Mondlilie

Name:
Mondlilie, Alanthalalilie
Art:
Blumen/Lilien
Aussehen:
Mondlilien sind aufrecht wachsende, krautige Pflanzen, die eine Wuchshöhe zwischen 100 und 150 Sekheln erreichen. Direkt unter der Erdoberfläche sitzt die knollenförmige Zwiebel der Lilie, aus der im Frühjahr ein starker, fingerdicker Stängel mit spiralförmig angeordneten Blättern hervorwächst. Die Blätter sind wie Lanzetten geformt, glatt und glänzend, wobei sie in Bodennähe gut zehn Sekhel lang sind und den Stängel hinauf und nach oben hin kleiner und schmäler werden. Im Grünglanz und Goldschein treiben die Pflanzen ihre prachtvollen, kelchartigen Blüten aus, die aus jeweils sechs länglichen, gebogenen, schneeweißen Blütenblättern bestehen, die sich aus der kleinen, grünlichweißen Knospe öffnen. Die Staubgefäße sind dabei leuchtend goldgelb, der keulenförmige Griffel blassgrün. Zu erkennen sind Mondlilien vor allem an ihrem hohen, anmutigen Wuchs und den schimmernden Blüten, die ein unverwechselbares Merkmal der Pflanze sind.
Verbreitungsgebiet und Vorkommen:
Mondlilien sind vor allem in den mittleren und gemäßigten Breiten im Westen der Immerlande zu finden, in den Rhaínlanden, den Herzlanden und den nördlichen Elbenlanden. Sie gedeihen an kühlen, feuchten Standorten, meist in dichten, schattigen Wäldern oder zumindest in unmittelbarer Waldnähe, und wachsen in großen Gruppen, sogenannten Horsten.
Ernte:
Je nach Verwendungszweck erntet man die verschiedenen Teile der Pflanze zu verschiedenen Zeiten des Jahres. Mondlilien sind nicht nur Heilpflanzen, sondern werden auch und besonders als Zierde geschätzt und geliebt; als Schmuck schneidet man die Stängel mit den Blüten nach dem Austreiben im Grünglanz oder Goldschein. Die Heilkräfte stecken dagegen in der Zwiebel, diese wird ausgegraben, nachdem die Pflanze ihre Kräfte in die Zwiebel zurückgezogen hat, also im Herbst etwa ab dem Erntemond.
Verwendung:
Die Zwiebeln der Mondlilie besitzen heilende Kräfte, sie wirken vor allem reinigend und beruhigend. Die getrockneten, pulverisierten Zwiebeln werden zum Beispiel zu wundreinigenden und desinfizierenden Salben und Tinkturen verarbeitet, die dafür sorgen, dass Verletzungen sich nicht entzünden. Allerdings sind die Essenzen der Mondlilie nur äußerlich anzuwenden, zum Verzehr sind sie wegen ihrer stark magenreizenden Wirkung nicht geeignet. Neben der Heilwirkung wird an den Mondlilien natürlich auch ihr wundervolles Aussehen geschätzt und die milchweiß schimmernden Blüten werden gern als Schmuck und Zierde verwendet, vor allem in Tempeln. Überdies verströmen die Blüten einen starken Duft, der im Gegensatz zu dem anderer Lilienarten weder schwer, noch drückend wirkt, sondern klar und frisch.
Besonderheiten:
Mondlilien stehen als Symbol für Reinheit und Unschuld und sind zudem die heiligen Pflanzen Alanthalas, der Sternenmaid, einer Archonin der Faêyris.
Legende:
Um die zarten, anmutigen Lilien ranken sich viele Geschichten und Legenden. Eine erzählt von der Erschaffung des Himmels, als vor undenklichen Zeiten Faêyris den Mond und die Sterne schuf und sie in Alanthalas Hände legte, im Vertrauen darauf, dass ihre Archonin ihr Werk erhalten und fortführen würde. Alanthala war so ergriffen über diese hohe Ehre und das Vertrauen der Mondfrau, dass sie vor Freude Tränen vergoss. Jede Träne, die den Nachthimmel berührte, wurde zu einem neuen Stern, jede Träne aber, die auf fruchtbaren Boden fiel, wurde zu einer reinen und wunderbaren Mondlilie.
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