Druidenfuß
 
Name:
Druidenfuß, Bärlapp, Blitzkraut, Teufelskralle, Wolfsklaue für die Pflanze; Hexenmehl, Waldstaub, Blitzpulver, Drudenstaub für die Sporen
Art:
Krautgewächs/Sporenpflanze
Aussehen:
Der Druidenfuß ist eine recht unscheinbare, bodendeckende Waldpflanze; an einem bis zu vier Schritt langen, auf dem Boden kriechenden Spross wachsen aufrecht stehende, bis 30 Sekhel hohe Seitenäste mit feinen, nadelartigen, dunklen Blättern, die spiralförmig angeordnet sind. Sie sehen ein bisschen aus Fichtenzweiglein, die jemand aufrecht in den Boden gesteckt hat und sind mit anderen Waldpflanzen kaum zu verwechseln. Zur Blütezeit tragen die Austriebe an ihren Enden gelbe Ähren, die aus winzigen Blättchen bestehen und die Sporen enthalten.
Verbreitungsgebiet und Vorkommen:
Der Druidenfuß ist in den gemäßigten bis kühlen Breiten der Immerlande beheimatet und häufig in den Rhaín- und Herzlanden zu finden, oft auch noch weiter nördlich. Er wächst auf mageren, kalkarmen Böden in Nadel- oder Mischwäldern und in Heidegebieten. Tiefe Schatten und große Feuchtigkeit meidet die Pflanze, sie gedeiht eher an trockenen Stellen und im Halbschatten.
Ernte:
Verwendet werden die Sporen und das Kraut, wobei das Kraut vom Frühjahr bis zum Herbst geschnitten werden kann. Die Sporen sammelt man im Beerenreif und Erntemond zur Blütezeit der Pflanze, sie können einfach aus den Fruchtähren geschüttelt und aufgefangen werden.
Verwendung:
Das Kraut des Druidenfußes wird in vielen Gebieten der Immerlande als Heilmittel verwendet, als Absud hilft es gegen Erkrankungen der Nieren und Harnwege, wirkt wassertreibend und entgiftend. Allerdings ist es mit Vorsicht zu dosieren, denn es ist leicht giftig und führt zu Erbrechen und schwerem Durchfall, wenn es in zu großen Mengen eingenommen wird. Noch wirksamer als das Kraut sind die Sporen der Pflanze. Auch sie werden als Sud angesetzt und helfen bei Nieren- und Harnwegsbeschwerden, wirken stark wassertreibend und lindern Rheumatismus und Gichtanfälle. In Wein gesotten und getrunken, spülen sie die Harnwege durch und können sogar hartnäckige Nierensteine und Nierengrieß abführen. Doch nicht nur als Heilmittel findet der Druidenfuß Verwendung, das geschmeidige Pulver aus den Sporen ist ein gebräuchliches Hautschutzmittel und verhindert zum Beispiel das Wundwerden von Babys, zudem wird es auch als Wundpuder verwendet und lindert Hautjuckreiz.
Besonderheiten:
Neben seiner Heilwirkung besitzen vor allem die Sporen des Druidenfußes noch andere, höchst wundersame Eigenschaften, die Bestandteil magischer Rituale und Zauber sind und die sich besonders die immerländischen Gaukler und Feuerwerker zu Nutze zu machen wissen. Fein zerstäubt und entzündet bringen die Sporen atemberaubende Effekte hervor, verbrennen explosionsartig mit herrlichem Glitzern und Funkeln und geschickte Feuerschlucker schaffen es sogar, damit bis zu zehn Schritt lange Stichflammen zu erzeugen. Bei vielen beeindruckenden Feuerwerken kommen die Sporen des Druidenfußes zum Einsatz, und Gaukler und Spielleute benutzen das Pulver für ihre Vorführungen. Mancherorts nutzt man diese explosionsartigen Kräfte des Sporenstaubs auch zum Reinigen von Essen und Kaminen: die Explosion des Pulvers befreit sie von Staub und Ruß. Allerdings sind Vorsicht und eine genaue Dosierung geboten, denn unter Umständen brennt ansonsten nicht nur der Ruß ab, sondern das ganze Haus.

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