~ Menschenvölker der Immerlande ~

 

Die Normander

Physische Erscheinung:
Normander sind mit einer Körpergröße von durchschnittlich 2 - 2,20 Schritt bei den Männern das körperlich beeindruckendste aller Menschenvölker. Die Frauen bleiben üblicherweise etwas kleiner, als die Männer, sind mit einer Durchschnittsgröße von 1,80 - 1,90 Schritt aber dennoch größer als nahezu alle anderen Menschenfrauen. Normander sind hellhäutig und haben zumeist blaue, graue, blaugrüne oder hellbraune Augen. Die meistverbreitete Haarfarbe ist Blond in allen Tönen und Nuancen, weniger oft auch helles oder rötliches Braun. Manchmal kommt auch ganz schwarzes Haar vor, das gilt jedoch als sehr selten. In der Sonne bräunt die eigentlich helle Haut der Normander wider Erwarten sehr schnell, und nimmt dann auch einen sehr dunklen, bronzefarbenen Ton an.


Lebenserwartung und Widerstandskräfte:

Normander erreichen ein Durchschnittsalter von 85 - 100 Jahren, nicht selten auch mehr, und zählen damit zu den langlebigen Menschenvölkern. Bedingt durch das raue Klima ihrer Heimat besitzen sie eine erhöhte Widerstandskraft gegen Kälte.


Besondere Fähigkeiten:

Keine besonderen. Die Berserkerkrieger dieses Volkes haben jedoch Megarns Lied, den gefürchteten Roten Zorn des Kampfrausches im Blut.


Kleidung und Schmuck:

Die Kleidung der Normander ist einfach und praktisch, und fast ausnahmslos aus Wolle, vor allem aus feinem Vadmala, aus Leinen, Leder und Pelzen gefertigt. Auch kostbare Gewänder sind meist schlicht in ihrem Stil, es gibt so gut wie keinen modischen Protz. Schmuck wird gern getragen, ist aber meist ebenso schnörkellos, wenn auch edel. Gefertigt wird er üblicherweise aus Bronze, Silber, Elfenbein, Gold oder poliertem Bernstein. Normander Männer tragen nur Schmuck, den sie im Kampf erbeutet haben, gekauftes Gold zu tragen gilt als unehrenhaft.


Restriktion:

Keine besonderen. Magietalent ist jedoch kaum verbreitet unter den Nordmannen und arkane Zauberkünste werden zumindest mit Argwohn betrachtet oder sogar offen abgelehnt.


Lebensgewohnheiten und Verhalten:

Normander sind praktisch und naturverbunden, das alltägliche Leben mit seinen Freuden und Sorgen ist ihnen wichtig, ebenso wie die Gemeinschaft ihrer Sippen und das gesellige Beisammensein. Gelehrsamkeit und Künste nehmen einen weniger hohen Stellenwert ein, als bei anderen Völkern, gleichwohl sind die Skalden sehr beliebt und geachtet. Das Geschichtenerzählen ist neben dem Rätselraten eine der normandischen Lieblingsbeschäftigungen, vor allem in den langen Wintern. Viel mehr Wert jedoch wird auf den geübten Umgang mit Waffen jedweder Form gelegt, bei Männern wie Frauen gleichermaßen. Jungen adliger Häuser oder reicher Familien werden mit ihrem achten Lebensjahr gar in die "Häuser der Knaben" geschickt, wo sie von Branpriestern und Kämpfern in der Waffenkunst unterrichtet werden. Normander sind ein hartes Volk, bekannt für ihre raue Persönlichkeit und Wildheit. Die meisten Normander schätzen jedoch gute Freundschaften und gute Feiern, sie sind stolz, absolut verlässlich, loyal und nie einem guten Kampf oder einer deftigen Prügelei abgeneigt. Man sagt ihnen außerdem eine fast so große Sturheit wie den Laiginer nach und ein hitzköpfiges Naturell obendrein.


Religion:

In Normand wird der gesamte Pantheon der Immerlande geehrt, doch nicht allen Göttern wird gleichermaßen gehuldigt. Vor allem finden Sithech, neben ihm aber ebenso Bran, Vendis, Loa, Amur, Anukis, Sil und Inari Verehrung. Amur und Vendis genießen in den Küstengebieten natürlich mehr Beachtung, als im Landesinneren oder im Hinterland Normands, wo man neben den Hauptgöttern Sithech und Bran vor allem noch Anukis huldigt.


Sprache(n):

Sie sprechen das Landsmål, eine nordische Sprache, die sich aus dem Norrœnt mál der Barbaren in Immerfrost entwickelt hat, mit leichten Unterschieden in den örtlichen Dialekten, außerdem die Allgemeinsprache.


Heimatländer:

Normander sind wie der Name schon sagt in Normand zu Hause, einem rauen Land zwischen dem Kalten Ozean und dem Wolkenthron im äußersten Nordosten der Immerlande.


Vorurteile:

Viele Nordmannen haben wenig übrig für die "verweichlichten Südländer" und deren Vorstellungen von Anstand und Sitten. Darüber hinaus herrscht unter fast allen Normandern noch immer ein gewisser Aberglaube und misstrauische Abneigung, was Elben angeht, was noch aus ihrem Krieg mit den Schönen am Ende des Vierten Zeitalters stammt und vor allem im einfachen Volk nur schwer auszumerzen ist.


Übliche Berufe:

Alles übliche Handwerk ist in Normand vertreten, sofern es Klima und raues Land zulassen. Sie sind Jäger, Viehhirten, Seefahrer, Bauern und Krieger. Und obwohl ihnen das Krämertum üblicherweise überhaupt nicht liegt, sind sie gute Händler und geschickte Kaufleute.


Waffen und Rüstungen:

Die Normander lieben schwere, offensive Waffen, wie etwa die schwere Streitaxt oder den wuchtigen Zweihänder. Schwere Hellebarden und Eichenspeere sind ebenfalls beliebt. Bei den Fernkampfwaffen ist die große Armbrust sehr verbreitet, ebenso wie Wurfbeile oder Wurfspeere. Langbögen werden fast ausschließlich zur Jagd verwendet, Kurzbögen oder noch leichtere Fernkampfwaffen so gut wie gar nicht. An Rüstungen werden üblicherweise Harnische und Kettenhemden oder -mäntel verwendet - wenn sie es bekommen und sich leisten können, natürlich aus Zwergenstahl und Wahrsilber, und am Besten aus zwergischer Fertigung. Schilde werden im Zweikampf so gut wie nicht benutzt, denn bei vielen Nordmannen gilt die Benutzung eines Schildes als unehrenhaft und feige - die Kriege mit den Formoren und ihren gefürchteten Bogenschützen haben diese Ansicht in den letzten Jahrzehnten allerdings ein wenig geändert.

 

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