~Bekannte Werke und ihre Autoren ~

 

Die Anzahl der literarischen Werke der Immerlande, die in Buchform gebunden sind, ist mittlerweile nicht mehr überschaubar, und jedes Volk, ja jede einzelne Region des Kontinents hat ihre eigenen, ganz spezifischen Besonderheiten, ihre eigenen Skriptoren und Gelehrte, die ihr Wissen zwischen kunstvoll verzierten Buchdeckeln anhäufen. Einige Werke gibt es jedoch, die für alle Völker und Regionen gleichermaßen wichtig sind und in nahezu allen Kulturen des Kontinents Verbreitung und Anerkennung finden:


Wissenschaftliche Werke

Immerländisches Brevier der Sternenkunde

Der berühmteste Astronom der Immerlande war zweifellos der Azurianer Sualo'kin Sukinrepok, ein Gelehrter aus Kait Bey, der als Begründer der Sternenkunde gilt. Gelehrt und geforscht hat er bis zu seinem Tod in der alten Sternwarte der Zentauren im Sar Perduin. Seine Himmelsbeobachtungen und sein Wissen über die Gestirne schrieb er in bedeutenden Büchern nieder und erhielt seine Forschungsergebnisse somit den nachfolgenden Generationen. Neben verschiedenen Schriften über spezielle Fragen der Astronomie wie beispielsweise die periodische Wiederkehr von Schweifsternen oder die Berechnung von Sternenkonstellationen schuf er auch ein komplexes Nachschlagewerk, das alle Bereiche der Astronomie abdeckt, das "Immerländische Brevier der Sternenkunde".
 

Atlas des Sternenhimmels

Neben Sukinrepoks "Brevier der Sternenkunde" zählt ein Buch der laiginer Himmelsforscherin Mia Hebnitram zu den grundlegenden Werken der Astronomie, der "Atlas des Sternenhimmels". In genau berechneten und unglaublich detailliert gezeichneten Karten stellt die Gelehrte und Kartographin darin den nächtlichen Himmel und die Position der Sterne dar. Bekannt wurde die Laiginerin vor allem durch die Erschaffung des ersten immerländischen Globus.
 

Großer Atlas der bekannten Welt

Josselin van Govert, ein rhaínländischer Schriftgelehrter und Kartograph aus Lismont, trug jahrzehntelang Landkarten aus aller Herren Länder zusammen, glich den Maßstab der Karten einander an, zeichnete alles akribisch neu auf feinstes Hellegrynder Papier und fasste schließlich alles in einem gewaltigen Folianten zusammen – dem "Großen Atlas der bekannten Welt", der Pläne und Landkarten aus allen Regionen der Immerlande enthält, von den Eisigen Öden hoch im Norden bis zu den Tafarabergen tief im Süden Azuriens, vom Stillen Ozean im Osten bis zu den Silbermeerküsten im Westen. Ein großer Teil des von van Goverts genutzten Kartenmaterials stammte dabei noch aus der Feder der laiginischen Gebrüder Drainghion, die als Kartographen und Landvermesser mehr als fünfzig Jahresläufe lang den Kontinent bereisten.
 

Das Buch gelehrten Wissens


Einer der genialsten Forscher und Erfinder der Immerlande ist der umtriebige Gnom Ielilag O'Elilag, der sich mit so vielen verschiedenen Themen und Aspekten der Wissenschaft befasst, dass er vermutlich eine ganze Bibliothek allein mit seinem gesammelten Wissen füllen könnte. Als Erfinder der Beryllschleiferei, des Teleskopes, der Augengläser als Sehhilfe, einem tragbaren Taschenkompass, einem sonderbar anmutenden Gegenstand zum Feststellen der Temperatur und unzähligen anderen mehr oder weniger nützlichen Gerätschaften hat er sich in den Immerlanden einen großen Namen gemacht und geht trotz seiner einfachen Herkunft an sämtlichen Königs- und Fürstenhöfen ein und aus. Das "Buch gelehrten Wissens", in dem O'Elilags einen Teil seiner Forschungen festhielt, ist ein beeindruckendes Werk und enthält viele hundert Seiten, angefüllt mit Notizen, Plänen, Konstruktionszeichnungen und Berechnungen, obwohl es lediglich einen kleinen Bruchteil seiner breitgefächerten Arbeit widerspiegelt.


Heilkunde und Alchemie

Almanach der heilenden Steine

Dieses umfangreiche und detaillierte Werk über die Wirkung und Anwendung sämtlicher bekannten Heilsteine des Kontinents wurde von Hiltjagarda von Ingen verfasst, einer berühmten Heilerin, der die Immerlande ihr grundlegendes Wissen über die Edelsteinheilkunde verdanken. Er ist im Laufe der Zeit für alle Heiler, Hebammen und Kräuterkundige ein unverzichtbares Nachschlagewerk geworden. Dem Almanach, der die Gesamtheit aller Heilsteine erfasst, gingen bereits etliche andere Werke Hiltjagardas voraus, die sich mit einzelnen Edelsteinarten und bestimmten Krankheiten befassen, wie etwa "Die Macht der Kristalle", "Heilkräftige Achate" oder auch "Das Behandeln von Vergiftungen mit heilenden Steinen".
 

Kanon der Alchemie und Heilkunde


Perucalsas von Mormond, ein Gelehrter aus Ceresdor und ein Genie auf dem Gebiet der alchemistischen Lehren schuf in den Anfangsjahren des fünften Zeitalters dieses umfangreiche Werk. Es enthält eine unschätzbare Sammlung überlieferten Wissens vieler immerländischer Völker, das er in den langen Jahren seines Wirkens zusammengetragen hatte. Ein großer Teil des Buches befasst sich mit dem Lebenswerk Perucalsas, der Erforschung von Gesteinen und Mineralien. Das mehrbändige Gesamtwerk umfasst wohl mehrere tausend Seiten und ist eines der ersten Schriftwerke, das nicht nur in unzähligen handschriftlichen Kopien existiert, sondern auch bereits komplett gedruckt wurde. Jede größere Bibliothek der Immerlande dürfte zumindest Auszüge davon als Abschrift besitzen.
 

Der Almanach von Sechmeths Gaben

Wer einst dieses Buch geschaffen hat, lässt sich nicht mehr nachvollziehen, denn der Name seines Autors ist längst in den Nebeln der Zeit verschwunden. Die bebilderte Sammlung verschiedenster giftiger Pflanzen und Tiere aus allen Teilen der Immerlande mag zwar nicht vollständig sein (bei der Menge an giftigen Substanzen, die auf dem Kontinent existieren, verwundert dies auch nicht), doch sie ist eine äußerst hilfreiche Studienunterlage für Heiler, Alchemisten und Kräuterkundige. Neben kurzgefassten Beschreibungen der Pflanzen- und Tiergifte enthält das Büchlein auch Vorschläge zur Behandlung von Vergiftungen und detailreiche Federzeichnungen zur Veranschaulichung.


Naturkunde

Das große Kompendium der immerländischen Kräuter und Pflanzen

Wie der Name schon sagt, enthalten diese Schriften alle wichtigen Gewächse des Kontinents, gleich ob Nutz-, Heil-, Gewürz-, Gift-, Duft- oder Zierpflanze. Sicher ist das Kompendium nicht wirklich allumfassend und es gibt gewiss noch Hunderte, ja Tausende Pflanzen in den Immerlanden, die noch nicht bekannt oder gar beschrieben sind, doch bietet das Werk einen ausgezeichneten Überblick über die bereits bekannten Arten und ist ein wichtiges Nachschlagewerk für Heiler, Alchemisten und andere Interessierte. Das Buch stammt nicht nur aus der Feder eines einzigen Autors, sondern wird schon seit Jahrhunderten von verschiedenen Gelehrten fortgeschrieben, erweitert, ergänzt, und immer wieder kopiert.  

 
Almanach der Tiere Rohas


Der erste Gelehrte, der sich wirklich eingehender mit der Fauna der Immerlande auseinandersetzte, war der Naturforscher und Tierkundler Mherb Derfla, der Ende des Vierten Zeitalters in Lair Draconis lebte und wirkte. Zeit seines Lebens unternahm er viele Reisen quer durch die Immerlande, studierte und beobachtete die regionale Tierwelt und hielt alles in seinen umfangreichen Notizen fest. Sein Almanach mag sicher unvollständig sein und große Lücken aufweisen, so fehlen hier noch die tropischen Inseln, die Elbenlande, die verborgenen Zwergenreiche und noch etliche andere, doch ist das Buch die erste ernstzunehmende Abhandlung über die kontinentale Fauna und hat bei vielen Gelehrten noch heute Gewicht.
 

Die Historie der Natur


Mherb Derflas Werk und Wirken wurde im zweiten Jahrhundert des fünften Zeitalters weitergeführt von Tearlach MacDaruin, einem Gelehrten aus Laigin, der beinahe sein gesamtes Leben lang die Fauna der Sommerinseln erforschte und sein Wissen darüber in seinem berühmten Werk aufzeichnete. MacDaruin, der den Dingen gerne auf den Grund ging, befasste sich vor allem mit den großen Zusammenhängen in der Natur und stellte weitreichende Forschungen in der Tier- und Pflanzenwelt der Sidh'Amriel an. Seine Erkenntnisse und teilweise recht gewagten Thesen sind in der Welt der Gelehrten und Naturforscher allerdings oft umstritten.  
 

Das kleine Buch der Tropenwunder

Aus der Feder der legendären Naturforscherin und Künstlerin Meriana van Mellifont stammt dieses Büchlein, das während ihrer ersten Reise ins Südmeer von 312 – 314 FZ entstand. Mit meisterhaft geführtem Pinselstrich und treffsicheren kurzen Kommentaren skizziert die Forscherin hier die farbenprächtige Vielfalt der tropischen Pflanzenwelt. Neben etlichen Blumen- und Blütenstudien finden sich auch Beschreibungen exotischer Orchideen, gefräßiger Raubpflanzen und Dutzender Baum- und Palmenarten. Das Original des Buches mit den kostbaren Handzeichnungen wird sorgsam in Merianas Heimatort Mellifont aufbewahrt, doch sind in vielen immerländischen Bibliotheken Abschriften des Werkes mit Kopien der Zeichnungen einzusehen. Sie reichen zwar nicht an die Genialität des Originals heran, doch die Scriptoren haben sich alle Mühe gegeben und recht brauchbare Duplikate geschaffen.
 

Das Buch der Insekten

Ebenfalls von Meriana van Mellifont geschaffen wurde dieses Buch, das inzwischen als Standardwerk der Insektenkunde gilt. Die Naturforscherin war nicht nur eine begnadete Zeichnerin, sondern pflegte neben ihrer Leidenschaft für Botanik auch eine (für die meisten völlig unverständliche) große Liebe zu allerlei Krabbelgetier. Zeit ihres Lebens befasste sich die rhaínländische Gelehrte mit der Erforschung und Beobachtung von Insekten und Spinnentieren und hat in ihrem Werk ihr umfassendes Wissen niedergeschrieben. Das Buch enthält neben den Beschreibungen hunderter Käfer, Heuschrecken, Fliegen, Ameisen, Libellen und Schmetterlingen auch kleine, exquisit ausgeführte Farbskizzen einiger Tiere.
 

Großer Kodex der Natur Rohas

Ein Mammutwerk hat sich ein rhaínländischer Gelehrter aus Montfort vorgenommen: der Naturforscher Karol van Linnén. Sein Ansinnen ist es, sämtliches Wissen zusammenzutragen, das über die immerländische Natur existiert, sei es über die Tierwelt, die Flora oder das Reich der Mineralien, und daraus ein allumfassendes Nachschlagewerk zu schaffen, das jede nur erdenkliche Frage zu diesem Thema beantworten kann. Seiner Aussage zufolge wird das Gesamtwerk wohl über zwanzig Bände und mehrere tausend Seiten umfassen – und er tut sein Bestes, um es noch zu Lebzeiten zu vollenden. Seine umfangreichen Studien betreibt er zumeist in den großen Bibliotheken des Kontinents und zieht als Grundlage für sein Werk auch die Forschungen anderer Gelehrter hinzu.


Waffenkunde

Fundins Chronik der Großen Waffenkunde

Vermutlich kann nur ein Zwerg derartige Leidenschaft für das Schmiedehandwerk an den Tag legen, wie sie hier in diesem Kompendium zu finden ist, und so stammt dieses Werk auch aus der Feder des legendären zwergischen Meisterschmiedes Fundin, der hier sein gesammeltes Wissen aus mehreren Jahrhunderten niedergeschrieben hat. Mit fachkundigen Kommentaren und glühenden Worten gibt er einen Abriss über die Geschichte des Schmiedehandwerks und die Eigenschaften verschiedener Metalle, beschreibt die unterschiedlichsten – nicht nur zwergischen -  Waffengattungen, stellt Vergleiche zwischen verschiedenen Schmiedetechniken an, und bietet so eine unschätzbar wertvolle Sammlung nützlichen Wissens für Schmiede und andere Metallbearbeiter. 

 

 

~ Zurück ~