~ Menschenvölker der Immerlande ~

 

Die Stämme Barsas



Physische Erscheinung:
Durchschnittlich liegt die Körpergröße von Männern wie Frauen bei etwa 1,70 - 1,80 Schritt. Die Hautfarbe der Menschen Barsas reicht von sehr hellen bis sanft bronzefarbenen Tönen, ihre Augen sind entweder grau, braun oder schwarz, andere Augenfarben kommen so gut wie nie vor. Ihr Haar zeigt Farbschattierungen von tiefem Schwarz über alle Brauntöne bis hin zu seltenem Rot.


Lebenserwartung und Widerstandskräfte:
Die Menschen der Stämme Barsas werden etwa 60 - 80 Jahre alt. Bedingt durch ihre raue, lebensfeindliche Heimat sind sie allgemein sehr robust und besitzen gute Widerstandkräfte gegen Kälte.


Besondere Fähigkeiten:
Keine, die Gabe des Hellsehens kommt jedoch unter den Menschen der Stämme Barsas verhältnismäßig oft vor.


Kleidung und Schmuck:
Die Menschen der Stämme Barsas tragen fast ausschließlich Kleidung aus Leder und Pelzen, verziert mit aufwendigen Stickereien aus Bernstein, Knochen, Elfenbein, Muscheln, Federn oder ähnlichen Dingen. Sie fertigen auch Umhänge und Decken und Teppiche aus Bjargländerwolle.


Restriktionen:

Keine, Warge sind jedoch unter den Menschen der Stämme Barsas sehr viel seltener als bei den Waldkindern oder den Stämmen der Eisöden.


Lebensgewohnheiten und Verhalten:

Die Menschen Barsas leben in Sippenverbänden organisiert, die wiederum miteinander einen Stamm bilden. Es gibt insgesamt nur noch 16 verschiedene Stämme, die teils Furcht einflössende, teils exotische Namen tragen, ein erwähltes Totem haben und von einem Häuptling oder einer Stammesmutter geführt werden. 31 Stämme wurden im Kampf und im Widerstand gegen die Formoren im Lauf der letzten Jahrhunderte ausgerottet oder so sehr dezimiert, dass die wenigen Überlebenden sich anderen Sippen anschlossen. Die Stämme betreiben keinerlei Ackerbau, sondern leben ausschließlich von der Jagd, dem Fisch und Robbenfang und dem, was die Natur ihnen sonst bietet. Bis zur Eroberung ihres Landes und der damit einhergehenden Unterdrückung durch die Formorag kannten die Menschen der Stämme kein Geld und treiben auch heute noch untereinander und wann immer sie können fast ausschließlich Tauschhandel. Die Stämme Barsas führen ein raues Leben in einer harten Umgebung, und das hat sie nicht gerade weich gemacht, dennoch sind sie eigentlich nicht kriegerisch und kennen zudem keine Eisenwaffen - den Formoren, die im Jahr 3 des Fünften Zeitalters in ihre Heimat einfielen und sie seither immer wieder versklavten, ermordeten, vertrieben oder verkauften, hatten sie wenig entgegenzusetzen. Das Verhalten der Menschen der Stämme Barsas ihren Unterdrückern gegenüber ist trotzdem sehr unterschiedlich.

Manche Stämme haben sich - aus Not, wie sie selbst behaupten, aus Feigheit wie andere sagen - irgendwann kampflos ergeben, duckten sich vor den neuen Herren und versuchen seither mehr schlecht als recht irgendwie im Dunstkreis formorischer Städte zu überleben. Andere nahmen den Kampf gegen die Schwarzpiraten auf und wurden hierbei ausgerottet - und wieder andere sind in den unwirtlichen Norden und Osten Barsas gezogen, wo sie vor Übergriffen relativ sicher waren und einigermaßen ungestört existieren konnten. Der Krieg Normands gegen die Formoraig Barsas, der im Jahr 500 FZ mit einem Sieg der Nordmänner zu Ende ging, hat an der Situation der Stämme der Insel einiges geändert. Geschwächt und geschlagen wie die Piraten waren, kehrten viele Stämme in ihre alten, angestammten Gebiete und Jagdgründe zurück und sind auch nicht mehr bereit, sich von dort wieder vertreiben oder sich noch einmal so unterjochen zu lassen. Stark genug, die Formoraig endgültig zu vertreiben, sind sie jedoch nicht und es ist auch keine Vereinigung der 16 Stämme unter einem starken Führer in Sicht.


Religion:
Die Stämme Barsas verehrten wie alle Ersten Menschen nur Ealara als Erdenmutter und eine Vielzahl von Naturgeistern oder auch glorifizierten Ahnen. Mit der Ankunft der Formoraig auf der Insel kamen auch der Zwölfgötterglaube und Kulte der dunklen Archonen nach Barsa. Die "neuen" Religionen verbreiteten sich zwar nie wirklich unter den Stämmen, doch sie fanden und finden immer wieder einige Anhänger. In den letzten Jahrzehnten haben sich auch unter den Stämmen Barsas einige wenige Priesterkulte - hier vor allem Faêyris, Sithech, Anukis und Loa - entwickeln können, wirkliche Tempel gibt es jedoch noch nicht.


Sprache(n):

Die Stämme Barsas sprechen Barsaskt, eine nordische Sprache, die meisten beherrschen jedoch auch die Allgemeinsprache.


Heimatlande:

Die Insel Barsa im Kalten Ozean vor der Nordostküste der Immerlande.


Vorurteile:
Die Menschen der Stämme hassen und verachten alle Formoraig und mit ihnen leider auch die meisten anderen "Eisenmenschen", und wenn sie noch so wenig mit den verderbten Schwarzpiraten zu tun haben mögen. Sie fürchten auch die Aurochmagr und Riesen, die in harten Wintern immer wieder über das Packeis nach Barsa gelangen, und sie halten generell wenig von anderen Lebensweisheiten oder Lebensarten, als ihrer eigenen. Den einzigen anderen Menschen, denen sie in den letzten Jahren bedingt durch die jüngeren geschichtlichen Ereignisse etwas aufgeschlossener gegenüber geworden sind, sind die Normander, frei nach dem Motto, "der Feind meines Feindes ist mein Freund."


Übliche Berufe:
Jäger, Robbenfänger, Walfänger, Krieger, Sammler, Schamane, Heiler...es gibt unter den Menschen der Stämme keine ausgebildeten Handwerke bis auf Leder- und Waffen herstellende Gewerbe; oftmals wird alles in der Gemeinschaft eines Stammes ausschließlich für den Eigenbedarf oder zum Tausch untereinander hergestellt.


Waffen und Rüstungen:
Die Menschen der Stämme Barsas verwenden Jagdspeere, Steinschleudern und Keulen oder Streitkolben aus Knochen. Gelegentlich finden auch eingetauschte Eisenwaffen Verwendung. Mit Ausnahme von leichten Lederharnischen und Arm und Beinschienen, Mammutknochenpanzern oder vielleicht einmal einem eingetauschten Kettenhemd, werden keine Rüstungen verwendet. Schwere Rüstungen würden die Menschen der Stämme kaum tragen, selbst wenn sie sie bekommen könnten - und in der klirrenden Kälte würde eine solche Rüstung jedem Kämpfer ohnehin mehr schaden als nutzen.

 

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