~ Kräuter und Krautgewächse der Immerlande ~

 

Arum

 

 
Name:  
Arum, Druidenstab, Zehrwurz, Eselsohr
 
Art:  
Krautpflanzen/Froschlöffelgewächse
 
Aussehen:  
Arum ist eine krautige, mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe zwischen 20 und 50 Sekheln erreicht. Ihre Blätter sind groß und pfeilförmig und können bis zu 20 Sekhel lang werden; sie sind dunkelgrün gefärbt und oft mit braunen Flecken übersät. Der Arum trägt stets nur eine einzige, dafür aber eine große und auffällige Blüte, bei der ein einziges segelartiges, gelblichweißes bis gelbgrünes Hüllblatt den braunen Blütenkolben umgibt. Blütezeit ist im Sturmwindmond und Grünglanz, später im Hochsommer, etwa um den Beerenreifmond, wirft die Pflanze das große Blatt ab und am Blütenkolben bilden sich kleine, zunächst grüne, später dann leuchtend rote Beeren. Der Blütenkolben verströmt einen starken Aasgeruch, der Fliegen und Mücken anlockt – dabei ist die Pflanze so gebaut, dass diese kleinen Schwirrer zielsicher in die kelchförmige Blüte geleitet werden und so die Pflanze bestäuben.  
 
Verbreitungsgebiet und Vorkommen:  
Das Verbreitungsgebiet des Arums umfasst die gemäßigten Klimazonen der Immerlande vom kühlen Norden bis hin zum warmen Süden. In den Herzlanden, den Rhaín- und den Drachenlanden sowie in den Elbenreichen ist Arum eine recht bekannte und häufig vorkommende Pflanze. Er wächst in feuchten Laub- und Mischwäldern auf lockerem, nährstoffreichem Humusboden; in trockenen Gebieten oder im hellen Sonnenlicht kann er dagegen nicht gedeihen.
 
Ernte:  
Geerntet werden im Sturmwind und Grünglanz die jungen, frisch ausgetriebenen Blätter, später im Herbst nach der Fruchtreife auch die Wurzelknollen.
 
Verwendung:  
Verwendet werden die Blätter und die Wurzelknolle. Aus den getrockneten Blättern wird ein Sud angesetzt, der stark verdünnt eingenommen wird und gegen Halsentzündungen, Husten, Erkältungen, Schleimhautentzündungen von Mund und Rachen, Magen- und Darmentzündungen wirkt. Die getrockneten, zerriebenen Blätter können auch als Umschlag gegen Verstauchungen und Rheuma verwendet werden, die frischen Wurzeln helfen als ausgekochter Sud gegen Husten, Lungenleiden und Schwindsucht. Die getrockneten Wurzeln werden auch oft als Räucherwerk gegen Ungeziefer und Schlangen eingesetzt.
 
Besonderheiten:  
Alle Teile der Pflanze – Blätter, Blüte, Beeren und Wurzeln - sind hochgiftig und können bei Zweibeinern zu schweren Erkrankungen führen, bei Weidetieren sogar zum Tod. Schon allein die Berührung reicht, um Hautverätzungen und ein übles Brennen hervorzurufen; versucht man, Teile der Pflanze zu verzehren, reagiert der Körper binnen kürzester Zeit mit brennenden, entzündeten Lippen und Schleimhäuten, die Zunge schwillt an, später kommen Erbrechen, Krämpfe und Herzrasen hinzu. Beim Sammeln der frischen Blätter sollte man tunlichst Handschuhe tragen oder die Haut auf andere Weise schützen. Die Giftigkeit verliert sich allerdings, wenn man die Pflanzenteile sorgfältig auskocht und anschließend trocknet, dann erst entfaltet sich die heilende Wirkung des Arums.
 
Sonstiges:
In Notzeiten werden mancherorts die getrockneten, gemahlenen Arumwurzeln als Mehlersatz verwendet.

Arum  

 

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