~ Elbenvölker der Immerlande ~

 

Blutelb oder Shebaruc

Die Shebarûc (Blut- oder Nachtelben)

 

Physische Erscheinung:
Die Blutelben sind durchschnittlich etwas kleiner als die übrigen Elben. Die Größe liegt bei männlichen Shebarûc zwischen 1,85 und  2 Schritt, die Frauen bleiben meist noch eine Handspanne kleiner. Ihre Statur gleicht jener von schlanken Menschen, was sie jedoch unübersehbar als Elben kennzeichnet, sind ihre leicht schräg stehenden Katzenaugen und ihre spitzen Ohren. Ihre Haut ist auffallend blass, besitzt jedoch einen opalartigen Schimmer, so dass sie nicht bleich oder gar kränklich wirken. Ihr Haar ist stets dunkel, entweder blau oder rötlich schwarz oder von sehr dunklem Braun, und die Iris ihrer Augen weist pupillenlose Schwärze mit einem roten oder bronzegoldenen Glühen auf.


Lebenserwartung und Widerstandskräfte:
Durch den Sippenmord von Tian Taramar und ihren Verrat am Volk der Schönen und den Göttern verloren die Blutelben ihre Unsterblichkeit. Ihr Leben währt mit bis zu 600 Jahren jedoch noch immer deutlich länger als das der Menschen. Auffallend ist ihre hohe Resistenz gegen arkane Magie, vor allem gegen das Element Feuer.


Besondere Fähigkeiten:
Wie alle Elben verfügen auch die Shebarûc über eine ausgezeichnete Nachtsicht und empathische Fähigkeiten. Arkane Magie liegt ihnen besonders im Blut, sagen die wenigen Gelehrten, die sich mit jenem Volk befassen, und hier sind es vor allem die Elemente Energie und Feuer. Sehr viele Shebarûc dienen jedoch auch den dunklen Archonen und sind erstklassige Nekromanten.

Kleidung und Schmuck:
Die Shebarûc oder Blutelben sind durchaus elegante Erscheinungen. Sie lieben dunkle, eng anliegende Gewänder in Schwarz, Rot, Indigoblau oder Anthrazitgrau, die aufwendig mit komplizierten, prunkvollen Rankmustern und Runen bestickt sind. Ein typisches Gewand von Shebarûcfrauen ist der Keonsam, ein eng anliegendes, knöchellanges Kleid mit hoch geschlossenem Kragen, Schlaufenverschlüssen an den Schultern und Schlitzen an den Seiten aus feinen Stoffen wie Pfauen- oder Atlasseide, Taft und Brokat. Die Hakama ist ein typisches Shebarûc Beinkleid, das in zwei Varianten anzutreffen ist und gleichermaßen von Männern wie Frauen in beiden Formen getragen wird: mit geteilten Beinen wie ein Hosenrock, oder ohne Teilung wie ein Rock. Zur Hakama gehört für gewöhnlich die Burwar, eine halblange Tunika mit strengem, formalem T-Schnitt, die je nach Anlass ganz schlicht oder überreich bestickt  sein kann. Anders als die übrigen Elbenvölker haben die Shebarûc den Wert des Goldes längst schätzen gelernt und tragen gern Schmuck aus schwerem Gold oder edlem Silber, aus Bronze, Elfenbein, Perlen und kostbaren Steinen, bevorzugt Feuersterne, Himmelssterne und Wassersterne.


Restriktionen:
Keine, auch wenn die meisten Shebarûc sehr helles Sonnenlicht nicht mögen und leichter geblendet werden können als andere Völker.


Lebensgewohnheiten und Verhalten:
Die Blutelben oder Shebarûc sind ein mysteriöses, hartherziges Volk, das in strikt getrennten Kasten lebt und streng hierarchisch organisiert ist. Es gibt 13 große Häuser, die allem übergeordnet sind. Die Mitglieder der Häuser wiederum sind in Kasten eingeteilt, vier an der Zahl, die Varna genannt werden. Es gibt vier Varnas:

die Rhaman, traditionell die Gelehrten, die Nekromanten,  Alchemisten, Magier und Barden
die Shadrya, traditionell Krieger, Schurken, Assassinen und Jäger,
die Vaisha, traditionell Händler und Kaufleute
die Shudra, traditionell Handwerker, Tagelöhner und Gaukler.  
Unter den vier Varnas stehen noch die Unberührbaren, jene, die weder einem Haus, noch einer Kaste angehören und von der Gesellschaft ausgestoßen wurden (allerdings erleiden sie dieses Schicksal meist nicht lang, sondern verlieren ihr unwürdiges Leben sehr rasch auf dem Alter des Blutes in Ashrakul, dem Tempel der Finsternis).

Jeder Shebarûc gehört also einem der 13 Häuser an und zu einer Kaste. Sowohl in das Haus, als auch in die jeweilige Kaste wird man hineingeboren. Die Zuordnung zu einer Kaste sagt jedoch nichts über „wohlhabend“ oder „arm“ aus. Es handelt sich weitgehend um eine Einteilung nach althergebrachten Traditionen und Aufgabenbereichen, nicht jedoch um „Oberschicht“ oder "Unterschicht“, die sich nach dem jeweiligen persönlichen Reichtum richtet. Durch jahrhundertelange Ausbeutung findet sich Armut jedoch tendenziell mehr bei Shudras und Unberührbaren, obwohl auch Angehörige der obersten Kaste sehr schlecht gestellt sein können. Ein Aufstieg - oder Abstieg - in persönlichem Ansehen und Macht ist praktisch nur durch Heirat möglich, wobei die Frauen stets sowohl das Haus, als auch die Kaste ihres Mannes annehmen und die Kinder immer den Rang der Mutter erhalten. Im Wesentlichen folgen alle Shebarûc einer goldenen Regel in ihrem Leben: Erweise Respekt allen, die über dir stehen und verlange absoluten Gehorsam von allen, die unter dir stehen. Gegenüber Fremden sind Blutelben misstrauisch, überheblich, abweisend und feindlich. Kontakte zu anderen Völkern pflegen sie nicht, außer es bringt ihnen in irgendeiner Weise Vorteile ein - sei es an Macht oder Gold. Ihr Charakter kann zumeist als ziemlich bösartig und hinterhältig beschreiben werden, denn letztendlich dienen sie nur sich selbst. Sie neigen stets zu aggressivem Verhalten, und wenn sie sich gekränkt fühlen, lässt Rache nie lange auf sich warten.


Religion:
Von den Mächten Rohas beten sie nur den Dunklen an, jenen, dessen Namen kein anders Volk ausspricht, und seine finsteren Archonen - Mundus, Sauura, Dauragon, Zer und Neferat. Sie betreiben blutige, finstere Riten und opfern selbst ihre eigenen Kinder auf dem Altar des Blutes an gierige Dämonen und grausame Höllenkreaturen.


Sprache(n):

Ihre eigene dunkle Sprache hat, solange sie nicht geflüstert wird, einen Wohlklang, der durchaus noch die entfernte Verwandtschaft mit den anderen Elbenvölkern erahnen lässt. Wird sie jedoch geflüstert, wandelt sie sich zu einem unheimlichen und bedrohlich krächzenden Zischen. Wenn sie überhaupt Worte einer anderen Sprache in den Mund nehmen, dann mit einem starken und unüberhörbaren Akzent.


Heimatland:
Die Höhlen von Dror Elymh unter dem Berg Mutter Dunkel an der Rubinküste.


Vorurteile:
Sie hassen prinzipiell alle und alles, was nicht wie sie dem Dunklen und der Dunkelheit dient. Ihr ganz besonderer Hass gilt aber den Elbenvölkern, die einst ihre Brüder waren.


Übliche Berufe:

Alle bekannten - da sie unterirdisch in ausgedehnten Höhlensystemen leben, betreiben sie jedoch keinerlei Ackerbau im herkömmlichen Sinn.


Waffen und Rüstungen:
Einst waren die Schmiede der Shebarûc berühmt für ihre vorzüglichen Elbenschwerter, und auch heute noch tragen die Blutelben die traditionellen elbischen Waffen, das Caidlor, bestehend aus einem Taqât und einem Tiril'Taqât. Auch Speere, Lang- und Kurzbögen, sowie Armbrüste verwenden sie gern. An Rüstungen bevorzugen sie beschlagenes Leder und leichte Kettenhemden, Shebarûc-Krieger tragen auch stets das Zeichen ihres Hauses auf den Helmen und den Brustharnischen. 




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