~ Echsenvögel der Immerlande ~

Valraun
 

Name:  
Valraun
   
Gattung:  
Vögel/Raubvögel/Echsenvögel
   
Aussehen:  
Valraune zählen zu den immerländischen Echsenvögeln und besitzen keine Federn, sondern eine glatte, ledrige Haut. Die Flugmembranen sind sehr elastisch und können sich beim Fliegen wie Segel blähen oder aber völlig plan liegen, so dass den riesigen Vögeln dadurch ein müheloser und kräfteschonender Gleitflug ermöglicht wird. Die Unterseiten der Flügel sind in einem unauffälligen Graubraun oder Graublau gefärbt, die Oberseiten dagegen sind von einem kräftigen und helleren Blau. Am Hals und auf dem Rücken tragen die Valraune einen Kamm aus dicken, kupfer- oderbronzefarbenen Schuppenplatten, auch der Schädel ist mit hornigen Platten besetzt. Der Schnabel ist goldfarben, sehr lang und sehr kräftig, und an den Enden mit scharfen Zahnreihen ausgestattet. Auf dem Kopf tragen die Vögel zwei gerade, bronzefarbene Hörner.
 
Größe:    
Der Valraun zählt unbestritten zu den größten Vögeln der Immerlande, allein der gewaltige Schädel misst schon mehr als einen Schritt und die Flügelspannweite der riesigen Tiere kann zwischen 10 und 14 Schritt betragen.
   
Gewicht:  
Trotz ihrer immensen Größe sind die Vögel erstaunlich leicht, das durchschnittliche Gewicht eines ausgewachsenen Tieres liegt bei rund 100 Stein.
 
Ernährung:  
Die Nahrung der Valraune besteht zumeist aus Fischen und anderen Meerestieren, die sie während ihres Fluges aus dem Wasser schnappen.
   
Lebensraum und Lebensweise:  
Die Heimat der Valraune sind die Sommerinseln im tropischen Süden der Immerlande. Dort leben sie vorzugsweise an den unzugänglichen, felsigen Küsten der Inseln, die ihnen ausreichend Schutz für ihre Brut gewähren und mit den hohen, schroffen Felsen gute Start- und Landeplätze abgeben. Valraune sind trotz ihrer Größe und der enormen Flügelspannweite recht geschickte und schnelle Flieger, die selbst enge Kurven und Wendungen meistern können; vorzugsweise sind sie aber in langsamem Gleitflug unterwegs und segeln in trägen Kreisen über die Meeresküsten hinweg, wo sie Ausschau nach Fischen und anderem Seegetier halten. Die Landung aus dem Flug erfolgt meist im flachen Wasser oder an ausreichend langen Strandstücken. Zum Starten benutzen die mächtigen Echsenvögel am liebsten hohe Felsen oder Klippen, von deren Spitzen aus sie sich bequem in die Luft schwingen können – zur Not tut es jedoch auch ein Stück flaches Land, vorausgesetzt es ist lang genug für den Anlauf. Valraune bewegen sich erstaunlich oft auch an Land fort, vor allem zur Brutzeit, wobei sie auf den Knie- und Ellbogengelenken ihrer Gliedmaßen laufen und sogar recht gut klettern können. Ein hoch aufgerichteter Valraun, der sich einem auf diese Weise nähert, ist wahrlich ein furchterregender Anblick, obwohl die riesigen Vögel Zweibeinern für gewöhnlich nicht gefährlich werden, solange man sie nicht reizt. Sie brüten in kleinen Kolonien mit bis zu einem Dutzend Tieren, wobei ein Valraunpaar meist sein Leben lang zusammenbleibt und in monogamer Ehe lebt. Nach der Paarung legen die Weibchen meist ein, höchstens zwei Eier, die eine ledrige, gefleckte Schale besitzen. Das Gelege wird von beiden Eltern rund eineinhalb Monde lang bebrütet und die jungen Echsenvögel anschließend noch mehrere Monde lang gefüttert und betreut. Mit etwa zwei Jahren sind sie vollständig ausgewachsen, die Geschlechtsreife erreichen sie mit 8 bis 10 Jahren.
 
Verhalten gegenüber Artgenossen:  
Valraune sind recht soziale Tiere mit einem ausgeprägtem Brutverhalten und leben gern in kleineren Kolonien mit Artgenossen zusammen, wobei die Paare mit ihrer Brut innerhalb dieser Gruppen eher für sich bleiben. Oft schließen sie sich für die Jagd nach Fischen zusammen und segeln im Formationsflug über die Ozeane. Rangkämpfe oder aggressives Verhalten gibt es bei diesen Echsenvögeln selten.
   
Verhalten gegenüber Artfremden:  
Die Echsenvögel bleiben gern für sich und sind sehr vorsichtig, jedoch sind sie weder ängstlich noch scheu – kein Wunder, bei dieser Körpergröße haben sie im Grunde keine Fressfeinde. Lediglich die Brut und die Jungvögel laufen gelegentlich Gefahr, von Panzerechsen oder Riesenschlangen verspeist zu werden. Auch Zweibeinern gegenüber sind Valraune meist friedlich, es sei denn, man kommt ihren Brutplätzen oder den Jungvögeln zu nahe. Sie haben im Grunde ein fast stoisches Gemüt und sind nicht leicht in Rage zu bringen – falls ein unbedachter Fischer oder Abenteurer es dennoch schafft, einen dieser Vögel gegen sich aufzubringen, so sei ihnen dringendst geraten, die Flucht zu ergreifen und zwar möglichst schnell und möglichst, bevor die Vögel sich in die Lüfte erheben können. So friedlich sie im Normalfall auch sind, gegen Feinde und Eindringlinge schließt sich blitzschnell die ganze Kolonie zusammen und jagt den Störenfried ohne Gnade bis sie ihn gefasst hat, und zwar zu Lande und aus der Luft, wobei die Attacken aus der Luft wesentlich gefährlicher und oft tödlich sein können.
   
Lebenserwartung:  
Valraune können recht alt werden, eine Lebenserwartung von 60 und mehr Jahren ist keine Seltenheit.
   
Besondere Fähigkeiten:    
Bis auf ihre Flugkünste haben die Vögel kleine besonderen Fähigkeiten. Es umgibt sie jedoch etwas seltsam Geheimnisvolles und sie sind Teil vieler uralter Uuma-Legenden. Die Waldmenschen schwören zum Beispiel Stein und Bein darauf, dass die Valraune die überlebenden Abkömmlinge der Ariakasz seien, der legendären Echsenwesen, die einst die Sommerinseln besiedelt hatten. So genießen die Valraune bei den Uuma auch höchsten Respekt und große Ehrerbietung.
 
Items:  
Haut (Leder), Hörner, Zähne, Eier

Valraun


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