~ Menschenvölker der Immerlande ~

 

MôrlanderDie Môrlander


 
Physische Erscheinung:  
Môrlander sind schlanke, hochgewachsene Menschen, sehnig, stark und muskulös, dabei wohlproportioniert und geschmeidig in ihren Bewegungen. Ihr Körperbau ist kräftig, manchmal auch etwas derb. Sie erreichen eine Körpergröße von durchschnittlich 1,75 - 2 Schritt, wobei die Frauen für gewöhnlich etwas kleiner als die Männer sind. Ihre Haut ist hell mit einem warmen Bronzeton und auch die Augen zeigen meist helle Farben: klares Blau oder Blaugrün, lichtes Grau oder helles Bernsteingold. Das kräftige Haar der Môrlander kann alle Farben aufweisen: von hellstem Silber- und Weizenblond über schimmerndes Rotblond und Kastanienbraun bis hin zum dunklen, torfigen Braun der Moore; nur tiefschwarzes Haar und sehr dunkle Augen kommen so gut wie nie vor. Männer tragen ebenso wie die Frauen das Haar meist lang und oft zu Zöpfen geflochten, auch Bärte werden von den Männern oft und gern getragen.  
 

Lebenserwartung und Widerstandskräfte:  

Môrlander sind zähe, widerstandsfähige und genügsame Menschen und werden für gewöhnlich etwa 60 bis 80 Zwölfmonde alt, nicht selten jedoch auch älter.  
 

Besondere Fähigkeiten:
 
Keine  
 

Kleidung und Schmuck:  

Die Kleidung der Môrlander ist einfach und schlicht, praktisch und bequem geschnitten und geprägt vom Leben in Mooren und Küstengebieten. Hosen, Hemden und Kleider sind meist aus einfachem, strapazierfähigem Tuch in gedeckten Farben, aus Wolle oder Leinen, zudem sind Schuhwerk und Stiefel aus robustem Leder gebräuchlich, im Winter auch Felle und Pelz. Môrlander neigen für gewöhnlich nicht zu Protz und Pomp und tragen weder auffälligen Farben noch übermäßig viel Schmuck.    
 
Restriktionen:  
Keine  
 

Lebensgewohnheiten und Verhalten:  

Als Vorfahren der heutigen Rhaínländer siedelten die Môrlander einst – mit Ausnahme der Dracastaed, an der der grausige Erddrache hauste – im gesamten Westmoorland, wie sie die riesige Rhaínebene vom Eisenkamm im Norden bis hinab zu den dichten Wäldern des Elbenreiches im Süden nannten. Heute lebt dieses stolze und freiheitsliebende Menschenvolk nur noch in wenigen Gebieten der Rhaínlande, wobei die meisten Stämme sich in den Süden zurückgezogen haben, nach Fryslân und an die Küsten Grinlâns. Mit dem Aufschwung der Rhaínlande zu einer weltoffenen Handelsmacht, die an allen Gestaden der Immerlande Handel treibt und ebenso viel fremdes Volk in die Ebenen am Silbermeer bringt, konnten sich die Môrlander nie recht anfreunden und zogen sich immer mehr in ihre eigenen Gebiete zurück. Zwar sind sie Bürger des Königreiches und haben dem König Treue und Loyalität geschworen, doch leben sie im Grunde noch immer nach ihren althergebrachten Traditionen und nicht wenige von ihnen sinnen wohl insgeheim nach einer Möglichkeit, ihr Volk wieder zu dem zu machen, was sie einst waren: die unumschränkten Herren des Westmoorlandes. Die Môrlander sind ein sehr eigenwilliger Menschenschlag, robust und wild, genügsam und anpassungsfähig an ihren Lebensraum, dabei stolz und freiheitsliebend. Große Redner waren sie nie, eher Menschen der Tat, die entschlossen zupacken können, ohne lange zu fackeln. Sie sind geradlinig, ehrlich und ihrer Heimat verbunden, zäh wie altes Schuhleder und manchmal eigensinnig bis zur Sturheit. Oft sind sie wortkarg und eigenbrötlerisch, so dass sie bei anderen Völkern manchmal als knurrig oder gar feindselig gelten. In ihren Adern fließt altes Kriegerblut und Begriffe wie Ehre und Treue sind für einen Môrlander keine leeren Worte; seine Familie, seine Freunde und vor allem seine Freiheit würde er bis aufs Blut verteidigen, komme was da wolle.  
 

Religion:  
Die Môrlander sind dem Zwölfgötterglauben verhaftet, wobei sie vor allem Amur mit seiner Archonin Rán, Vendis und Bran verehren. Auch die Göttinnen der Wildnis und des Wachstums, Amitari und Anukis, genießen vielerorts hohe Ehren.  
 

Sprachen:  
Die Môrlander haben sich ihre alte ursprüngliche Sprache, das Môrfrysk, über die Jahrtausende hinweg bewahrt, obwohl mittlerweile die Allgemein- und Handelssprache gebräuchlich ist, die nahezu von allen gesprochen wird.  
 

Heimatländer:
Ursprünglich in den ganzen Rhaínlanden beheimatet, haben sich die stolzen Môrlander in einige wenigen Provinzen des Königreichs zurückgezogen und leben heute vor allem in Fryslân, Grinlân und Noorlân.
 

Vorurteile:  
Das alte Geschlecht der Môrlander ist ein Volk der Weite, der Moore und der Küsten, und so bereitet es ihnen einiges an Unbehagen, sich in dichten Wäldern oder in überbevölkerten Städten aufzuhalten. Dem Elbenvolk des Südens begegnen sie mit Misstrauen und die zauberischen Schönen sind ihnen oft nicht so ganz geheuer. Vorurteile haben sie auch Stadtmenschen und Händlern gegenüber, wobei letztere in ihren Augen durchweg geldgierige Halsabschneider sind, die einzig darauf aus sind, sie übers Ohr zu hauen.    
 

Übliche Berufe:
 
Alle üblichen Berufe; vor allem Bauern, Fischer, Torfstecher, Schäfer, Handwerksberufe.  
 

Waffen und Rüstungen:  
Môrlander können im Grunde alle Waffen und Rüstungen tragen. Eine Abneigung hegen sie gegen einengende schwere Rüstungen und bevorzugen stattdessen Kettenhemden und beschlagenes Leder. Leichte und elegante Klingenwaffen findet man bei ihnen eher selten, sie wählen lieber schwere und wuchtige Waffen wie Flegel und Äxte, Streitkolben oder schlichte Breitschwerter.

 

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