~ Kreaturen der Immerlande ~

 

Die Môrgrimm
 

Name:  
Môrgrimm, Dunkelgrimm  
   
Gattung:  
Wesen/Bestien  
   
Aussehen:  
Die Môrgrimm haben eine wolfsähnliche Gestalt, wenngleich sie viel größer und massiger sind als gewöhnliche Wölfe. Ihr Körperbau ist kräftig und muskulös, die Gliedmaßen sind schlank und stark, wobei die breiten, muskelbepackten Schultern höher liegen als die Hinterhand und den Rücken ein wenig abfallen lassen. Der Eindruck eines gewaltigen 'Vorbaus' wird durch die zottige Mähne noch verstärkt, die die Wesen an Kopf und Schultern tragen. Die Läufe enden in riesenhaften, mit langen und scharfen Krallen versehenen Pranken. Auch der Fang eines Môrgrimms erinnert an den eines Wolfs und ist mit messerscharfen Reißzähnen und kräftigen Brechscheren bestückt. Der raue, lange Pelz ist schwarz wie Nacht und die Augen der Wesen sind strahlend hell, jedoch von einer grausamen, mitleidlosen Kälte – es heißt, der Blick eines Môrgrimms könne einen bis ins Mark erstarren lassen.
 
Größe:    
Ein Môrgrimm kann leicht die Schulterhöhe eines Kleinpferdes erreichen, sie liegt bei etwa 140 bis 150 Sekheln.
   
Gewicht:  
Das Gewicht eines dieser Untiere dürfte wohl bei etwa 200 Stein liegen.
 
Ernährung:  
Was die Môrgrimm für gewöhnlich an Nahrung verzehren, ist nicht genau bekannt – dass sie gelegentlich aber Reisende und wagemutige Abenteurer verspeisen, dagegen schon. Es sind räuberische Kreaturen mit einem entsprechenden Gebiss, also kann man wohl davon ausgehen, dass sie lebende Beute jagen und fressen.
   
Lebensraum und Lebensweise:  
Niemand weiß so ganz genau, wo überall in den Immerlanden diese Bestien hausen. Sicher ist bislang, dass sie vermehrt in den Moorgebieten im Westen des Kontinents siedeln, vor allem im Krakamôr, im Earnamôr und im Zilverveen in den Rhaínlanden tauchen sie immer wieder gehäuft auf und machen dort die Gegend unsicher. Auch in anderen Regionen der Immerlande hört man immer wieder Berichte von schwarzen wolfsähnlichen Bestien, die durch Moore und Sümpfe schleichen, bei denen es sich durchaus um Môrgrimms handeln mag. In den Rhaínlanden verbreiten sie regelmäßig Angst und Schrecken in der Bevölkerung, vor allem bei den Torfstechern, die mit ihren flachen Kähnen in die Moore staken und auch bei Reisenden, die das gefährliche Krakamôr durchqueren müssen. Dabei lassen sich die Wesen bei Tage so gut wie niemals sehen, ihre bevorzugten Jagdzeiten sind die Dämmerung und die Nacht, wenn sich undurchdringliche Nebel über die Moore senken, das Land in Düsternis hüllen und die Sicht verschleiern. Die Môrgrimm jagen in Rudeln und sie tun es systematisch und mit großer Intelligenz. Sie treten nicht oft in Erscheinung und manchmal lassen sie sich mondelang nicht blicken, doch wenn sie ihre Unterschlüpfe verlassen, wo auch immer sich diese befinden, und zur Jagd ausziehen, so hinterlassen sie stets eine Spur des Schreckens. So mancher Wanderer verschwand auf Nimmerwiedersehen im Krakamôr und oft fand man später nicht mehr als einen blutigen, zerfetzten Mantel. Doch nicht nur einzelne Personen werden von den Wesen angegriffen, sie schrecken auch nicht davor zurück, ganze Reisegruppen zu verfolgen und zu attackieren. Der 'Goldene Steig', der durch das Moor führt und eine vielfrequentierte Route darstellt, auf der selbst die rhaínländischen Könige mit ihrem Gefolge reisen, ist stets gut bewacht, und doch gelingt es den Untieren immer wieder, zweibeinige Beute zu reißen. Man tut gut daran, nicht allein durch dieses Moor zu pilgern und zur Nacht ein sicheres Quartier aufzusuchen. Wie die Môrgrimm wirklich leben, wie ihre Gewohnheiten sind, ob sie einzelgängerisch oder in Gruppen siedeln, oder gar, wie sie sich fortpflanzen, darüber ist nichts bekannt. Die Wesen leben verborgen vor menschlichen Augen und so gut versteckt, dass es unmöglich scheint, ihre Schlupfwinkel ausfindig zu machen. Immer wieder setzen die rhaínländischen Könige und die Herzöge der betroffenen Provinzen hohe Belohnungen für diejenigen aus, denen es gelingen würde, die Behausungen der Môrgrimm aufzustöbern, und nicht wenige Abenteurergruppen sind aufgebrochen, sie zu finden und ihnen den Garaus zu machen, doch noch keine hatte bislang Erfolg.
 
Verhalten gegenüber Artgenossen:  
Berichtet wird, dass die Môrgrimm stets in Gruppen von zwei bis fünf Wesen auftreten, die sich bei der Jagd perfekt aufeinander abstimmen und überaus intelligent handeln. Ob sie darüber hinaus aber ein komplexes Sozialverhalten haben und wie sich für gewöhnlich untereinander benehmen, darüber ist nichts bekannt.
 
Verhalten gegenüber Artfremden:  
Môrgrimm sind überaus aggressiv und räuberisch, dabei gehen sie meist klug und überlegt vor. Sie greifen ihre Beute nicht blindlings und ohne Verstand an, sondern scheinen erst genau die Situation abzuschätzen und sich eine Strategie zurechtzulegen. Ihre Jagdmethoden sind sehr unterschiedlich und werden von den Wesen offenbar genauestens auf die jeweilige Lage abgestimmt: manchmal erfolgt ein direkter Angriff, manchmal legen sie einen regelrechten Hinterhalt, manchmal locken sie Wanderer zuerst in die Irre, bevor sie über sie herfallen, manchmal hetzen sie ihre Beute im Moor zu Tode. Nur größere Reisegesellschaften oder gut bewaffnete Gruppen greifen sie nicht an – scheinbar wissen sie genau, wo ihre Grenzen sind. Dabei ist den Môrgrimm durchaus beizukommen, denn sie sind verletzlich und sterblich wie fast alle Lebewesen. Nur sind sie obendrein auch noch stark, schnell und schlau.  
 
Lebenserwartung:  
Wie alt diese Wesen werden können, ist nicht bekannt.
   
Besondere Fähigkeiten:    
Môrgrimm sind nicht nur aggressive Räuber, sie sind auch perfekte, intelligente und kaltblütige Jäger.

Môrgrimm


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