|
Die Riesen
(auch Thursen, Hrimthursen, Jötunn, Joten oder Reifriesen genannt)
Physische Erscheinung:
Männer wie Frauen der Reifriesen sind ungeheuer stark und von schwerem, gedrungenem Körperbau. Mit einer Durchschnittsgröße von etwa 3, 50 - 4 Schritt sind sie auch die größte aller Rassen. Vereinzelt berichten alte Legenden von Riesenkönigen, die 15 Fuß hoch gewesen sein sollen, doch ob das der Wahrheit entspricht, vermag heute niemand mehr zu sagen.
Die Haut der Riesen ist wettergegerbt und ledrig, dabei jedoch blassblau oder grau und scheint stets wie von einer glitzernden Reifschicht überzogen, was ihnen auch ihren Namen eingebracht hat. Sie besitzen auffällig flache Gesichter mit breiten, hohen Wangenknochen, prägnanten Brauenwülsten und breiten Kiefern, wirken jedoch durchaus menschlich und keineswegs hässlich oder grob, bis auf ihre schiere Größe und Kraft. Ihre Augen sind zumeist grau, blau, grün oder dunkel und weisen ebenso wie ihr meist gräuliches oder weißes Haar alle Farbschattierungen von Winter, Schnee und Eis auf.
In lange vergangener Zeit, als die Riesen ihr Königreich noch am Fuß des Wolkenthrons hatten, soll ihre Erscheinung weit weniger winterlich gewesen sein und alle Farben der Erde und der Berge umfasst haben, doch in ihrer neuen Heimat, dem ewigen Eis, veränderte sich auch das Aussehen der Riesen.
Lebenserwartung und Widerstandskräfte:
Die durchschnittliche Lebenserwartung der Riesen ist relativ gering und liegt etwa bei 40 – 50 Jahren. Wie ihre nordischen Namen Hrimthursen oder Reifriesen schon verraten, machen ihnen selbst klirrende Kälte und eisigster Frost nicht das Geringste aus. Unter südlicher Hitze hingegen würden sie weit mehr leiden als alle anderen Völker der Immerlande.
Besondere Fähigkeiten:
Außer ihrer ungeheuren physischen Stärke haben Riesen keine besonderen Fähigkeiten.
Kleidung und Schmuck:
Hrimthursen tragen Kleidung aus grob gegerbten Lederhäuten, sowie Felle und Pelze von Gronabären, Reins oder Muskhrútars. Ihr Schmuck ist aus Bronze, Knochen, Horn oder Elfenbein, und oftmals voller uralter Symbolik. Gold und Silber dagegen schenken sie keine Beachtung, nicht einmal kostbarsten Beutestücken, jedenfalls nicht als Trophäen oder Zierrat, mit dem sie sich behängen. Sie wissen den Wert edler Metalle jedoch durchaus zu schätzen.
Restriktionen:
Es gibt keinerlei Begabung für arkane Magie unter den Reifriesen.
Lebensgewohnheiten und Verhalten:
Selbst die weisesten Völkerkundler der Immerlande wissen nur wenig über das Verhalten und tägliche Leben der Riesen Sie gehören zu den uralten Gründerrassen, doch ihr Königreich am Fuß des Wolkenthrons ist so lange schon vergangen, dass nicht einmal mehr ein Name von ihm kündet - und wenn sie jemals so etwas wie eine Kultur besessen haben, so ging jedes Wissen darüber im Lauf der Jahrhunderte verloren. Man weiß über die Reifriesen nur, dass sie in Familienverbänden leben, die manchmal mehrere hundert Personen umfassen können. Ihre Häuser errichten sie aus Schneeblöcken oder Mammutknochen und Häuten. Sie sind Jäger und Sammler und betreiben, schon bedingt durch das Klima ihrer neuen Heimat Gronaland, keinerlei Ackerbau. Auch begegnen sie allen anderen Völkern der Immerlande feindlich und kriegerisch. Es gibt praktisch kein Volk im Norden der Immerlande, das nicht schon einmal gegen Riesen gekämpft hat oder aber Opfer ihrer gelegentlichen Raubzüge wurde.
Religionen:
Von den zwölf Göttern und ihren Archonen verehren die Hrimthursen vor allem Ogh, den Hüter der Wahren Namen, den Herren der Runen, den sie als ihren Stammvater ansehen. Auch Sithech und seinen Archonen, vor allem Kenen und Chol, verehren sie in primitiven Kulten und opfern ihm Gefangene oder Beute. Ansonsten glauben sie an glorifizierte Ahnen, eine Vielzahl von Naturgeistern und die unberechenbare Allmacht ihrer lebensfeindlichen Heimat.
Sprache(n):
Sie sprechen das Thursisch oder Thursysk, eine raue, uralte Sprache aus knurrigen Kehllauten. Manche der Reifriesen sprechen vielleicht auch ein paar Brocken Norrœnt mál, Barsaskt, Landsmål oder Kalaallisut.
Heimatland:
In lange vergangenen Zeiten herrschten die Riesen über den Nordosten der Immerlande und ihr Königreich lag zu Füßen des Wolkenthrons. Doch in ihrem blutigen Krieg mit den Zwergen wurden sie weit aus ihrer Heimat vertrieben und flohen in den Norden Rohas, wo sie an den Südküsten Gronalands eine neue Heimat fanden. Hin und wieder sollen einzelne Riesen in Immerfrost, auf Barsa, in den Eisigen Öden, im Wolkenthron, ja selbst in den Rhaínlanden gesehen worden sein, doch ob sie dort, fern von ihrem Volk und unter Fremdlingen, die sie hassen, tatsächlich versuchen zu leben oder nur einsame Wanderer (oder Hirngespinste phantasievoller Einwohner) sind, weiß niemand zu sagen.
Vorurteile:
Die Riesen stehen im Ruf, alle freien Völker der Immerlande, zu verachten und ihnen alles andere als freundlich gesinnt zu sein. Sicher ist, dass sie ein äußerst kriegerisches Volk sind. Ganz besonders hassen sie jedoch ihre Todfeinde seit alters her, die Zwerge.
(Übliche) Berufe:
Man weiß nur wenig über ihr tägliches Leben, doch sie sind wohl vor allem Jäger, Sammler und Krieger. Es gibt jedoch mächtige Runenwirker unter den Riesen. Ob sie spirituelle Führer haben, etwa Schamanen oder Priester, ist nicht bekannt.
Waffen und Rüstungen:
Riesen führen kaum Eisenwaffen, da dieses Metall sehr selten und kostbar ist, und kaum zu Waffen in einer für sie brauchbaren Größe verarbeitet wird. Außerdem wird jeder Stahl in der Kälte ihrer Heimat Gronaland stumpf. Sie bevorzugen stets Wuchtwaffen wie Keulen und Streithämmer aus Eisenholz oder Knochen und verwenden Speerspitzen aus Feuerstein. Als Rüstungen dienen ihnen gehärtetes Leder oder dicke Fellwesten.
|