Waldschwinge

Name:
Waldschwinge, Na'Yiri Mriki in der Sprache der Uuma
Art:
Kräuter/Blattpflanzen
Aussehen:
Die Waldschwinge ist eine büschelig wachsende Pflanze mit langen, lanzenförmigen Blättern, die je nach Unterart zwischen 20 und 70 Sekhel lang werden. Sie sind von hellem Grün und weisen zarte weiße oder elfenbeinfarbene, längs verlaufende Streifen auf. Da der Spross recht kurz ist, scheinen die Blätter büschelweise aus der Erde zu ragen; jeweils etwa ein Dutzend bilden dabei eine Rosette. Die Wurzeln der Pflanze sind weiß und dickfleischig. Auch die kleinen sternförmigen Blüten sind weiß und werden an langen, peitschenartigen Trieben gebildet. Aus den Blüten entstehen gelegentlich kleine Samenkapseln, die nach einiger Zeit aufplatzen und winzige schwarze Samen freigeben.
Verbreitungsgebiet und Vorkommen:
Die Waldschwinge ist eine häufig vorkommende Pflanze und in nahezu allen tropischen Regenwäldern im Süden der Immerlande verbreitet. Sie gedeiht vorzugsweise an sehr feuchten Plätzen wie in schattigen Waldniederungen und an den Ufern von Bächen und Tümpeln.
Ernte:
Ganzjährig geerntet werden die Wurzeln und Blätter der ausgewachsenen Pflanzen.
Verwendung:
Die saftigen, dickfleischigen Wurzeln der Waldschwinge sind essbar und geben ein sehr schmackhaftes Gemüse ab, wobei die Wurzelsprossen scharf und rettichähnlich schmecken. Bei den Stämmen der Uuma auf den Sommerinseln sind sie recht beliebt und werden, gekocht oder gedünstet, als Gemüse gegessen. Die Wurzeln sind frisch ausgegraben am besten und am saftigsten; schon nach ein bis zwei Tagen Lagerung verlieren sie jedoch die Feuchtigkeit und trocknen ein, wobei sie hart und holzig und dadurch ungenießbar werden. Durch ihre geringe Lagerfähigkeit spielen die Wurzeln bei den zivilisierten Völkern und in den großen Dörfern und Städten der Inselwelt kaum eine Rolle, aus der Ernährung der Uuma sind sie jedoch kaum wegzudenken.
Die Blätter der Waldschwinge werden von den Uuma ebenfalls genutzt; sie haben eine leicht desinfizierende Wirkung und finden entweder frisch als Wundauflage oder getrocknet und gemahlen als Salbengrundlage Verwendung.

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