass sie aus seidigen, gespinstartigen Kokons schlüpfen, ähnlich wie Schmetterlinge. Von ihrem zarten und zerbrechlichen Aussehen darf man sich jedoch nicht täuschen lassen – die kleinen Kerlchen sind hart im Nehmen und robuster als so mancher Großer.
 
Größe:  
Irrlichter erreichen eine Körpergröße von etwa 20 bis 25 Sekheln.
 
Gewicht:
Die zartgliedrigen Wesen sind leicht wie Federn und selbst ein erwachsenes Irrlicht wiegt nur wenige Gran.
 
Ernährung:
Irrlichter brauchen kaum Nahrung und manchmal wird gar behauptet, sie würden sich nur von Mondlicht ernähren. Allerdings kann man diese Behauptung getrost ins Reich der Mythen und Legenden verbannen, denn wie alle Wesen, die einen realen Körper besitzen, brauchen auch die Irrlichter etwas zu Essen und zu Trinken, wenn auch nur in geringen Mengen. Tautropfen stillen ihren Durst und Früchte, Beeren und Blütennektar ihren Hunger.
 
Lebensraum und Lebensweise:  
Irrlichter gibt es überall in den Immerlanden, auch wenn man sie nur selten aus der Nähe zu Gesicht bekommt. Sie sind Wesen der Dämmerung und der Nacht und meiden das Tageslicht – grelle Sonne hassen sie geradezu und man könnte ein Irrlicht nicht schlimmer quälen, als dass man es Shenrahs Auge aussetzt. Sie halten sich lieber an stillen, abgelegenen Orten auf, in schattendunklen Wäldern, in Mooren und Sümpfen oder verborgenen Bergschluchten. Trotz ihrer zurückgezogenen Lebensweise sind die Irrlichter ein lebhaftes und quirliges Völkchen, sie sind gesellig und redselig – wobei ein Zweibeiner ihre Sprache beim besten Willen nicht verstehen, geschweige denn aussprechen könnte -, flatterhaft und neugierig, und stecken ihre Nasen vorzugsweise in Dinge, die sie absolut nichts angehen und von denen sie meistens auch nichts verstehen. Zu allen "Großen", wie sie die Zweibeiner nennen, haben sie ein recht zwiespältiges Verhältnis; einerseits mögen und bewundern sie das große Volk und suchen oft seine Nähe, andererseits sind ihnen diese plumpen Riesen mit ihren seltsamen Gewohnheiten und ihrer langsamen Fortbewegungsart manchmal doch ein wenig suspekt. Jeder Zweibeiner wird erst einmal misstrauisch umschwirrt und beäugt – schafft er es jedoch, das Vertrauen und die Sympathie eines Irrlichts zu gewinnen, wird er es meist nicht mehr los. Sie können wirklich sehr anhänglich (oder besser gesagt penetrant) werden. Irrlichter treiben auch für ihr Leben gern Schabernack, spielen arglosen Wanderern derbe Streiche und führen sie mit ihrem Leuchten frech in die Irre. Wer einem dieser Wesen in einen Wald oder einen Sumpf folgt, muss wirklich lebensmüde sein – oder all seine Überzeugungskraft und Überredungskunst einsetzen, um sie dazu zu bewegen, einen wieder auf den richtigen Weg zu bringen.  
 
Verhalten gegenüber Artgenossen:
Irrlichter sind lebhafte, temperamentvolle und vor allem mitteilungsbedürftige Wesen, und sie lieben nichts mehr als Gesellschaft, in der sie nach Herzenslust streiten und lachen und schwatzen können. Einsamkeit macht sie krank und lässt sie all ihre Kräfte verlieren.  
 
Verhalten gegenüber Artfremden:
Meistens wird ein fremdes Wesen ausgiebig umflattert und beäugt – es sei denn, seine Zähne sind größer als ein Irrlicht lang ist. Sie sind fürchterlich neugierig und müssen immer alles gleich anschauen und am besten noch anfassen, und selbst wenn sie Angst haben oder von Misstrauen gepackt werden, zieht es sie doch immer wieder zu fremden Wesen hin, vor allem zu Zweibeinern. Zudem sind sie vorlaut, frech und besserwisserisch – aber sie können nicht anders, es liegt von jeher in ihrem Wesen.
 
Lebenserwartung:
Etwa 150 Jahre
 
Besondere Fähigkeiten:
Irrlichter sind wie alle magischen Wesen empathisch begabt und beherrschen die Kunst der Gedankenübertragung. Es ist zwar äußerst schwer, ihr Vertrauen zu gewinnen, doch hat man sie sich erst einmal zum Freund gemacht, zeigen sie sich überaus anhänglich, manchmal sogar regelrecht penetrant – sie können mitunter rechte Plagegeister sein. Obwohl sie ihre eigene Sprache besitzen, die ähnlich der des Feenvolkes ist, beherrschen die meisten auch die Allgemeinsprache. Irrlichter sehen des nachts besser als Katzen und besitzen einen unglaublichen Orientierungssinn, mit dem sie sich mühelos an den merkwürdigsten und verwirrendsten Orten zurechtfinden können und der sie selbst aus weiter Ferne immer wieder zuverlässig nach Hause finden lässt. Mit ihrem geisterhaften Leuchten führen sie gelegentlich Wanderer in die Irre – genauso oft helfen sie aber auch Verirrten, wieder den rechten Weg zu finden.  
 
Items:
Flügel

Irrlicht


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