~ Kräuter und Krautgewächse der Immerlande ~

 

Sumpfkralle

Name:
Sumpfkralle; oft auch Wasserkralle oder "Kindsmörderkraut" genannt

Art:
Krautgewächs, Kreuzblütler

Aussehen:
Die Sumpfkralle ist ein recht unscheinbares Kraut. Aus den Wurzeln dieser kriechenden Pflanze entspringen über der Erde Büschel von biegsamen, bodendeckenden Trieben, die bis zu 30 sh lang werden und kleine runde, hellgrüne Blättchen tragen. Ab dem Grünglanzmond zeigen sich weiße, doldenförmig angesetzte Blüten. Die Wurzeln der Pflanze bilden ein weitverzweigtes unterirdisches Geflecht, um ihr genügend Halt in weichem Untergrund zu bieten.

Verbreitungsgebiet und Vorkommen:
Die Sumpfkralle ist in mäßigen bis wärmeren Breiten wie beispielsweise den Herz- und Ostlanden zu Hause und recht häufig zu finden. Sie mag halbschattige und vor allem feuchte Plätze und gedeiht an Bächen, Flussböschungen, Teichrändern, in Auwäldern oder sumpfigen Gebieten, wo sie sich oft zu wuchernden, flächendeckenden Blätterteppichen ausbreitet.

Ernte:
Im zeitigen Frühjahr, noch vor der Blüte, werden die zarten Blättchen der jungen Triebe geerntet; die Wurzeln dagegen können ganzjährig geerntet und verwendet werden.

Inhaltsstoffe und Verwendung:

Blätter:
Die zarten Blättchen sind ein beliebtes und wohlschmeckendes Salat- und Gewürzkraut mit einem aromatischen und leicht bitteren Geschmack. Am besten schmecken sie frisch geernet, lassen sich jedoch auch getrocknet verwenden. Durch die Bitterstoffe, die die Blätter enthalten, wirken sie harntreibend und entwässernd und regen den Gallenfluss an.

Wurzeln:
Ihren langen, weitverzweigten Wurzeln hat die Sumpfkralle ihren Namen zu verdanken. In ihnen stecken auch die meisten Kräfte, die sie zu einer häufig verwendeten Zutat in der immerländischen Heilkunde machen. Die Wurzeln werden ausgegraben, getrocknet und zu feinem Wurzelmehl zerrieben, das anschließend als Absud, Trank oder Tee zubereitet werden kann. Das Pulver fördert generell den Blutfluss und wird in niedriger Dosierung meist als empfängnisverhütendes Mittel angewandt. In stärkerer Konzentration vermag es auch eine Schwangerschaft abzubrechen, was ihm im Volksmund den Namen Kindsmörderkraut eingetragen hat. Allerdings ist die Anwendung nicht ungefährlich und gehört auf jeden Fall in die Hände eines erfahrenen Heilers oder Kräuterkundigen, der das Pulver genauestens zu dosieren weiß.

Besonderheiten:
Keine

Legende:
Keine

 

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