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Die Kobolde
Für
gewöhnlich unterscheiden die Gelehrten der Menschen, Elben oder Zwerge
Leprechauns (Erdkobolde), Feyog (Rubinkobolde) und Waldkobolde, doch es
wird vermutet, dass es noch sehr viel mehr eigenständige Koboldsstämme
gibt. Wie unterschiedlich das auch ausfallen mag, gehören sie doch
alle zum selben Volk und haben folgendes gemeinsam.
Physische Erscheinung:
Kobolde sind klein, sie werden nur etwa 30 - 40 Sekhel groß, selten
mehr. Ihr Körperbau ist wohl proportioniert, doch wirkt er oft gedrungen
- sie neigen jedoch nicht dazu, anzusetzen. Bei den Hautfarben herrschen
sowohl rosige, braungoldene oder gar firnisdunkle Töne vor, doch
es gibt selbst weinroten, blauen oder grünen Teint bei Kobolden.
Alle Kobolde haben schneeweißes Haar und leuchtende Augen in allen
nur denkbaren Farbtönen, manchmal auch zweifarbig. Viele Kobolde
allerdings färben ihr Haar in allen möglichen und unmöglichen
Farben, versehen es mit schreiend bunten Strähnchen oder den unmöglichsten
Frisuren. Sie haben zudem lange, lange spitze Ohren, die je nach Stimmung
entweder aufmerksam gespitzt, drohend angelegt oder aber betrübt
herabhängend sein können.
Lebenserwartung
und Widerstandskräfte:
Kobolde sind unsterblich, es sei denn, sie kommen durch Gewalt zu Tode.
Durch ihre große Erdverbundenheit sind Kobolde gegen die allermeisten
pflanzlichen Gifte vollkommen immun.
Besondere Fähigkeiten:
Sie besitzen außerordentlich scharfe Augen und Ohren, Nachtsicht
und in den allermeisten Fällen auch hohe Begabung für jede Art
von arkaner Magie. Außerdem haben Kobolde
im wahrsten Sinne des Wortes eine Nase für Gold (und
andere Kostbarkeiten). Wie auch die Feen besitzen viele Kobolde die Gabe, mit Tieren zu "reden". Die wundersamste Eigenschaft der Kobolde stammt jedoch von den Zwölf Göttern, die dem kleinen Volk die Gabe verliehen haben, sich den zwölften Teil eines Tages nach eigenem Gutdünken unsichtbar machen zu können. Damit können nahezu alle Kobolde plötzlich
und fast spurlos verschwinden, wollen sie nicht gesehen werden - allerdings nur für ingesamt zwei Stunden.
Kleidung und Schmuck:
Kobolde tragen Gewänder aus Fellen und Pelzchen, Federn, Blättern,
Spinnweben, Nussschalen, Stofffetzen oder einen buntexotischen Mix aus
allen möglichen und unmöglichen Materialen. Sie halten sich
an keinerlei Kleiderkonventionen und tragen gern und viel Schmuck - bevorzugt
aus Gold. Außerdem haben augenscheinlich alle Kobolde einen besonderen
Faible für ausgefallenste Frisuren, Haarfarben, Tätowierungen
und so fort.
Restriktion:
Kobolde können, wie auch die Smaragd- und Waldelben kein Eisen ertragen.
Ihre Waffen, sofern sie welche nutzen, sind aus Bronze oder Silber.

Lebensgewohnheiten
und Verhalten:
Kobolde leben in der Erde, bevorzugt zwischen mächtigen Baumwurzeln
oder in sanften Bergflanken, in ihren eigenen Städten, die sie wie
Stollen und Bauten in den Boden graben. Sie sind allerdings kein besonders
sesshaftes Völkchen, und bis auf ihre ältesten Siedlungen ziehen
manchmal ganze Ortschaften einfach um, wenn es andernorts besser, schöner
oder wärmer zu sein scheint. Kobolde sind untereinander gesellig,
fröhlich und verlässlich und die meisten Sippen bleiben ihr
ganzes Leben lang zusammen (was praktisch ewig ist, kommen sie nicht durch
Gewalt zu Tode). Allerdings scheint auch in jedem Kobold ein verwegener
Abenteurer zu stecken, denn immer wieder kommt es vor, dass einer oder
so gar einige sich aufmachen und die Immerlande erkunden (und in den allermeisten
Fällen schon bald in haarsträubende Geschichten verwickelt sind).
Anderen Wesen und Fremden gegenüber sind Kobolde zurückhaltend
bis misstrauisch - da schon oft versucht wurde, ihre sagenhaften Fähigkeiten,
Gold und Schätze zu "erspüren", zu missbrauchen, haben
sie auch allen Grund dazu. Auf den ersten Blick erscheinen sie Fremden
schnell beleidigt, eigenbrötlerisch, zugeknöpft, habgierig,
verschlagen, streitsüchtig und oft auch eifersüchtig. Ihre positiven
Eigenschaften treten weit weniger offensichtlich zu Tage, und werden sicher
auch nicht jedem sogleich preisgegeben, denn genauso sind Kobolde vorsichtig,
loyal und scharfsinnig, und haben eine schwäche für gutes Essen
(was sie so oft tun, wie sich ihnen Gelegenheit bietet). Hat man sie jedoch
einmal davon überzeugt, ihnen nichts Böses zu wollen, sind sie
freundlich, neugierig, stets bereit, ihr großes Wissen zu teilen
und absolut verlässlich. Einige Kobolde, die es in größere
Städte wie Talyra oder Fa'Sheel verschlagen hat, leben sogar in größerer
Zahl in friedlicher und produktiver Koexistenz mit "den Großen
Leuten", wie sie ausnahmslos alle größeren Rassen nennen,
zusammen.
Religionen:
Die Kobolde verehren alle Götter Rohas, ebenso Ealara, die Grüne
Erdenmutter und eine Vielzahl glorifizierter Ahnen und Koboldshelden aus
vergangenen Tagen.
Sprache(n):
Alle Kobolde sprechen ihre eigene Sprache, dass Tantkrat, eine absolut
unaussprechliche und von niemandem sonst erlernbare Sprache, die den Weisen
und Schriftgelehrten der Immerlande schon seit Jahrtausenden Rätsel
aufgibt - noch viel mehr als Zwergisch oder die Feensprache.
Heimatlande:
Wie auch die Feen leben Kobolde praktisch überall in den Immerlanden, wo es ihnen gefällt und man trifft sie vom hohen Norden bis in den Süden an - die einzigen Orte, die sie meiden, sind tropische Dschungelgebiete, denn mit feuchter Hitze können Kobolde wenig anfangen.
Vorurteile:
Kobolde neigen dazu alle Großen zunächst einmal
für dumm und grausam zu halten, doch benimmt man sich, hält
das meist nicht lange vor. Elben scheinen sie jedoch aus irgendeinem Grund
nicht sonderlich zu mögen, ganz im Gegensatz zu den Feen, auch wenn
kein Kobold begründen könnte, warum eigentlich.
(Übliche) Berufe:
Unter Kobolden sind nahezu alle bekannten Berufszweige vertreten - den
besonderen Rasseumständen angepasst natürlich.
Waffen und Rüstungen:
Kobolde verlassen sich zu ihrem Schutz mehr auf ihre besonderen Fähigkeiten,
als auf Waffenstärke, doch sie sind überraschend geschickt mit
Dolch und Wurfwaffen, so lange diese nicht aus Eisen bestehen. Wenn überhaupt
tragen sie höchstens leichte Rinden- oder Lederpanzer.
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