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Perlenpfau
Name:
Perlenpfau, Jungfernpfau, Brautschleppenpfau
Gattung:
Vögel/Hühnervögel/Pfauen
Aussehen:
Perlenpfauen sind prachtvolle Tiere – schon die Weibchen, die in der Regel ein etwas schlichteres Gefieder tragen und nicht über die lange Schleppe der Männchen verfügen, sind wunderschöne und anmutige Tiere, doch die Pracht der Pfauenhähne übertrifft dies noch bei weitem. Bis vielleicht auf die Männchen andersfarbiger Artgenossen gibt es im immerländischen Tierreich keine Vogelart, die ein derart aufsehenerregendes Gefieder vorweisen kann wie ein Perlenpfauenhahn, nicht einmal das Schmuckfederkleid der Göttervögel kann damit konkurrieren. Die Hähne tragen lange, voluminöse Schleppen aus unzähligen Federn, von denen jede für sich schon ein kleines Kunstwerk ist. Einzelne Exemplare aus den Deckfedern können durchaus bis zu 2 Schritt und mehr an Länge erreichen. Die langen Schwanzfedern sind an ihren Enden mit dreieckigen Quasten ausgestattet und weisen der ganzen Länge kleine Verdickungen auf, die wie Perlen funkeln. Überhaupt scheint das ganze Gefieder von innen heraus wie silbriges Mondlicht zu erstrahlen – wobei es sich nicht um eine optische Täuschung handelt, sondern um eine sichtbare Tatsache. Grund dafür sind die feinen Luftkammern in jedem einzelnen Federhaar: in ihnen bricht sich das einfallende Licht und gibt den Pfauenfedern ihren einzigartigen Glanz. Hähne wie Hennen tragen als Schmuck auch noch ein feines Federkrönchen auf dem Haupt, was ihnen ein ganz und gar königliches Aussehen verleiht.
Größe:
Die Kopf-Rumpf-Länge der Perlenpfauen schwankt zwischen etwa 60 bis 70 Sekheln bei weiblichen und 70 bis 90 Sekheln bei männlichen Tieren.
Gewicht:
Die Pfauenhennen, die in der Regel kleiner und leichter sind als die Hähne, wiegen ausgewachsen etwa 2,5 bis 4 Stein; die erwachsenen Pfauenhähne erreichen ein Gewicht von etwa 4 bis 6 Stein.
Ernährung:
Perlenpfauen sind Allesfresser – ihre Nahrung besteht größtenteils aus Samen, Früchten, Gräsern, Blüten, Insekten und kleinen Wirbeltieren. Besonders angetan haben es ihnen junge Schlangen; sie schrecken auch vor giftigen Exemplaren nicht zurück und regulieren so vielerorts deren übermäßige Vermehrung. Diese Eigenschaft macht sie überall in ihrem Lebensraum zu gern gesehenen Vögeln und auch aus Siedlungen werden sie nicht verjagt.
Lebensraum und Lebensweise:
Die prächtigen Perlenpfaue sind Tiere der tropischen bis subtropischen Wälder, besonders verbreitet sind sie dabei in den feuchtwarmen Dschungelgebieten auf den Sommerinseln. Sie lieben Wärme und vor allem Wasser, obwohl sie keine Wasservögel sind und sich nur äußerst selten hineinwagen. Nichtsdestotrotz bevölkern sie gern die Nähe von Flüssen, Bachläufen und Sumpfgebieten. Perlenpfauen sind sehr standorttreu und wechseln nur selten ein einmal gewähltes Revier. Zur Nahrungssuche kommen die Vögel in den Morgen- und Abendstunden in Familiengruppen auf die Felder und in offenes Gelände heraus. Meist besteht eine Gruppe aus einem Pfauenhahn, seinen etwa sieben bis zehn Hennen, sowie dem noch nicht geschlechtsreifen Nachwuchs. Wundervoll anzusehen sind balzende Pfauenmännchen: um die Weibchen zu beeindrucken, stellen sie die Federn ihrer Schwanzschleppe zu einem vollendeten Federrad auf und präsentieren sich stolz von allen Seiten, wobei die Hennen natürlich denjenigen Hahn wählen, der das beeindruckendste Rad sein eigen nennt. Nach der Begattung legt die Henne in versteckte Nester in Sträuchern oder Gebüsch ein Gelege von mehreren Eiern, die sie etwa einen Mond lang bebrütet. Die Küken haben zunächst ein zartbraunes Flaumgefieder, die Jungvögel später ein schmuckloses Kleid, und erst nach der Geschlechtsreife wachsen die Federkronen auf dem Kopf und bei den Hähnen die langen Schleppenfedern. Eine Kuriosität bei balzenden Hähnen ist ihre prompte Reaktion auf jedes hennenähnliche Geräusch – so passiert es nicht selten, dass die Hähne sich zum Beispiel vom klickenden Geräusch eines einschnappenden Türschlosses anlocken lassen und mit imposant aufgestelltem Federrad die Tür anbalzen.
Verhalten gegenüber Artgenossen:
Die Hennen des Perlenpfaus verhalten sich untereinander stets friedlich – im Gegensatz zu den Männchen. Die Hähne können sich schon außerhalb der Paarungszeiten nicht riechen und verhalten sich aggressiv, zur Balzzeit in den Sommermonaten wird ihre Angriffslust jedoch so stark, dass sie sogar ihre Spiegelbilder angreifen, die auf Wasserflächen schimmern. Die Kämpfe der Hähne gehen zwar meist unblutig und ohne große Blessuren aus, doch finden sie stets mit immensem Gekreische, Gehacke und einer Menge verlorener Federn statt.
Verhalten gegenüber Artfremden:
Größeren Tieren, vor allem ihren Fressfeinden wie Fleckenpanthern und Tigern gegenüber reagieren die Perlenpfauen mit Flucht. Zweibeinern gegenüber können sie jedoch recht zutraulich werden, so sind sie in vielen Siedlungen im Dschungel gern gesehene Gäste.
Lebenserwartung:
Sofern sie nicht von irgendeiner Großkatze gefressen werden, können Perlenpfauen durchaus 20 Jahre und älter werden.
Besondere Fähigkeiten:
Perlenpfauen sind Schlangenvertilger und deswegen in den meisten Siedlungen nicht nur wegen ihrer Schönheit gern gesehen. Zudem besitzen sie feine Instinkte, was das Nahen von Raubtieren angeht, und warnen zum Beispiel vor Tigern und anderen Raubkatzen mit lautem Geschrei – ein weiterer Grund, weshalb sie in gutem Ruf stehen. Die prachtvollen weißen Vögel werden zudem gern als Ziervögel gehalten und sind oft in den Palästen, Gärten und Parks Reicher und Adliger zu finden.
Items:
Federn |