~ Menschenvölker der Immerlande ~

Die Uuma  

 
Physische Erscheinung:  
Das Volk der Uuma, vielerorts auch Waldvolk genannt, gehört zu den kleinsten Menschenvölkern der Immerlande. Männliche Uuma erreichen eine durchschnittliche Körpergröße von etwa 165 bis 175 Sekheln, weibliche sind mit etwa 150 bis 160 Sekheln noch erheblich kleiner. Ihre Größe und Gestalt hat sich im Lauf der Zeit perfekt an das Leben in dichten Dschungeln und Waldgebieten angepasst; sie sind klein, flink, gelenkig und sehr schnell. Überdies sind sie unglaublich zäh und ausdauernd und besitzen eine äußerst robuste Konstitution. Uuma sind von schlanker und sehniger Gestalt; manchmal auch drahtig und von eher gedrungener Statur. Ihre Haut ist dunkel getönt mit einem bronzenen Schimmer. Die vorkommenden Haar- und Augenfarben sind ebenfalls stets dunkel, wobei die Haarfarbe von tiefem Braun bis hin zu Nachtschwarz reicht; die Augenfarbe variiert von goldbraun bis hin zu tiefstem Schokoladenbraun, das beinahe schwarz wirkt.  
 

Lebenserwartung und Widerstandskräfte:  

Die Uuma sind ein zähes und langlebiges Menschenvolk und können ein Alter von etwa hundert Jahren erreichen. Dem Leben im Dschungel und im feuchtwarmen Süden der Immerlande sind sie perfekt angepasst, sie besitzen Widerstandskräfte gegen viele Gifte, und Hitze oder Nässe macht ihnen nicht das geringste aus. Kälte und Trockenheit dagegen vertragen sie nur äußerst schlecht, und durch das recht isolierte Leben auf den Sommerinseln sind sie anfällig für viele Krankheiten der Zivilisation, gegen die sie kaum Abwehrkräfte besitzen.  
   

Besondere Fähigkeiten:  

Uuma sind die geborenen Jäger und vermögen sich selbst in dichtesten und unzugänglichen Wäldern unglaublich schnell und leise zu bewegen. Sie besitzen sehr ausgeprägte Sinne, scharfe Augen, ein ausgezeichnetes Gehör und einen untrüglichen Orientierungssinn. Manchmal scheint es, als hätten sie durch das Leben in den Dschungeln und Regenwäldern ein besonderes, beinahe unheimliches Gespür für die Natur ausgebildet, so als wären sie mit Pflanzen und Tieren auf besondere Weise verbunden, geradezu verwachsen. Instinktiv vermögen sie die Eigenschaften und Wirkungsweisen von Pflanzen zu spüren, und sich diese auch zu Nutze zu machen.  
 

Kleidung und Schmuck:  
 
An Kleidung wird nur das Nötigste getragen und nichts, was in irgendeiner Art und Weise die Bewegungsfreiheit einschränkt: schlichte Gewänder aus gewebten Pflanzenfasern, Hosen und Überwürfe aus Hirschleder, einfache Lendenschurze; nur selten Schuhwerk wie lederne Mokassins oder aus Pflanzenfasern geflochtene einfache Sandalen. Schmuck spielt bei den Uuma eine große Rolle, nicht nur als Zierrat, sondern auch als Stammeszeichen, als Zeichen der Rangordnung und der Stellung innerhalb der Sippen oder als Jagdtrophäe. Verwendet werden Holzperlen, Federn, Knochen, Zähne, Hörner, Klauen, Muscheln, Schnitzwerk aus Holz, geflochtene Lederschnüre, geschliffene Steine und ähnliche Materialien. Sehr häufig bei den Uuma sind auch Körperbemalungen und Tätowierungen.  
 

Restriktionen:  
 
Keine  
 

Lebensgewohnheiten und Verhalten:  

Das Volk der Uuma lebt abgeschieden in den dichten Wäldern und Dschungelgebieten der Sommerinseln, vor allem auf Shunjanar und den östlichen Inseln Tanuria, Sidhasîrin, Sidhauris und den Sîrilamures. Es entstammt den ersten menschlichen Völkern, die das Archipel vor langer Zeit besiedelt haben. In der Zeit der großen Völkerwanderungen des Fünften Zeitalters, nach dem Krieg gegen den Dunklen und dem Zusammenbruch des Südens, schwappten Massen von Zuwanderern auf die Inseln und mit ihnen Zivilisation, Krankheiten und geldgieriges Pack, das auf der Suche nach Land und Reichtum das Volk der Uuma in die Abgeschiedenheit der Wälder zurückdrängte. Dort leben sie in größeren Stämmen und innerhalb der Stämme in engen Familienverbänden. Als Behausungen dienen ihnen einfache Hütten aus Bambus und Schilf, manchmal auch Lehmhütten oder die ausgehöhlten Stämme der gigantischen Dschungelbäume. Jedem Uumastamm steht ein Rat aus vier Ältesten vor: dem Weisen, dem Hohen Jäger, der Mutter und der Vogelfrau, wie die Schamanin eines Stammes genannt wird. Die Uuma leben hauptsächlich als Jäger und Sammler, beziehen ihre Nahrung aus der sie umgebenden Natur und betreiben gelegentlich geringfügig Ackerbau oder halten sich Ziegen und Hühner. Ab und an wagen sie sich auch aus dem Dschungel in kleinere Siedlungen und Ortschaften, um dort bescheidenen Handel zu treiben und Güter zu erwerben, die ihnen ansonsten nicht zur Verfügung stehen. Sie tauschen Schnitzkunst, Bögen und Speere, Leder, Felle, Korbwaren, und vor allem Heilpflanzen und Pflanzengifte. Die Jagd als Lebensgrundlage genießt einen hohen Stellenwert, gute Jäger sind demzufolge in den Stämmen hoch angesehene Personen. Das Leben der Uuma ist einfach, geprägt von der Natur und den Einflüssen des Regenwalds. Obwohl sie zu den körperlich eher kleineren Völkern zählen, sehr zurückgezogen leben und untereinander ein friedliches und herzliches Familienleben pflegen, sind sie keinesfalls wehrlos, im Gegenteil. Aus der Geschichte der Inselwelt und den Begebenheiten der Vergangenheit haben sie einiges gelernt, vor allem, sich zu wehren. Sie zeigen ein ausgeprägtes Revierverhalten und wissen ihren Lebensraum durchaus zu verteidigen, sind gegenüber potentiellen Eindringlingen nicht selten kriegerisch oder gar angriffslustig.  
   

Religion:  
Von allen Göttern verehren die Uuma am häufigsten Anukis und Amitari als hohe Göttinnen der Natur. Auch die Archonen Illiri, Nebre, Nanna, Sarnaisdor, Tapio Bärkönig und vor allem Nimrod Schattenjäger als Schutzherr aller Jäger genießen hohes Ansehen. Der Götterglaube ist bei diesem kleinen Waldvolk sehr ausgeprägt und mit ihren Schutzheiligen sind sie sehr verbunden - keine Jagd ohne vorherige Anrufung Nimrods, kein Töten eines Tieres, ohne Tapio Bärkönig dafür Dank zu schenken. Jedoch sind die Uuma keine begabten Bauherren, errichten keine Tempel oder festgemauerte Weihestätten; sie huldigen ihren Göttern in kleinen natürlichen Schreinen und an besonderen, geweihten Plätzen in der Natur.  
 

Sprache(n):  
 
In der Sprache der Uuma sind noch Überreste der alten Amayasprachen enthalten, Relikte aus einer Zeit vor Tausenden von Jahren, als die ersten Siedler die Sommerinseln in Besitz genommen hatten. Im Laufe von Generationen hat sich daraus jedoch eine eigene Sprache entwickelt, häufig untermalt von Gesten, Schnalz- und Klicklauten. Untereinander benutzen die Uuma auch oft eine Art wortlose Kommunikation durch Blicke, Handzeichen, Gesten und Mimik, die vor allem bei der Jagd von Vorteil ist. Sie sind auch in der Lage, die Allgemeinsprache zu erlernen, tun sich naturgemäß aber schwer damit.    
 

Heimatländer:

Die Uuma leben in den Dschungeln und Regenwäldern im tropischen Süden der Immerlande und sind auf den Sommerinseln im Südmeer zu Hause.
 

Vorurteile:  

Uuma sind ein zwar misstrauisches, aber auch neugieriges Völkchen und gehen recht unbedarft an Neues heran. Aus der Geschichte ihres Volkes heraus hegen sie jedoch großen Argwohn gegenüber zivilisierten Völkern, denn diese waren es, die sie vor langer Zeit in die dichten Wälder und Dschungelgebiete der Inseln zurückgedrängt haben, die ihnen Krankheiten und verheerende Seuchen gebracht haben.  
   

Übliche Berufe:
   
Alle Berufe, in denen ihre besonderen Fähigkeiten und ihre Verbindung zur Natur zum Ausdruck kommen: Jäger, Waldläufer, Späher, Heiler, Kräuterkundige, gelegentlich auch einfache Handwerksberufe wie Korbflechter, Schnitzer, Bogner und ähnliche.  
 
Waffen und Rüstungen:  
Die klassischen Waffen der Uuma sind der Speer und der Bogen. Die Speere sind - zumindest in ihrem eigenen Lebensraum - jedoch selten mit Metallspitzen ausgerüstet, meist dienen Feuersteine, scharfkantig behauene Steinstücke, Obsidiansplitter oder Schädelknochen als Spitze. Auch kleine handliche Messer aus Feuerstein und Obsidian sind gebräuchlich, manchmal auch schlanke Keulen oder Kampfstäbe. Mit langen Klingenwaffen wie Schwertern oder Äxten verstehen die Uuma kaum umzugehen. Dafür sind sie aber meisterhafte Schützen mit dem Kurzbogen und oft auch mit Schleudern und dem Bumerang. Schwere Rüstungen oder Rüstungen aus Metall werden so gut wie überhaupt nicht getragen. Als Körperschutz verwenden Uuma, wenn überhaupt, leichte Rüstungen aus verstärktem Leder oder Echsenschuppen, gelegentlich auch Schilde, Arm- und Beinschienen aus den Materialien ihres Lebensraums.

 

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