~
Neunte Ebene der Hölle ~ Das namenlose Verlies ~
Wie die Gestalt, die sich hierin verbirgt, einst in einen tiefen Schlaf versetzt von der Erdenmutter selbst, so trägt auch dieser Ort keinen Namen. Niemand weiß oder ahnt wie jene letzte Ebene der Neun Höllen aussehen könnte, und der einzige Oberflächenbewohner, der es mit Hilfe der Ältesten Dämonen je hierhin geschafft hat, Sethenes der Nekromant, starb an jenem Ort beim Versuch, den Dunklen zu erwecken. Es gibt viele weitere Namen für die Neunte Hölle, so nennt man sie auch die Kammer des Dunklen, die Bettstatt des Namenlosen, das dunkle Herz der Erde oder das Namenlose Verlies. In manchen Texten heißt es, hier wäre es vollkommen still, damit kein Geräusch seinen Schlaf stören kann, doch wie auch immer... Es ist bekannt, dass hier im letzten der neun Abgründe der Namenlose seinen Palast errichtet hat, ein grausames Labyrinth aus Räumen des Wahnsinns und der Furcht, in dessen Zentrum sich der Thronsaal befindet. Man sagt, dass bis zum heutigen Tag an den Rändern des Palastes neue Kammern und Hallen entstehen, denn der Namenlose hatte nie den Befehl gegeben, mit dem Bau aufzuhören. So weiten sich die Hallen und Räume in das Nichts der Finsternis aus und warten darauf, wieder eine Dienerschaft alter Größe zu beherbergen. Hier leben auch die fünf Archonen des Einen, seine treuesten Diener, doch zänkisch geworden angesichts seines Schlafs. Denn wer von ihnen könnte an seine Stelle treten, wenn er nie wieder erwachen sollte? Sie alle haben hier ihre eigenen Palastflügel und züchten weiter ihr abscheuliches Getier, ihre Diener. Doch eine weitere Gestalt hat ihren Platz im dunklen Schauspiel der Macht: Das Ergebnis jener Verbindung, die nie hätte eingegangen werden dürfen. Es ist die Tochter des Dunklen und der Urmutter, Ealara selbst, genannt die Königin der Unterwelt. Sie wacht häufig am Bette ihres Vaters und steht ihm treu zur Seite. Ihr Verhältnis zu den Archonen gilt als schlecht, denn sie weiß um die Ränkespiele, die Nachfolge ihres Vaters betreffend. Doch sollte man sie nicht unterschätzen, denn wer hätte einen besseren Lehrmeister haben können, als sie? |