~ Vierte Ebene der Hölle ~ Die Wüste von Comxoriz ~

 

Bis der Traum mich aus dem Schlafe riss:
Ich keuchte noch, hielt mein Gesicht,
schrie laut auf, verstand noch nicht,
denn ich wähnte mich in Comxoriz.


Aus "Der Spieler von Klingenfall" des Dichters Einaari dem Bären, Viertes Zeitalter


 
 
Am Ende der Hallen der Vergessenen liegt Zarquataloz, die Treppe, ungefähr einen Tausendschritt breit und sicher über zehn Tausendschritt lang. Sie erstreckt sich von einer Plattform vor den in den Fels hinein geschlagenen Hallen mitten in einen leeren Raum, eine große Höhle, und endet schließlich auf dem staubigen Grund. Dort ist die weite Geröllwüste von Comxoriz, umringt vom glatten Gestein der steilen Wände. Wie groß Comxoriz genau ist weiß man nicht, doch würde es einige Siebentage dauern, sie zu durchwandern. Hier herrscht das giftgrüne Licht der Zwillingsstadt Zvi Qoduura und alle Arten von Dämonen haben hier ihr Zuhause, niedrige Kreaturen und mächtige Geschöpfe. Sie leben in Gruppen je nach Art in der Wüste, in Höhlen in der die Wüste umgebenden Felswand oder einer der drei großen Dämonenstädte: Riztarxor, Nafalaz und Zvi Qoduura. Sie gehören zu den schrecklichsten Orten der Welt. In der Weite rufen sich die Kinder des Namenlosen ihre grausigen Laute in der Sprache des Todes zu, dem Zariznorix. Bei aller Loyalität zu den Ältesten Dämonen und den Dämonenfürsten, tragen die Dämonenstämme hier auch untereinander ihre Streitigkeiten aus und führen ihre eigenen Kriege.
 
Irgendwo inmitten dieser Finsternis verharrt zudem Mordren Shunjanar, das Schattenherz, der hierhin verbannt wurde. Sein trauriges und kaltes Inneres ist von solcher Kraft, dass selbst die Dämonenstämme ihn nicht behelligen. Er durchstreift rastlos die Wüste und die angrenzenden Kavernen, und niemand soll jemals erfahren, wie weit seine Bitterkeit wirklich reicht.
 
Mitten in der Comxoriz befindet sich der Zugang zur nächsten Ebene und dem eigentlichen Reich des Namenlosen. Dort beginnen die vier Reiche des Schmerzes, die Heimatebenen der Ältesten Dämonen und Orte, die mit den zwar großen, aber doch endlichen Höhlensystemen der ersten vier Ebenen nichts mehr gemein haben. Orte des Wahnsinns und der Umkehrung aller Gesetze. Der Zugang ist der letzte Abgrund der Welt, eine gewaltige Schlucht am Rande der Comxoriz, an deren Grund sich die Knochenpforte befinden soll, die einem den Zugang zur nächsten Ebene ermöglicht.


 
Die Drei Dämonenstädte

 
Riztarxor, Nafalaz und Zvi Qoduura sind die einzigen Städte, welche sich das abscheuliche Volk, die Dämonen, je errichtet haben. Riztarxor gleicht einem durchlöcherten Berg, einem Termitenhügel, in dessen Inneren sich unzählbar viele Kammern befinden, in denen die Kreaturen leben. Im Inneren liegt das blutige Becken von Goizlor dem Körperfresser, ein Dämonenfürst des Wassers und Herrscher über Riztarxor. Nafalaz liegt in einer Schlucht der Comxoriz und ist in den Fels geschlagen. Je tiefer die Gänge reichen, desto heißer wird es, bis schließlich Magmabäche in große Seen fließen, worin sich die widerwärtigen Gestalten baden. Hier herrscht ein Dämonenfürst des Feuers, Nulxur der Knochenbrecher. Die Zwillingsstadt Zvi Qoduura besteht aus zwei riesigen achteckigen Türmen inmitten der Wüste, fensterlos und aus glattem, fugenlosem Gestein. Ihr giftgrünes Leuchten erhellt in weiten Teilen die Ebene. Hier herrschen Vol der Herzspalter, ein Dämonenfürst der Luft und seine Schwester Charix die Totenmutter, eine Dämonenfürstin der Erde. Sie gebiert immerzu neue abscheuliche Verdammte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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