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Am Anfang war das Lied und das Lied war bei Ealara, der Großen Mutter allen Lebens. Das Lied war ihr Sein und ihr Sein war das Lied. Dann erhoben sich die Stimmen der Mächte und sie sangen mit ihr und zu ihren Ehren. So entstand Roha, unsere Welt...
So künden uralte Legenden vom Lied der Großen Mutter und der Entstehung allen Lebens. Ealara vertraute die neu entstandene, noch so junge Welt den dreizehn Göttern an, auf dass sie herabsteigen und Roha gestalten und mit weiterem Leben erfüllen würden. Und auch, wenn sie unsere Welt inzwischen wieder verlassen und sich zu den Sternen zurückgezogen haben, und sich die Völker der Immerlande ihres fortwährenden Einflusses nicht immer bewusst sind - sie tun es noch heute und bis in alle Ewigkeit.
Shenrah, der Herr der Sonne, überflutet die Welt mit seinem Leuchten, er schenkt lebensspendende Wärme und Licht, bringt warme Frühlingstage, die erste zarte Knospen sprießen lassen, ebenso wie die Gluthitze, die in den Wüsten der Immerlande alles verdorren lässt. Faeyris, seine Gemahlin, lässt nächtliches Silber strahlen, lenkt die Monde und die Gezeiten, die die Küsten formen, ebenso wie Amur es tut mit der Kraft der Meere und des Wassers. Vendis' ewiger Atem meißelt Stein und Berg, Amitari lässt wachsen und gedeihen, und so ist die Anwesenheit der Götter in jedem glitzernden Wassertropfen und jedem Sandkorn, jedem Windhauch und jedem Blütenblatt immer zu spüren. Sie sorgten dafür, dass Roha seine Gestalt erhielt, sie schufen Gebirge und Wüsten, Wälder und Seen, sie ließen tief unter den Bergen Erze entstehen und wunderbar vielfältiges Gestein - milchweißen Marmor und glänzendes Gold, undurchdringlich harten Granit und formbaren Ton, schimmernde Edelsteine und eine Vielzahl von Metallen, die sich die Völker der Immerlande kunstfertig zu Nutze zu machen wissen. Eine besondere Rolle spielen hierbei der Gott Sil und sein Archon Loignar, der Herr des Bergbaus, Patron aller Bergarbeiter und Herr der Erze, Metalle und Mineralien. Beide wachen in besonderem Maße über jene unermesslichen Schätze Rohas, die tief in den Gebeinen der Welt ruhen.
Darüberhinaus ist jedem Mondlauf und der zugehörigen Gottheit ein eigenes Element zugeordnet, das für jene, die während dieser Zeit geboren sind, besondere Bedeutung hat. Die Steine und Elemente gelten als Glücksbringer und man schreibt ihnen heilende, stärkende Kräfte zu. Silber steht dabei für Faêyris und den Monat Silberweiß, Perlmutt gilt als Element Amurs und der Eisfrostgeborenen, der Smaragd steht für Amitari und den Taumond, der Saphir für Vendis und den Sturmwind, der Rubin ist das Symbol Inaris und aller Grünglanzgeborenen, der Amethyst ist der Edelstein Lyrs und der Goldscheinkinder, Feueropale verkörpern Loas Macht und stehen für die Kinder des Sonnenthrons, wogegen das reine Gold Symbol Shenrahs und aller Beerenreifgeborenen ist. Yalaris ist das Element Sils und aller Erntemondgeborenen, Eisen verkörpert Brans Stärke und ist das Metall der Nebelfrostkinder, und Bernstein ist Sithechs Element und das aller Langschneegeborenen. Das einzige Element, das hierbei nicht aus den Gebeinen Rohas stammt, ist das Feenholz, das für Anukis und den Mond des Blätterfalls steht.
Längst ist nicht alles bekannt und erforscht, was die Götter Roha und den Immerlanden als steinernes Vermächtnis hinterlassen haben, doch das Wissen darüber mehrt sich stetig weiter. Viele Gelehrte suchen unermüdlich die Geheimnisse der Gesteine und Metalle zu ergründen und geben ihr Wissen an nachfolgende Generationen weiter. |