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Die Stämme der Eisigen Öden
Physische Erscheinung:
Von allen direkten Nachkommen der Ersten Menschen, sind die Angehörigen der Stämme der Eisöden die Größten. Durchschnittlich liegt die Körpergröße von Männern wie Frauen bei etwa 1,70 - 1,85 Schritt. Die Hautfarbe der Menschen der Eisöden variiert von hellbronzefarben bis rötlichdunkel, ihre Augen sind zumeist grün, braun oder grau und ihr Haar zeigt alle Farbschattierungen von tiefem Schwarz über alle Brauntöne bis hin zu seltenem Rot. Blondes Haar und sehr helle Augen kommen überhaupt nicht vor.
Lebenserwartung und Widerstandskräfte:
Die Menschen der Stämme werden etwa 55 - 60 Jahre alt. Bedingt durch ihre raue, lebensfeindliche Heimat, sind sie allgemein sehr robust und besitzen gute Widerstandkräfte gegen Kälte. Zudem sind sie in der Lage, sich über längere Zeit nur von rohem Fleisch und Fisch zu ernähren, auch wenn sie beides gekocht oder gebraten bevorzugen.
Besondere Fähigkeiten:
Sie können rasch und ungesehen verschwinden, wenn sie es für nötig halten. Außerdem kommt die Gabe des Hellsehens unter den Menschen der Stämme verhältnismäßig oft vor.
Kleidung und Schmuck:
Die Menschen der Stämme tragen fast ausschließlich Kleidung aus Leder und Pelzen, verziert mit aufwendigen Stickereien aus Bernstein, Knochen, Elfenbein, Muscheln, Holzperlen, Federn oder ähnlichen Dingen. Sie fertigen auch Umhänge und Decken oder Teppiche aus Mammutwolle. Bedingt durch die unwirtlichen klimatischen Verhältnisse ihrer nördlichen Heimat sind die Kleidungsstücke der "Wildlinge", wie diese Menschen im Norden oft genannt werden, jedoch vor allem dick, wärmend, robust und funktional. Für modischen Schnickschnack oder nutzlosen Firlefanz um sich herauszuputzen hat man in den Eisigen Öden weder Zeit noch Verständnis, auch wenn die Kleidung natürlich gern verziert sein darf. Für gewöhnlich trägt ein Mann oder eine Frau der Stämme zumindest im mondelang andauernden Nordwinter Unterkleidung aus weicher Mammutwolle, darüber Beinlinge oder Rock und eine Tunika aus Leder und darüber wiederum Hosen aus Eisbärenfell, Kamiken oder Stiefel aus Rentierpelz und einen Überwurf aus Vielfraß- oder Schneehasenpelzen. Im kurzen, warmen Sommer dagegen begnügen sich die Wildlinge mit einfachen Lederschurzen, Beinlingen oder knappen Tuniken, vor allem die jüngeren Kinder gehen an den wenigen warmen Tagen im Jahr auch einfach nackt.
Restriktionen:
Keine
Lebensgewohnheiten und Verhalten:
Wie die Waldkinder des Ostens leben auch die Menschen der Eisöden organisiert in Stämmen, die teils Furcht einflössende, teils exotische Namen tragen, ein erwähltes Totem haben und von einem Häuptling oder einer Stammesmutter "geführt" werden. Dennoch herrscht in jedem Stamm sehr große individuelle Freiheit des Einzelnen. Jeder hat das Recht, für sich selbst zu entscheiden, über sich zu bestimmen oder seine Stimme im Rat zu erheben. Selbst Kindern wird ein gewisses Mitspracherecht in Stammesangelegenheiten eingeräumt und zwischen den Männern und Frauen herrscht absolute Gleichberechtigung. Die Wildlinge betreiben keinerlei Ackerbau, sondern leben ausschließlich von der Jagd und dem, was die Natur ihnen sonst bietet und sie kennen wie auch die Waldkinder kein Geld, sondern treiben ausschließlich Tauschhandel. Die Stämme der Eisöden führen ein raues Leben in einer harten Umgebung, und das hat sie nicht gerade weich gemacht. Sie sind ungeheuer stolz auf ihre Freiheit und verachten alle, die sich einer Obrigkeit beugen, fürchten sie jedoch auch, vor allem die "Eisenmänner", wie sie die Normander nennen. Sie waren noch nie so offenherzig und freundlich wie andere Nachfahren der Ersten Menschen, sondern schon immer ein räuberisches, wildes Volk. Ihr Verhalten gegenüber den Nordmännern ist sehr unterschiedlich - manche Stämme treiben Handel mit den "Eisenmännern", manche wagen hin und wieder kleinere Überfälle über die Mauer, andere wieder hüten sich davor, dem Königreich Normand auch nur Nahe zu kommen. Mit den Trollen und Zwergen des Wolkenthrons verstehen sie sich meist gut und treiben regen Handel mit ihnen. Wie viele Stämme genau in den Eisigen Öden leben, weiß niemand wirklich zu sagen, namentlich bekannt sind mehr als zwölf, von denen die größten die Malemiuts, die Karankawa, die Arikara und Chugach, die Takamuit, die Yupik, die Netsilik, Nunamiut und Konag sind.
Religion:
Wie die Waldkinder verehren die Stämme Ealara als Erdenmutter und eine Vielzahl von Naturgeistern oder auch glorifizierten Ahnen.
Sprache(n):
Die Sprache der Stämme heißt Kalaallisut. Es unterscheidet sich nach Ost- und Westdialekt nur geringfügig und ist mit dem Inuktitut der Trolle des nördlichen Wolkenthrons verwandt. Obwohl es über ein Dutzend verschiedene Stämme von "Wildlingen" in den Eisöden gibt, sprechen alle die gleiche Sprache.
Heimatländer:
Die Eisigen Öden im äußersten Nordosten der Immerlande zwischen der Großen Mauer, dem Wolkenthron und dem Kalten Ozean gelegen.
Vorurteile:
Die Menschen der Stämme halten wenig von anderen Lebensweisheiten oder Lebensarten, aber wirklich tief sitzende Vorurteile haben sie nicht.
Übliche Berufe:
Jäger, Robbenfänger, Walfänger, Krieger, Sammler, Schamane, Heiler...es gibt unter den Menschen der Stämme keine ausgebildeten Handwerke bis auf Leder- und Waffen herstellende Gewerbe; oftmals wird alles in der Gemeinschaft eines Stammes ausschließlich für den Eigenbedarf oder zum Tausch untereinander hergestellt.
Waffen und Rüstungen:
Die Menschen der Stämme verwenden Jagdspeere, Bögen, Steinschleudern und - teils kunstvoll und ausgeklügelt geschnitzte - Keulen und Eisenholzstreitkolben. Gelegentlich finden auch eingetauschte Eisenwaffen Verwendung. Wirklich guter Stahl ist hoch begehrt, wird aber nur selten erbeutet, "gefunden" oder ehrenhaft erstanden. Mit Ausnahme von leichten Lederharnischen und Arm und Beinschienen, Mammutknochenpanzern oder vielleicht einmal einem eingetauschten (oder gestohlenen) Kettenhemd, werden keine Rüstungen verwendet. Schwere Rüstungen würden die Menschen der Stämme kaum tragen, selbst wenn sie sie bekommen könnten - und in der klirrenden Kälte würde eine solche Rüstung jedem Kämpfer ohnehin mehr schaden als nutzen. Die einzigen Waffen, die sie selbst schmieden, sind aus Bronze, sie kennen das Geheimnis des Stahls nicht.
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