Kleider machen Leute...

Das gilt natürlich ebenso in den Immerlanden. Hier findet ihr eine Übersicht über die natürlichen Rohstoffe der Immerlande, die zur Herstellung verschiedener Stoffe und Gewebe gebraucht werden, über die Stoffarten und ihre Verwendung, ein kleines "Lexikon der Begriffe" von Kleidungsstücken, die ein wenig exotischer sind als Hemd, Hose, Kleid, Gewand und Rock, und schließlich noch eine kurze Beschreibung der jeweils landesüblichen Gewänder und Nationaltrachten.

 

Rohstoffe

Baumwolle:
Baumwolle wird aus den feinen Samenhaaren der Baumwollpflanze hergestellt, die vor allem im Süden der Immerlande gedeiht. Die Fasern werden zu dünnen Fäden versponnen, aus denen unterschiedliche Stoffe und leichte Kleidung hergestellt werden können. Stoffe aus Baumwolle sind zum Beispiel Kattun, Rips, Musselin, Gaze, Barchent, Flanell und Batist.

Jute:
Jute ist eine goldfarbene Bastfaser und wird aus den Stengeln einer krautartigen Pflanze gewonnen, die hauptsächlich in immerfeuchtem Tropenklima angebaut wird, was sie im Süden und Südosten des Kontinents zu einer häufig verwendeten Kleidungsfaser macht. Stoffe aus Jutegarn sind sehr fest und oft sehr grob gewebt.

Leinen:
Leinen wird aus der Flachspflanze gewonnen, die praktisch überall in den Immerlanden gedeiht, und das Linnen, wie es auch genannt wird, zu einem preiswerten, weit verbreiteten Material für allerhand Stoffe macht. Grob gewebter Leinenstoff wird zum Beispiel für dichtes Segeltuch und Leinwand gebraucht, aus ganz fein versponnenem lassen sich auch dünnste Wäschestoffe herstellen. Leinenstoffe sind zum Beispiel Leinwand, Segeltuch, Batist und Damast.

Wolle:
Wolle ist eine Faser, die aus abgescherten Tierhaaren gewonnen und anschließend versponnen wird, um zu Wolltuch oder Strickgarn verarbeitet zu werden. Am weitesten und in den ganzen Immerlanden verbreitet ist die Schafwolle, der meistgenutzte Rohstoff für Kleidung. Doch es gibt auch sehr viel feinere und exotischere Wollarten: feine, leichte Mohairwolle von langhaarigen Ziegen, die seidenweiche Wolle der Angorakaninchen oder feines Kamelhaar aus Azurien. Wollstoffe sind zum Beispiel Loden, Wolltuch, feiner Wollbatist oder festes Öltuch.

Seide:
Seide ist das wohl feinste und kostbarste Material, aus dem Kleidungsstoffe gewebt werden. Sie wird aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen und ihre Herstellung ist sehr kostspielig und aufwendig. Die schönsten Seidenstoffe der Immerlande kommen aus Ceresdor in den Ostlanden. Seidenstoffe sind beispielsweise Taft, Seidengaze, Seidensamt, feiner Musselin, Atlasseide und Seidenbrokat. Eine ganz besondere, nahezu unbezahlbare Kostbarkeit stellt die hauchfeine Spinnenseide aus Immerfrost dar.



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Stoffarten und ihre Verwendung


Je kostbarer und aufwändiger ein Stoff in Herstellung und Verarbeitung ist, desto teurer ist er natürlich, was sich auch in den Bekleidungsgewohnheiten der Bevölkerung niederschlägt. Einfaches Volk trägt gewöhnlich auch einfache Kleidung, schlichte und grob gewebte Gewänder aus Schafwolle oder Leinen, die im Preis niedrig und leicht zu bekommen sind. Oft werden die Stoffe auch selbst gewebt und die Kleidung von Hand angefertigt, da ein Schneider für diese Bevölkerungsschichten praktisch unbezahlbar ist. Je wohlhabender jemand ist, desto mehr "gute" Stoffe und Kleidungsstücke kann er sich folglich leisten. Bestimmte Kleiderstoffe sind allerdings den wirklich wohlhabenden Bevölkerungsgruppen vorbehalten, da der Kauf solcher Stoffe und Kleider oft ein wahres Vermögen kostet. Besonders teuer sind dabei alle Gewebe aus Seide, sehr feine Wolltuche und exotische Wollsorten wie Mohair oder Kamelhaar, Samt, Brokat und alle aufwändig gemusterten, verzierten, bestickten Gewebe, auch feine Ledersorten und Pelze gehören dazu.

Atlas
Atlasseide ist eine schwere, dicke, schimmernde Seide, aus der kostbare, festliche Gewänder hergestellt werden.

Barchent
Barchent ist ein festes, robustes Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen, das in sogenannter Köperbindung gewebt und oft noch aufgerauht wird. Es wird meist für strapazierfähige Arbeitskleidung oder für Winterkleider verwendet.

Batist
Batist ist ein sehr zartes, leicht durchscheinendes Gewebe aus Baumwolle oder feinversponnener Wolle, das für Leib- und Nachtwäsche und feine, edle Hemden und Unterkleider verwendet wird.

Beiderwand
Beiderwand ist ein gröberes Mischgewebe aus Leinen und Wolle, das vor allem in ländlicher Bekleidung Gebrauch findet. Es wird zu Röcken, Hosen oder Mänteln verarbeitet.

Brokat
Brokat ist ein schwerer, glänzender Stoff mit eingewebten Mustern, der zumeist aus Seide gefertigt wird und entsprechend teuer ist. Seine Herstellung ist sehr aufwendig und Gewänder aus Brokat gehören zu den kostbarsten Kleidungsstücken, vor allem Gold- oder Silberbrokat, in den schimmernde Fäden aus diesen Materialien eingewebt sind.

Byssus- oder Muschelseide
Sie wird aus dem Faserbart einer Muschelart gewonnen, die diese per Sekret zum Festhalten am, Untergrund produziert. Die Fasern sind fein, weich, mit starkem Glanz und olivenfarben. Sie sind obendrein äußerst widerstandsfähig und werden vorwiegend für Strümpfe und Handschuhe verwendet. Auch ist sie ein absolutes Luxusmaterial, dass sich nur die Allerwohlhabendsten leisten können. Für 1 Kilo Roh-Byssus werden ca 1.000 Muscheln benötigt, woraus dann aber auch höchstehns 300 g Muschelseide hergestellt werden können.


Feenseide
Feenseide ist ein hauchzartes, durchscheinendes Gewebe aus Seidenfasern, aus dem vor allem feinste Nachtwäsche und schleierzarte Kleidungsstücke hergestellt werden.

Flanell

Flanell ist ein gewebter Stoff aus Baumwolle oder Wolle, der auf einer Seite aufgerauht wird und so besonders weich und warm ist. Aus ihm werden oft Nachtwäsche, Hemden oder Bettzeug genäht.

Gaze
Ein dünner, schleierzarter Stoff aus Seide oder Baumwolle, der nicht nur für Wäsche und leichte Oberbekleidung gebräuchlich ist, sondern aus dem auch oft feine Fenstervorhänge genäht werden.

Loden
Loden ist ein schwerer, dichter Wollstoff, zumeist aus Schafwolle, der für Umhänge, Mäntel, Überwürfe und wetterfeste Kleidung verwendet wird.

Musselin
Musselin wird aus Wolle oder Baumwolle hergestellt und ist ein feiner, locker gewebter Stoff mit einem weichen, unscheinbaren Faserflaum auf der Oberfläche. Aus Musselin werden leichte Hemden, Kleider und Leibwäsche gefertigt.

Organza
Organza wird meist aus Seidenfasern gewebt und ist ein sehr zartes, steifes und durchscheinendes Gewebe, aus dem aufwendig drapierte Festgewänder oder bauschige Unterröcke hergestellt werden.

Pfauenseide
Ein Seidengewebe, in das entkielte Pfauenfedern eingewebt werden, und so ein samtartiges, je nach Lichteinfall vielfarbig schillerndes Material ergeben (oder ein reinweiß schimmerndes, wenn weiße Pfauenfedern verwendet wurden)

Sâmit oder Sammit
Es handelt sich hier um einen besonders dichten Seidenstoff, der sich durch eine trotz der Musterung auffallend glatte Oberfläche auszeichnet. Er wird ausschließlich für besonders kostbare Festgewänder verwendet.

Samt
Samt ist mit einer der edelsten und teuersten Stoffe, ein weiches, schimmerndes, hochfloriges Gewebe aus Seide oder Baumwolle, das zu kostbaren Gewändern, Kleidern und Mäntel verarbeitet wird.

Taft
Taft wird aus Seidenfasern hergestellt und ist ein halbsteifes, schimmerndes Gewebe mit feinem Glanz, das zu festlichen Gewändern und Kleidern verarbeitet wird.


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Begriffe und Namen


Barett
Ein Barett ist eine flache, runde oder eckige Kopfbedeckung aus Stoff, Samt oder gefütterter Seide ohne Schirm oder Krempe. Oft wird es noch mit Federn, Perlenschnüren, Stickereien oder Spangen geschmückt.

Beinlinge
Beinlinge
sind eine vereinfachte, frühe Form der Hose und sehen in etwa aus wie lange Strümpfe. Sie werden mit Nesteln an der Unterkleidung befestigt. Das Material für Beinlinge variiert von Leder bis hin zu verschiedensten Stoffen.

Bruche
Ein als Hose getragenes, zwischen den Beinen durchgezogenes und in der Taille mit einem Gürtel befestigtes Stoffstück, das armen oder unfrei geborenen die Leibwäsche ersetzt.

Burnus
Burnus nennt man einen weiten, langen Kapuzenmantel, meist aus leichtem Stoff, der bevorzugt in südlichen Gefilden und von Wüstenbewohnern getragen wird.

Burka
Die Burka ist ein schlichtes, sackähnliches Frauengewand. Es besteht aus einem großen, kreisförmigen Stofftuch, das in der Mitte mit einer Haube oder flachen Kappe vernäht ist und den Kopf und den gesamten Körper bedeckt. Burkas werden oft von den Frauen der Wüstenvölker getragen.

Calotte
Die Calotte ist eine Art Haube oder Haarnetz aus seidenen Schnüren, die mit Stickereien, Gold und Perlen verziert sein kann. Besonders edel sind Calottes aus Silber- oder Goldfäden oder welche, die mit Edelsteinen verziert sind.

Capa
Ein vorne offener Umhang in rundem Schnitt. Meist aus Samt oder Seide und je nach Träger mit und ohne Kragen gefertigt. Häufig wird er dekorativ über die linke Schulter gelegt. Ein rein dekoratives Kleidungsstück für Adel und Wohlhabende.

Cotte
Ein Gewandungsteil, das von Männern und Frauen gleichermaßen unter dem Obergewand oder seltener dem Mantel getragen wird. Sie hat ein mehr oder weniger anliegendes Oberteil, meist mit rundem Ausschnitt und meistens enge Ärmel. Bei Männern häufig auch vorne geschlitzt, damit sie beim reiten nicht stört. Bei Frauen häufig körperbetont, mit eingesetzten Geren für Falten und schwingende Weite im Rock sowie einer Schnürung des Oberteils versehen.

Fibel
Fibel nennt man eine broschenähnliche Gewandnadel, mit der Kleider, Mäntel oder Umhänge geschlossen werden. Fibeln sind zumeist aus Metall und es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen, von schlicht und einfach bis hin zum kostbar verzierten Kleinod.

Flügelärmel
Diese geschlossene Ärmelform öffnet sich weit nach unten, am Hinterarm bis zu schleppenartiger Länge manchmal auch gezaddelt oder innen längs aufgeschlitzt. Manchmal auch als Hängeärmel bezeichnet.

Fußlappen
Fußlappen sind die einfachste Form der Fußbekleidung, die oft von ärmeren Bevölkerungsschichten an Stelle von Schuhen und Strümpfen getragen werden. Es sind meist simple Lappen oder Tücher, oft auch aus Fell oder Leder, die um die Füße gelegt oder gefaltet werden. Als Ersatz für richtige Strümpfe, deren Herstellung komplizierter und teurer ist, werden sie auch oft in Stiefeln und Schuhwerk getragen, um ein Wundscheuern zu verhindern.

Gambeson
Ein Gambeson ist ein gestepptes, wattiertes Gewand, das unter Rüstung und Kettenhemd getragen wird, um vor Quetschungen und Hautabschürfungen zu schützen. Der Gambeson besteht entweder aus zwei Lagen festen Stoffes, zwischen die Füllmaterial wie Wolle oder Tuch genäht wird, oder aus mehreren Lagen dicken Stoffes, die durchgesteppt werden..

Gugel
Als Gugel bezeichnet man eine Art Kapuze aus Stoff, die teilweise auch die Schultern des Trägers bedeckt. Gugeln werden meistens aus dickerem Stoff wie Wolltuch oder Loden hergestellt.

Hängeärmel
Ein hinter dem Arm vom Ellenbogen oder bereits von der Schulter an herab hängender, offener Ärmel, der den Ärmel des Untergewandes oder auch den bloßen Arm sehen lässt.

Hennin
Eine hohe, auf dem Kopf getragene Spitze mit langem Schleier. Es gibt sie in verschiedenen Variationen z.B. mit doppelter Schleierkonstruktion als Schmetterlingshaube, oder als Hörnerhaube mit seitlichen Verstärkungen die an Widderhörner erinnern. Verzierungen mit kostbaren Borten, Stickereien und sogar Juwelen sind nicht ungewöhnlich.

Houppelande
Ein langes, weites, mantelartiges Obergewand für Männer und Frauen mit weiten, voluminösen Ärmeln. Es ist häufig vorne offen und wird stets gegürtet getragen. In der kurzen oder halblangen Variante wird es ausschließlich von Männern getragen und weist dann oft Reitschlitze und Stehkragen auf.

Kaftan
Ein Kaftan ist ein langes Hemd aus Woll- oder Seidenstoff, das über den Hüften gegürtet wird. Verbreitet sind Kaftane in südlichen Ländern und Wüstengebieten, sie werden von Frauen wie Männern getragen und können oft prachtvoll und aufwändig bestickt sein.

Kilt
Ein Kilt ist ein aus Wolle gewebter, kunstvoll gefalteter Wickelrock, der vor allem von Laiginer Männern als Landestracht getragen wird. Eine vereinfachte Form des traditionellen Kilts sind eineinhalb Schritt breite und vier bis sechs Schritt breite Stoffbahnen, die aufwändig gefaltet und um den Körper drapiert werden, wobei ein loses Ende wie eine Schärpe über die Schulter gelegt wird.

Nestel
Schnur, Riemen oder Band zum Verbinden zweier Kleidungsstücke oder Teile, oder als Kleiderverschluss

Nuschenmantel
Ein Umhang mit einem Kreissegmente als Schnittform, der auf der Brust von einer Spange, der Nusche gehalten wird.

Robe
Roben sind bodenlange, festlich anmutende Gewänder aus unterschiedlichsten, meist edlen Stoffen. Nicht nur prunkvolle Frauengewänder werden so bezeichnet, sondern auch die Gewänder von Klerikern, von Priestern, Magiern, Gelehrten oder Alchimisten.

Sari
Als Sari bezeichnet man ein Wickelgewand für Frauen, das aus einer breiten, etwa sechs Schritt langen Stoffbahn besteht. Saris sind oft kunstvoll verziert, mit Perlen und Edelsteinen verziert oder mit Borten aus Goldbrokat gesäumt.

Sarong
Ein Sarong ist ein einfacher Rock, der aus einer geraden, zusammengenähten Stoffbahn besteht und auf den Hüften von einem Knoten gehalten wird. Verbreitet sind Sarongs vor allem in tropischen Gebieten.

Schaube
Ein weites Obergewand der wohlhabenden Bürger, das vorn offen und meist knöchellang getragen wird. Charakteristisch ist der breite, auf der Schulter aufliegendem Schalkragen. Es wird mit jeder erdenklichen Ärmelform getragen, am häufigsten sind jedoch Hängeärmel. Fast immer in edler Ausführung mit kostbaren Stoffen und mit Pelzverbrämung, oder Pelzfutter.

Schleppe
Die überlange, nachschleifende hintere Rockpartie, manchmal auch eine separate, an den Schultern oder in der Taille angebrachte Stoffbahn. Ein rein repräsentatives Element der Kleidung, dessen Länge sich nach Rang und Vermögen richtet.

Suckenie
Ein weites, ärmelloses Obergewand für vornehme Männer und Frauen, dessen Armausschnitt je nach Wunsch oder Mode unterschiedlich groß ausfallen kann. Es wird über einem Untergewand getragen.

Surkot
Ein höfisches Obergewand für Männer wie Frauen, das es in unzähligen Varianten gibt. Weit fallend und ungegürtet, mit kürzeren, weiten Ärmeln, mit hängenden Zierärmeln, nur mit Armlöchern unterschiedlicher Größe, die dann häufig pelzverbrämt oder mit kostbaren Borten gesäumt sind und darunter bei Frauen das eng anliegende Unterkleid erkennen lassen

Tappert / Tabart
Ein knöchellanges bis kniekurzes, auffallend faltenreiches Obergewand für Männer, das meistens ungegürtet getragen wird. In der seitlich vom Saum aus bis fast in Schulterhöhe offen Form oft ärmellos. In der geschlossener Form auch mit verschiedenen Ärmelvarianten. Wird im Allgemeinen über dem Wams getragen.

Tasselmantel
Ein halbkreisförmig geschnittener, langer Mantel für Frauen und Männer, der vorn mit Tasseln geschlossen. Bei niederen Ständen meist aus einfacher Wolle. Bei Wohlhabenden aus teuren Stoffen, oft auch mit Pelzen verbrämt oder gefüttert und für mehr Stoff-Fülle als Dreiviertel- oder Vollkreis-Mantel.

Tasseln
Zwei meist runde, scheibenförmige Schmuckelemente am Mantel, die beiderseits der vorderen Öffnung am Halsausschnittes angebracht sind und mit einer Kette oder einem Band verbunden werden.

Trichterärmel
Ärmel mit einer trichterförmiger Erweiterung von der Schulter aus, dreiviertel- bis siebenachtellang und vergleichbar mit dem Tütenärmel.

Trippen
Flache Untersohle aus Holz einer Bändern oder Riemen als Halterung, oft mit zwei zusätzlichen Holzstützen. Sie werden getragen um die Schuhe gegen vor dem Straßenschmutz zu schützen.

Tütenärmel
Ein sich zum Handgelenk hin tütenförmig erweiterter, weit herab hängender Ärmel, der manchmal auch gezaddelt wird. Vom Aussehen her mit Flügeln vergleichbar, weswegen er auch oft Flügelärmel genannt wird.

Tunika
Die Tunika ist ein einfaches, hemdähnliches Kleidungsstück aus Wolle, Leinen oder Baumwolle, das auf den Hüften mit einem Gürtel zusammengehalten wird.

Wams
Ein meistens eng anliegendes Oberteil für Männer, in der Regel mit Ärmeln und vorn geknöpft oder geschnürt. Als gepolsterte Variante wird es zum Schutz unter Kettenhemd oder Panzer getragen. Oft jedoch auch als repräsentatives Kleidungsstück ohne jede Überkleidung, jedoch über dem Hemd getragen, und dann mit tiefem Ausschnitt, dekorativen Schlitzen um den kostbaren Stoff des Hemdes sehen zu lassen und in den unterschiedlichsten Kragenvarianten

Wappenrock
Der Wappenrock ist ein dem Surkot sehr ähnliches Kleidungsstück, das als heraldische Kennzeichnung des Trägers über der Rüstung eines Ritters, Lords, Fürsten, Königs oder sonstigen Herrschers getragen wird. Der Wappenrock kann aufwändig oder schlicht gehalten sein, ist jedoch immer mit Wappen und Farben des Trägers geschmückt.

Zaddel

Eine Verzierung an den Kanten beliebiger Kleidungsstücke, vor allem an Säumen von Gewändern und weiten Ärmeln, auch in mehreren Reihen übereinander als Zacken oder Einschnitte der unterschiedlichsten Formen. Ein Merkmal der Kleidung wohlhabender Leute.


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