|
Die Rhaínlande
(Koninkrijk der Rhaínelanden)
Hauptstadt:
Die Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Rhaínlande ist das am Silbermeer gelegene Fa'Sheel.
Landeswappen:
Das Landeswappen der Rhaínlande zeigt die Reichsinsignien - das Schwert Gram, den Ring Andwaranaut und den Helm Egishjalma in Gold auf blauem Grund.
Bevölkerungszahl:
Das Königreich hat etwa 5 Millionen Einwohner.
Bevölkerungsanteile
90 % der Bevölkerung sind Menschen, 4 % Gnome, 2 % Zwerge, 2 % Kobolde und 2% gehören anderen Völkern an.
Sprachen:
In den Rhaínlanden wird hauptsächlich die Allgemeine Handelssprache gesprochen.
Regierungsform:
Die Staatsform der Rhaínlande ist eine Erbmonarchie; regiert wird das Land von einem König.
Herrscher:
Leodegar aus dem Geschlecht der Haðobarden
Seine Herzöge, Herrscher über die 8 Provinzen der Rhaínlande:
Herzog Allowin aus dem Haus Vanhorn , Herr der Provinz Fa'Sheeler Land
Herzog Godefric aus dem Haus Falkensteen , Herr der Provinz Fryslân
Herzogin Radigis aus dem Haus Flammard, Herrin der Povinz Grinlân
Herzog Mallobaudes aus dem Haus Vanderlyn , Herr der Provinz Barabant
Herzogin Rænburh aus dem Haus Reael, Herrin der Provinz Skâgen
Herzog Leofwyn aus dem Haus Reynst , Herr der Provinz Gelderlân
Herzog Harthacnut aus dem Haus Wolvenheiden , Herr der Provinz Noorlân
Herzog Forwin aus dem Haus Lansberge, Herr der Provinz Rijverlân
Lage und geographische Grenzen:
Das Königreich liegt im Westen der Immerlande. Begrenzt wird es im Norden von Immerfrost und den Ausläufern des Eisenkamms, im Nordosten vom Dunkelwald, im Osten von den Herzlanden und im Süden von den Elbenlanden. Im Westen grenzen die Rhaínlande an das Silbermeer und den Golf von Fa'Sheel.
Klima und Landschaft:
Die Rhaínlande liegen in den mittleren Breiten des Kontinents, ihr Klima ist gemäßigt und ozeanisch mit milden, kühlen Sommern und kalten, oft schneereichen Wintern. Wetter und Klima an der Westküste sind regenreich und geprägt von feuchter Meeresluft und starken Winden. Die Landschaft ist weit und flach und bildet eine riesige, wasserreiche Tiefebene mit schweren, fruchtbaren Böden und ausgedehnten Moor- und Sumpfgebieten. Weite Teile des Landes, vor allem die im Westen am Silbermeer gelegenen Gebiete liegen kaum zwei Schritt über dem Meeresspiegel und müssen immer wieder mühsam der See abgetrotzt werden. Entlang der Küste finden sich Befestigungsdeiche, die die Siedlungen vor Sturmfluten schützen sollen, See- und Flussmarschen wechseln sich mit Mooren und Heidelandschaft ab – weite Teile des Landes werden jedoch als Kulturland genutzt und sind von Äckern, Feldern, Wiesen und Viehweiden durchzogen. Große zusammenhängende Waldgebiete lassen sich in den Rhaínlanden nicht finden, jedoch Feldgehölze und Haine, ausgedehnte Auwälder entlang der Flüsse und im Süden auch kleinere Laub- und Mischwälder. Mit Ausnahme der großen Handels- und Hafenstädte ist das Königreich am Silbermeer ein sehr ländliches, beschauliches Gebiet mit vielen kleinen Siedlungen, Höfen und Bauernkaten, Windmühlen, reetgedeckten Häusern, Scheunen und Ställen. Nach Süden zu steigt das flache Land zu einer weiten, sanften Hügellandschaft an und kann nahe der Grenze zu den Elbenlanden sogar einige Höhenzüge aufweisen.
Wichtige Berge und Gebirge:
Die Rhaínlande sind überwiegend flach und haben weder steile Gipfel noch hohe Gebirge zu bieten. Im Süden des Königreichs, in der Provinz Barabant, liegen im Norden des Sichelmondsees die Sternblumenberge, westlich davon in Fryslân die Silberkronen, und in der Provinz Grinlân, zwischen der Küste und der Grenze zu den Elbenlanden finden sich die Wiegenhügel, der einzige Höhenzug des Reiches, der den Ausmaßen eines Gebirges wenigstens halbwegs nahe kommt. Höchster Gipfel der Wiegenhügel ist mit 1210 Schritt der Schlafende Drache.
Wichtige Gewässer:
So arm die Rhaínlande an Bergen sind, so reich sind sie an Wasser. Das wichtigste Gewässer ist dabei zweifellos das Silbermeer im Westen des Königreiches mit dem Golf von Fa'Sheel. Darüberhinaus finden sich in den Rhaínlanden auch unzählige kleine Teiche und Seen, von denen der größte der Sichelmondsee am Fuß der Sternblumenberge ist. Auch Flüsse und Bäche gibt es in großer Zahl, die wichtigsten sind die Flave, die Mâs, die Yssel und die Feenwasser im Süden, sowie die Jade, der Skjern und die Bree im Norden des Landes.
Wichtige Städte und Dörfer:
Wichtigste Stadt und zugleich Hauptstadt des Königreiches ist das am Silbermeer gelegene Fa'Sheel. Weitere wichtige Städte sind Arlon und Druidensteen in der Provinz Grinlân, Emelan, Finsterveen und die beiden Häfen Loewensward und Falkensward in Fryslân, Montfoort und Koningsborn in Barabant, Godin in der Provinz Skâgen, Ravensward und Noordfyn in Noorlân, Stormgrûn, Skjerna und Roskild in Rijverlân, sowie Venray, Wolfsgrimm, Ranienbyrg, Tholen und Brugia in Gelderlân.
Wichtige Verkehrswege:
Neben den Flüssen, die auch in den Rhaínlanden häufig als Verkehrs- und Transportwege genutzt werden, ist die wichtigste Reiseroute durch das Land der Rhaínweg, eine gut ausgebaute und befestigte Straße entlang des gleichnamigen Flusses, die von Fa'Sheel aus über Tholen und Ranienbyrg ostwärts das weite, flache Land durchquert, bei Brugia den Frostweg kreuzt und sich schließlich nach Nordosten in Richtung Dunkelwald und Quyêpla wendet. Auch der Frostweg selbst ist eine wichtige Verkehrsader, die auf ihrem Weg von Immerfrost hinab in die Herzlande auch die Rhaínlande durchquert. Eine weitere bekannte und recht gut ausgebaute Verkehrsroute ist der Goldene Steig, der von der Hauptstadt aus südwärts nach Koningsborn und zum Sichelmondsee führt und Fa'Sheel mit den dort gelegenen Solequellen und der immerlandeweit bekannten Heilerakademie verbindet.
Besondere Örtlichkeiten:
Das Haus der Weisheit in Koningsborn, eine berühmte Heilerakademie; die Drachenhöhlen nahe der Rhaínmündung; die Fafnerburg in Fa'Sheel; die Gnitaheide, auf der angeblich der Geist des Drachen Fafner umgehen soll; die Felder von Roskild und die Breefelder, Stätten großer Schlachten der Vergangenheit; die Wasserschlösser und -burgen im Rhaín; das alte Druidenheiligtum in den Wiegenhügeln; die Sternblumenwiesen; das Finsterveen, eine düstere Moorlandschaft, der Jadewald entlang der Jade und viele weitere.
Regionale Flora und Fauna:
Die flache fruchtbare Landschaft ist geprägt von weiten Wiesen, Feldern und Äckern, Auwäldern, Salzmarschen und Mooren und weist eine Vielzahl unterschiedlichster Pflanzen auf. Neben einigen Laubbaumarten wie beispielsweise der Bree- und der Silberweide, Erlen, Eschen, Birken und Buchen gedeihen hier vor allem niedrige Sträucher und Buschwerk, Heidekrautgewächse, Disteln und Strandflieder, Strandhafer und verschiedene Gräser, Binsen- und Schilfgewächse, Sumpfpflanzen, seltene Heilkräuter und natürlich die Kultur- und Nutzpflanzen, die die Menschen auf ihren Feldern ausbringen. Auch die Fauna der Rhaínlande ist vielfältig und vor allem geprägt von der weiten Küstenlandschaft. Entlang des Silbermeeres leben verschiedene Robbenarten, unzählige Wat- und Seevögel, Krabben und Krebse, die seltene Fischkatze, Singvögel, Eulen und die unterschiedlichsten Amphibien. Das Silbermeer und die vielen Flüsse haben zudem zahllose Süß- und Salzwasserfischarten vorzuweisen, wobei hier vor allem der Hern und der Skil zu nennen sind. Tierarten, die nur in den Rhaínlanden zu finden sind, sind unter anderem der Heidewolf, das Rhaínländer Wildkaninchen, die Sisokai, die Rhaínkröte und die Mondmaus, zudem Raubvögel wie der Heidefalke oder die Schilfweihe, Küstenvögel wie etwa der Schwarze Schreiter, der Königsfischer, der Schopfalk, der Morskoul, die Marmormöwe oder der Prachtreiher, sowie Singvögel wie die Khandarmeise und die Larnisdrossel. Darüberhinaus sind die Rhaínlande auch für ihre Vieh- und Pferdezucht bekannt, Nutzviehrassen wie der Rhaínscheck, das Grinlânrind, das Skâgenrind oder das Frathag-Schaf werden weit über die Grenzen des Königsreiches hinaus gerühmt, ebenso wie die hervorragende Reitpferdezucht, die in weiten Teilen der Rhaínlande betrieben wird. Die bekanntesten Pferderassen sind hierbei die Fryslâner, die Gelderlâner und Noorlâner, Wolfsgrimmer, Barabanter, Arloner und das Skjernpferd.
Vorherrschender Glaube:
In den Rhaínlanden ist der Zwölfgötterglaube verbreitet, wobei vor allem Amur, Amitari, Vendis, Anukis und Lyr mit ihren Archonen hohe Ehren genießen.
Wichtige Tempel:
Der Rantempel von Stormgrûn, der Zwillingstempel für Amur und Vendis in Fa'Sheel und der Amitaritempel von Montfort sind die größten Tempel des Landes.
Wichtige Handelspartner:
Die wichtigsten Handelspartner der Rhaínlande sind die Herzlande, das Königreich Immerfrost und die Elbenlande, wobei die Rhaínlande eines der wenigen Menschenreiche sind, mit denen die Elben überhaupt Handel betreiben. Dazu kommen noch die fernen Inseln im Südmeer.
Wichtige Bodenschätze und Ressourcen:
Bis auf ein wenig Silber und einige Edelsteine, Salz, Kreide, sowie große Torfvorkommen besitzen die Rhaínlande keine nennenswerten Bodenschätze. Der Reichtum des Landes liegt vor allem in seinen fruchtbaren, ertragreichen Böden, in der Vieh- und Pferdezucht sowie im Schiffsbau.
Hauptimportgüter:
Eisen und andere Metalle, Stahl und Stahlwaren, Luxusgüter, Waffen, Leder, Gewürze, Holz
Hauptexportgüter:
Getreide, Feldfrüchte, Pferde und Vieh, Schiffe, Leinen, Wolle, Tuche und Stoffe, Spitze, Klöppelwaren, Torf
Sozialstruktur:
Feudalismus mit mehreren Ebenen, auf der Herrscherebene König und die Herzöge der acht Provinzen. Unter den Herzögen rangieren die Hovetlinge, der rhainländische Landadel, die ihre Lehen von den Herzögen erhalten. Der größte Teil der rhainländischen Bevölkerung besteht aus freien und zum Teil sehr wohlhabenden Bauern, dann folgt eine breite und auch in gewisser Weise einflussreiche Mittelschicht aus Handwerkern und Händlern. Die Oberschicht schließlich besteht aus den reichen und mächtigen Seehändlern, Schiffseignern, Großbauern und Kaufleuten, sowie den Gildenräten der Hansestädte. In den Rhainlanden gibt es außerdem kaum einen "armen Bodensatz", wenige Unfreie oder Leibeigene und nur eine geringe Unterschicht, die sich vor allem in den größeren Städten konzentriert.
Politik:
Die Staatsgeschäfte der Rhainlande werden mit äußerster Umsicht, aber auch mit gesundem Selbstbewusstsein geführt. Ein noch junges Sprichwort sagt: Wenn der König in Immerfrost Hunger auf Äpfel hat, dann pflanzt man in den Rhainlanden Obstbäume. Das beschreibt die große Stärke des Landes, nämlich sein gutes Gespür für lukrative Geschäfte und seine Wandelbarkeit, sich auf neue Situationen rasch und mit bestmöglichem Gewinn einzustellen, sehr gut. In erster Linie wird in den Rhainlanden Handelspolitik betrieben und da Streitigkeiten, gleich welcher Art, schlecht fürs Geschäft sind, versuchen die Einflussreichen und Mächtigen des Landes stets gute Beziehungen zu Handelspartnern und Nachbarländern zu unterhalten. Die Rhainlande können es sich durchaus leiten, großzügig zu sein, sie sind dies jedoch keineswegs um jeden Preis.
Geschichte:
Während der Herrschaft des Imperiums von Ûr waren die heutigen Rhaínlande nicht mehr als eine unbedeutende, verschlafene Provinz irgendwo am westlichen Rande der Welt. Damals hieß das spätere Königreich der Rhaínlande noch Westmoorland, seine Hauptstadt war Wolfsgrimm und Geschichte wurde ohne es geschrieben. Die Böden waren sauer und viel zu sumpfig, weite Regionen waren bedeckt von schier endlosen Mooren und das einzige, was die eher dünn besiedelte Provinz am Leben erhielt, war die Handelsstraße hinauf nach Immerfrost. Bis zum Silbermeer mit seinen reichen Fischgründen drangen die Siedler der Provinz Westmoorland damals gar nicht vor, denn an der Rhaínmündung hauste zu jener Zeit ein verschlagener Erddrache namens Fafner und man tat gut daran, die Gegend um die Drachenhöhle nahe des Flussufers weiträumig zu meiden. All das änderte sich jedoch schlagartig, als mit dem Ende des Vierten und dem Beginn des Fünften Zeitalters die großen Flüchtlingsströme aus dem Süden die Gebiete Westmoorlands erreichten. Mehr und mehr Menschen drängten unaufhaltsam aus den zerstörten Ländern des einstigen Imperiums von Ûr heran auf der Suche nach Land und einer neuen Heimat - Krieger, Frauen, Kinder, Handwerker und auch Gelehrte und Baumeister, welche das nötige Wissen mitbrachten, die Moore trocken zu legen, die Sümpfe urbar zu machen und das jährliche Rhaínhochwasser in nutzbringende Bahnen zu leiten.
Zu dieser Zeit lebte in Westmoorland Hrothwulf, Sohn des Heaðobeard, ein Mann von scharfem Verstand, strategischem Geschick und der Gabe, Menschen zu führen wie kein zweiter. Ihm gelang es, die verschiedenen Volksstämme zu einen und unter sein Banner zu scharen, und ihre Kräfte auf ein einziges, gemeinsames Ziel zu bündeln - die Urbarmachung des Westmoorlandes und die Gründung des Koninkrijk der Rhaínelanden, des Königreichs der Rhaínlande. Im Lauf eines einzigen Jahrzehnts wurden weite Teile der Rhaínlande besiedelt. Ackerbau und Viehzucht blühten fortan, Städte und Dörfer wurden gegründet, Tempel errichtet und Straßen gebaut. In wenigen Jahren gelang es den Siedlern und Alteingesessenen gemeinsam aus dem kargen und bis dahin wenig beachteten Westmoorland eine fruchtbare, blühende Region zu erschaffen und im Jahr 15 des Fünften Zeitalters wurde in Wolfsgrimm das Königreich der Rhaínlande mit Hrothwulf als erstem Herrscher ausgerufen - nur die Rhaínmündung und die Küsten an welchen noch immer der Drache Fafner sein Unwesen trieb, blieben den Menschen verwehrt. Der Drache aber, der sah, wie die Menschen sich um ihn her ausbreiteten und immer mehr Land gewannen, forderte alsbald Tribut. Zwölf fette Ochsen und zwölf fette Kühe und eine Jungfrau von ausgesuchter Schönheit obendrein war sein Preis, der Zins, der ihm jedes Jahr zum Faêyristag zu überbringen war, damit er Frieden hielt. Im Jahr 21 des Fünften Zeitalters fiel die Wahl des Drachenopfers auf Lorelaidh von Roskild, ein blutjunges Ding von berückender Schönheit.
Lorelaidh aber besaß eine Stimme so süß wie güldener Honig, und als sie auf den schroffen Rhaínfelsen angekettet ihres nahen Todes harrte, sang sie so traurige Melodien, dass es sogar den herzlosen Fafner zu Tränen rührte und er in unsterblicher Liebe zu ihr entbrannte. Doch gerade als das Untier sich friedlich zu den Füßen der Jungfer niederlegte, ritt Hrothwulfs Sohn Sigfaðir mit dreihundert schwer bewaffneten Kriegern heran, um dem Leben des Drachens ein Ende zu bereiten und die schöne Lorelaidh zu retten. Sechs Tage und sieben Nächte kämpften sie auf der Gnidaheide, doch schließlich erlag Fafner und wurde von Sigfaðir getötet - doch auch der Drache hatte bis auf Hrothwulfs Sohn alle seine Widersacher erschlagen, verbrannt oder gefressen. So gewann Sigfaðir nicht nur Lorelaidh, sondern auch den Schatz Fafners und die Küstengebiete für das Reich seines Vaters hinzu. Die größten Kostbarkeiten aus dem Drachenhort - das Schwert Gram, der Ring Andwaranaut und der mächtige Helm Egishjalm sind seither die Reichsinsignien der rhaínländischen Könige. Diese drei Artefakte stammten aus der Schmiede Andvaris, des berühmten Zwergenschmiedes, und der Drache hatte sie dereinst - wie viele weitere kostbare Schätze - von den Zwergen des Nordens geraubt und in seinem Hort verborgen. Doch der Ring brachte Sigfaðir kein Glück - nur zwei Jahre nach seiner Heldentat fiel er in der Schlacht auf den Breefeldern (23 FZ), ermordet von Brynchildis, der Frau, die ihn einst geliebt hatte und Uileam von Ranienbyrg, dem Lorelaidh versprochen gewesen war.
Im Jahr 25 des Fünften Zeitalters gründete Hrothwulf die Stadt Fa'Sheel an der Mündung des Rhaín ins Silbermeer, die Hauptstadt des noch jungen Reiches und neuer Sitz der Könige der Rhaínlande. Er beginnt mit dem Bau der Fafnerburg auf den Rhaínfelsen unweit der Drachenhöhle, die später zu einer der größten Palastburgen der Immerlande werden sollte. Der Hafen Fa'Sheels und auch jene der zahlreichen Küstenstädte, die in den folgenden Jahren gegründet wurden, bescherten den Rhaínlanden neue Handelswege und neue Handelspartner. Nur drei Generationen später war ihr Status als Seemacht des Westens etabliert und die Rhaínlande wurden zu einer aufstrebenden Schiffbauer- und Seehandelsnation. Unter König Thrasaric wurde die Zilvermeeren Hanza ins Leben gerufen, eine Vereinigung rhaínländischer Händler und Kaufleute, deren Ziel die Sicherheit des Seehandels und die Vertretung gemeinsamer wirtschaftlicher Interessen besonders im Ausland war. Der Handel mit Immerfrost, den Herzlanden, den Elbenlanden und nach und nach mit dem ganzen Rest der Welt florierte und tut das auch heute noch. Unter König Braga kam es im Jahr 218 FZ zur Schlacht von Roskild, in welcher die Rhaínländer gegen die einfallenden Narge aus den Grenzlanden zwischen Draingarad, dem Dunkelwald und Immerfrost siegten. Die Städte am Frostweg wurden in Folge dessen stark befestigt und die Flammard-Garde wird ins Leben gerufen eine Truppe, deren vornehmliche Pflicht es ist, den Frostweg und die nördlichen Grenzen zu schützen. Ein großes Unglück für das Land und ein herber Rückschlag für Reichtum und Wohlstand war die große Sturmflut von 319 FZ, die als Aegnirs Rache oder "Große Mandränke" in die Geschichte einging. Das Unwetter tobte zwei Tage lang und die Flutwellen überschwemmten weite Landstriche. Zwei dem Festland vor gelagerte Inseln versanken, zahlreiche Deiche brachen ein und nicht weniger als 44 küstennahe Dörfer gingen mit Mann und Maus in den Fluten unter.
Am schlimmsten betroffen waren der Süden der Rhaínlande und die Städte Löwensward und Falkensward, und die Geschichtsschreiber sprachen von hunderttausend Toten oder mehr. Die Ernte eines Jahres war vernichtet, zahllose Stück Vieh ertrunken und weite Teile der fruchtbaren Felder, die überflutet worden waren, wurden vom Salzwasser für lange Zeit unfruchtbar gemacht. Die Folge war eine verheerende Hungersnot im Süden der Rhaínlande, und so dauerte es fast ein Jahrzehnt, ehe sich die Provinz Fryslân wieder von der Katastrophe erholt hatte. Nicht lange danach, in den dreißiger Jahren des Dritten Jahrhunderts FZ, gründete die alte Königin Gersendis die Stadt Koningsborn am Ufer des Sichelmondsees in der Provinz Barabant, nachdem man entdeckt hatte, dass es dort heilkräftige Wasser gab, welche Schmerzen lindern und manche Krankheiten sogar zu heilen vermögen. In der Nähe von Koningsborn, in dem kleinen Dorf Ingen, wurde hundert Jahre später die berühmte Hiltjagarda von Ingen geboren, eine große Heilkundige, die in Koningsborn eine Schule für angehende Heiler ins Leben rief. Fast sechzig Jahre lang lehrte und wirkte sie dort im Haus der Weisheit, das zu einer der berühmtesten Lehrstätten der Immerlande werden sollte.
Einflussreiche Familien und Personen:
Neben der Königssippe, dem alten Geschlecht der Haðobarden, und den acht Herzögen der rhaínländischen Provinzen sind hier noch zu nennen:
Der Rat des Königs
Sire Grimbeald van Felsen, Lordkanzler der Rhaínlande, die rechte Hand des Königs
Sire Wærmund van Lansberge, Hüter der Gesetze
Beorhtwar, Schatzmeister
Tescelin Burhave, Nauarch der Rhaínlande und Kommandant der rhaínländischen Flotte
Cheldric von Skjerna, Kommandant der Flammard-Garde
Thurstan von Emelan, Kommandant der Leibgarde des Königs
Oswyn van Godin, Hoherpriester Amurs im Zwillingstempels von Amur und Vendis in Fa'Sheel
Inwær der Schöne, Hoherpriester Vendis im Zwillingstempels von Amur und Vendis in Fa'Sheel
Ceolwyn, genannt Ceolwyn der Drache, Seerätin der Zilvermeeren Hanza
Sceldwea van Brugia, Landrat der Zilvermeeren Hanza
Sonstige wichtige und bekannte Personen
Ermenred van Aaken, Herr des Hauses der Weisheit
Rhurdric van Carels, ein berühmter Barde
Nienkerkeren, bekannter Südlandfahrer und Kapitän der Bunten Kuh
Das Haus Tombrok, größte Reederfamilie Fa'Sheels
Das Haus Vanderdeker, Handelsfamilie aus Arlon
Das Haus Kenesma, Handelsfamilie aus Brugia
Das Haus Tinbergen, Reederfamilie aus Falkensward
Das Haus Deventer, größtes Bankhaus der Rhaínlande mit Sitz in Fa'Sheel
Das Haus van Noort, reichster Viehzüchter der Rhaínlande
Die berüchtigten Likedeeler und Piraten des Silbermeers
Godekin Mycheles
Niklas Stortebeker
Magister Wittigis, der listige Zwerg
Steuermann Heorogar Grobherz
Regionale Fest- und Feiertage:
In den Rhaínlanden gelten die vier großen Feste des Zwölfgötterglaubens: Lichtweihe oder Faêyrisnacht am 2. Eisfrost, Inarinacht am 30. Sturmwind, Shenrahs Hochtag oder Sommersonnenwende am 24. Goldschein und Sithechnacht oder Allerseelen am 1. Nebelfrost.
Regionale Währungen und Maße:
Es gelten die allgemein üblichen Maße. Neben der Allgemeinwährung, die wie überall in den Immerlanden auch hier gültig ist, führen die Rhaínländer jedoch noch eine eigene Währung, die Fa'Sheeler Münzen Pfennig, Deut, Silbertaler, Gulden und Dublone mit einer aufgeprägten Rhaínländer Handelskogge.
Es gelten die Allgemeinwährung und die allgemein üblichen Maße.
|