Die Insel Barsa
Hauptstadt:
Barsa besitzt keine offizielle Hauptstadt, sowie die Insel bisher keinen wirklichen Staat gleich welcher Art darstellt. Wenn einem Ort auf Barsa ein vergleichbarer Status zukommt, so ist dies wohl entweder Barsabær oder Almannagjá - je nachdem, von welchem Standpunkt aus man es betrachtet.
Landeswappen:
Barsa besitzt kein offizielles Wappen - die Stämme der Wildlinge Barsas haben ihre unzähligen Totemzeichen, ebenso wie die Städte der Formoraig verschiedene Wappen zeigen. Am bekanntesten dürfte die Flagge des roten Schiffes oder Blutschiffes sein, die allgemein im Norden und in den übrigen Immerlanden als Banner der Formoren angesehen wird.
Bevölkerungszahl:
Barsa war von jeher nur spärlich besiedelt. Insgesamt - also Formoraig, ihre Sklaven, die Menschen der Stämme und die wenigen normandischen Siedler - bevölkern die Insel wohl um die 25.000 Bewohner... weniger als manch größere Stadt der Immerlande.
Bevölkerungsanteile:
Bis auf einige wenige exotische Gefangene der Schwarzpiraten wie Trolle, Aurochmagr, Riesen oder Zwerge ausschließlich Menschen, davon etwa 100 - 130 normandische Siedler, ca. 8000 Formoraig und etwa 17.000 Menschen der Stämme.
Sprachen:
Die Stämme Barsas sprechen Barsaskt, eine alte, urtümliche nordische Sprache, die Formoraig benutzen für gewöhnlich die Allgemeinsprache und die wenigen normandischen Siedler an der Nordwestküste ihre eigene Sprache, das Landsmål.
Regierungsform:
Barsa ist trotz des Sieges der Normander über die Formoraig noch immer besetzt von Letzteren, die Menschen der Stämme, die eigentlichen Ureinwohner der Insel, werden unterdrückt, begehren jedoch in letzter Zeit immer nachhaltiger auf. Die normandischen Siedler an der Nordwestküste unterstehen ihren eigenen Sippenführern.
Herrscher:
Bei den Formoren:
Namander Ruin, Herr von Dimmu Borgir, weltlicher und geistiger Führer der Formoraig, genannt der Schwarze Lord, der Lord Schnitter von Barsa, ein Hohemagier und Anhänger schwarzer Lehren. Gerüchte besagen, er hätte seit seiner Niederlage gegen die Normander und dem Ende des Krieges die Feste Dimmu Borgir nicht mehr verlassen, doch er soll nach wie vor herrschen.
Seine Hauptleute, die sieben Kapitäne der Knochenflotte:
Mathok Morol, Herrscher und Nauarch von Emrys, Kapitän der Höllenfeuer, ein ehemaliger Gladiator der Blutgrube, Hohe Faust Lord Namanders.
Aumyr, Herrscher und Nauarch von Laitance, Kapitän der Schwarzkraken, Faust Lord Namanders.
Rhukalian, genannt Nordmannstod, Kapitän der Neid, Faust Lord Namanders.
T'rek, Kapitän der Feuerdorn, Faust Lord Namanders.
Blót Ultentha, Kapitän der Ultha, Faust Lord Namanders.
Saninkain, genannt der Untote, Kapitän der Rotharke, ein Vampir und Munduskind, Faust Lord Namanders.
Larakis Sekala, Kapitän der Natfari, Sklavenhändler und Faust Lord Namanders.
Bei den normandischen Siedlern:
Grímr Kambarsson, Thane der normandischen Siedler auf Barsa. Ihm unterstehen die Sippen Tórálvs des Töters, Eormenrics, Beors des Langen und Cynigils des Geächteten.
Bei den Stämmen:
Gyðja Dásemd, genannt die Alte vom Berge, Hoheschamanin Barsas, Ehrwürdige Mutter aller Stämme, Hüterin des Móðirfjall, spirituelles Oberhaupt der Stämme Barsas
Hava Hausakljúfr, genannt Havar Schädelspalter, Häuptling des Pferdeclans
Tjaldari, Häuptling der Wolfsbrüder
Bárðar Dagstyggur, genannt der Taggänger, Häuptling des Federgrasstammes
Jörundur der Weise, Häuptling des Rentierclans
Reinir der Reimer, Häuptling des Skuastammes
Bildur Riesensohn, Häuptling des Bärenclans
Geir der Adler, genannt Vielhaut, ein Warge, Häuptling der Seiwa
Lage und Geographische Grenzen:
Barsa ist eine vage sternförmige Insel im Kalten Ozean und liegt vor der Nordostküste der Immerlande.
Klima und Landschaft:
Aufgrund des warmen Armangerstromes, der an der West- und Nordküste Barsas entlang verläuft, ist das Klima auf der Insel paradoxerweise wärmer als in anderen Regionen dieser Breitengrade. Die Winter sind vergleichsweise mild und schneereich und die Sommer eher kühl. Barsa ist vor allem im Zentrum stark vergletschert und nicht umsonst nennen die Stämme der Insel ihre kalte Heimat auch Land frá Ís og Farri - das "Land von Eis und Feuer". Die Küsten der Insel sind im Bereich der Fjorde stark zerfurcht, die übrige Landschaft ist einerseits sehr durch Vulkanismus geprägt, andererseits auch durch den Wasserreichtum der Insel, ihre zahlreichen Wasserfälle und Flüsse. Die Ebene von Isvéllir im Südwesten der Insel ist eine Eiswüste und nahezu unbewohnt. Die höchste Erhebung Barsas ist der Snæfell, mit 2200 Schritt Höhe der höchste Gipfel des Alskærjökull im Zentrum des Eilands.
Wichtige Berge und Gebirge:
Die Gletscher Barsas bedecken weite Teile der Insel, vor allem im Westen, im Zentrum, im Osten und Süden. Unter praktisch allen Gletschern Barsas befinden sich zudem Vulkane. Der größte Gletscher ist der Mánaskinjökull im Westen der Insel. In ihm liegen die Vulkane Rauðaskál, Farrifell und Glóðhnjúkur. Der Alskærjökull befindet sich mitten im Herzen Barsas und in ihm die Vulkane Nottfjall, Rauðinúpur und Fimmvörðuháls. An der Eystrivik im Osten der Insel liegt der Baldjökull mit den recht gemütlichen Vulkanen Draumahnjúkur und Humla, sowie dem heiligen Berg Móðirfjall, und im Süden schließlich die kleineren Gletscher Lómurjökull und Hærajökull mit den Bergen Bláhnjúkur, Kerið, Móðafjall und Sigartindur, sowie den Vulkanen Rauðhnjúkur, Litla-Rauða und Farrivötn.
Wichtige Gewässer:
Das wichtigste Gewässer der Insel ist natürlich der Kalte Ozean, und hier sind es vor allem die Küstengewässer rund um Barsa mit ihren zahlreichen Buchten und Fjorden. Die Sjóræningivik ist mehr eine Bucht als ein Fjord und liegt im Westen der Insel. Die größten Fjorde Barsas sind der Ísafjarðardjúp, der Hestfjörður, die Kaldalón, die Eystrivik, der Hendingfjörður, die Haldarsvík im Südosten, der Hvalfjörður und die Næðingurlón. Die Flüsse Isfljót, Dynjandisá, Leirá, Hendingá, Gràrá, Hrímfljót und Norðurfljót sind die größten Flüsse Barsas. Da viele von ihnen Gletscherflüsse sind, sind sie zudem unberechenbar, ihr Wasserstand schwankt oft beträchtlich und sie sind alle weder schiff- noch flößbar.
Wichtige Städte und Dörfer:
Die Städte der Formoraig auf Barsa sind die Stadt Barsa (Barsabær) mit der gewaltigen Festung Dimmu Borgir, sowie Laitance und Emrys. Laitance wurde im Krieg von den Normandern geschleift, wird jedoch inzwischen wieder aufgebaut, von Ys stehen nur noch Ruinen - Dörfer kennen die Formoraig nicht, und ihre wenigen Städte gleichen dunklen, trutzigen Festungen. Die Menschen der Stämme dagegen leben nomadisch, folgen den Rentier- und Muskhrútarherden und haben keine festen Siedlungen ausgenommen Almannagjá am Fuß des Móðirfjall. Die normandischen Siedler auf Barsa leben in sieben teils stark befestigten Gehöften entlang der Nordwestküste der Insel zwischen dem Ísafjarðardjúp und dem Hestfjörður. Diese sind der Reihe nach Borg, Varna, Nýgård, Fámjin, Raukargård, Narfeyr und Flintagård.
Wichtige Verkehrswege:
Es gibt keine wirklichen Straßen auf Barsa, nur Pisten und Pfade - und auch nur einige von ihnen sind das ganze Jahr offen. Außerdem ist keiner dieser Wege breit oder befestigt genug für einen Karren oder ein Fuhrwerk, sie sind nur zu Fuß oder auf dem Rücken trittsicherer Pferde zu bewältigen. Da fast alle festen Siedlungen oder Städte der Insel in den bewohnbaren Küstenlanden liegen, werden weitere Strecken von den normandischen Siedlern und den Formoraig meistens zu Wasser mit Booten oder Schiffen zurückgelegt.
Besondere Örtlichkeiten:
Die Insel Barsa ist reich an besonderen Orten und mystischen Gegenden. Als erstes ist hier Almannagjá, der heilige Versammlungsort der Stämme am Fuß des Berges Móðirfjall am Südrand des Baldjökull im Osten der Insel zu nennen. Die Dimmu Borgir, die dunkle Burg, ist die mächtige, geheimnisvolle Festung Barsabærs, die auch im Krieg Normands gegen die Formoraig nie gestürmt wurde. Alte Legenden erzählen, die ersten Schwarzen Lords hätten sie mit Hilfe von Riesen und dunkler Magie erbaut, manche Geschichten sagen sogar, die Dimmu Borgir sei noch älter und habe schon vom Anbeginn der Zeit an auf Barsa gestanden, andere Gelehrte wiederum behaupten, sie sei überhaupt keines Menschen Werk, sondern von den Archonen des Dunklen selbst errichtet worden. Was auch immer der Wahrheit entspricht, die Festung gilt als uneinnehmbar und schon viele haben ihre Tore durchschritten - aber nur wenige kamen je wieder lebend heraus. Die Quellen von Blesi liegen zwischen den Höfen Varna und Borg im Westen der Insel und ihre warmen Wasser sorgen für eine üppige Vegetation in der Gegend, und erlauben in den kurzen Sommermonaten sogar den Anbau von Gemüse. Die Bláa Lónið, die blaue Lagune, ist eine Bucht im äußersten Norden Barsas, deren Wasser dank unterseeischer heißer Vulkanquellen ebenfalls so warm ist, dass man darin sogar baden kann. Die Ishellir dagegen ist eine weit verzweigte Eishöhle im Alskærjökull nahe den Quellen des Dynjandisá. Wo genau sie liegt wissen nur wenige Auserwählte, denn die Ishellir ist Gerüchten nach das geheime Versteck der Eisgeher. Sie gilt als eine der schönsten Eishöhlen des ganzen Nordens.
Regionale Flora und Fauna:
Die Pflanzenwelt Barsas ist vor allem von Flechten und Moosen oder harten, widerstandsfähigen Gräsern geprägt. Es gibt nur einen einzigen Wald auf Barsa, den Bæjarstaðarskógur im Osten der Insel, der hauptsächlich aus lichten Birken, Ebereschen und Wollweiden besteht, die zudem kaum höher als eineinhalb bis zwei Schritt werden. Nicht umsonst sagt ein altes Sprichwort der Nordmänner: Wenn du dich auf Barsa im Wald verirrst, steh einfach auf. Eine Beerenart, die nur auf Barsa vorkommt, ist die Wolkenbeere, die einzige Pflanze, die weit über die Grenzen des Eilands hinaus bekannt ist - für ein Pfund Wolkenbeeren zahlt man auf den Märkten des Nordens mit purem Silber. Weitere Pflanzen, die nur auf der Insel zu finden sind, sind das Silbermoos, der Eiskelch und die Wollweide.
Zur Tierwelt Barsas zählen vor allem Seevögel, Robben, Seehunde und ein ungeheurer Fischreichtum in den Gewässern rund um die Insel. Typische Tiere der Insel sind Brantagänse, Dramorhühner und Eiderenten, Eisenten, Geirfugls, Skuas, Hvitkinngæs, Lomvi und Lyrtaucher, sowie eine Vielzahl von Möwen und Sturmvogelarten. Auch Schneeeulen und Eisfalken sind häufig. Auf den Tundraebenen im Norden der Insel leben wilde und halbwilde Herden der berühmten Gæðingar und kleiner, wolliger Schafe, der Skuddas, Rentiere und Muskhrútars. An Landraubtieren gibt es Sithechwölfe und in kalten Wintern im Norden Barsas auch immer wieder Gronabären, außerdem den Heimskautarefur oder Schneefuchs und Bärenmarder. Die Gewässer rund um Barsa sind von unzähligen Fischen bevölkert, vor allem von Dorsch und Äsche, Hering, Seelachs, Seeforelle, Saibling und Seehase. Die Barsamuschel kann über einen Schritt groß und sehr alt werden, besonders groß und schmackhaft sind auch die Kongekrabben, die in großer Zahl in der Straße von Barsa vorkommen. Auch Amurwale, Finnwale, Minkvale, Seevarken, Norda- und Gronawale, Hornrücken, Grauwale, Chachalots und hin und wieder Mondwale durchstreifen die Gewässer rund um die Insel.
Vorherrschender Glaube:
Die Menschen der Stämme Barsas verehren hauptsächlich Ealara, eine Vielzahl von Wasser- und Meergeistern und ihre Ahnen, die sie als eine Art Schutzheilige sehr in Ehren halten. In jüngerer Zeit sind jedoch auch unter den Stämmen einige Götterkulte der Zwölf entstanden. Die Formoraig auf Barsa verehren vor allem Sithech, Bran, Amur und Vendis, doch sie huldigen auch den Archonen des Dunklen, vor allem Dauragon und Neferat.
Wichtige Tempel:
Das Hohe Haus Tod in Barsa ist der größte Tempel des Landes und dem Gott Sithech geweiht. In den Städten der Formoren, also in Barsa, Emrys und Laitance gibt es noch weitere Tempel für Vendis, Bran und Amur, sie sind jedoch nicht allzu bedeutend. In Emrys steht das Hohe Haus Verderben (Erbauung 105 FZ), der große Tempel Neferats - nach den unheiligen Schreinen der Blutelben an der Rubinküste vermutlich der größte Tempel eines Dunklen Archonen in den ganzen Immerlanden. Das Hohe Haus Schrecken, Dauragons Tempel in Laitance, wurde bei der Eroberung der Stadt durch die Normander völlig zerstört. Die Menschen der Stämme errichten keine Tempel, ihr wichtigster heiliger Ort ist der Móðirfjall.
Wichtige Handelspartner:
Die Formoren handeln mit allen, die gewillt sind, mit ihnen Handel zu treiben und scheren sich dabei weder um Gefahren, noch um Ehre. Die Menschen der Stämme tauschen mit den wenigen normandischen Siedlern, handeln aber auch hin und wieder mit Riesen oder friedlichen Aurochmagr.
Wichtige Bodenschätze und Ressourcen:
Barsa besitzt keine Bodenschätze außer vulkanischem Gestein wie Basalt und Bims, und größere Obsidianvorkommen. Der größte Reichtum der Insel liegt in den fischreichen Küstengewässern.
Hauptimportgüter:
Nahrungsmittel wie Korn, Gemüse, Südfrüchte, Gewürze, Honig, Wein, Edelmetalle, Holz und Luxusartikel aller Art.
Hauptexportgüter:
Sklaven, Pferde, Felle, Häute, Wolle, Fisch- und Schalentiere, Waltran und Obsidian.
Sozialstruktur:
Die Formoraig leben in einer Gesellschaft, in der nur der Stärkere zählt und werden von ihrem tyrannischen Herrscher und seinen grausamen Hauptleuten, den Kapitänen der Knochenflotte, mit eiserner Faust regiert. Wer schwach oder arm ist hat kaum Rechte, und duckt sich, um zu überleben, wer stark oder mächtig ist, hat das Sagen.
Die Stämme hingegen leben innerhalb ihrer Clans organisiert in Sippenverbänden, in denen jeder als gleichberechtigt und gleichwertig angesehen wird, vom Kleinkind bis zu den Greisen. Geführt wird jeder Stamm von einem starken Häuptling und seinem Rat, der üblicherweise aus den besten Kriegern, den weisesten Alten und den geschicktesten Hirten und Jägern, sowie dem spirituellen Oberhaupt des Stammes, etwa einer Schamanin oder einem Druiden, besteht.
Die normandischen Siedler auf Barsa sind Bauern und Viehzüchter, die ebenfalls in - wenn auch kleinen - Sippenverbänden leben. Sie wurden entweder aus der alten Heimat vertrieben oder verbannt, oder sie blieben nach dem Krieg Normands mit Barsa auf der Insel, weil sie Frauen der Formoraig oder der Stämme gefunden hatten, welche ihr Land nicht verlassen wollten.
Politik:
Die Formoren auf Barsa verfolgten bis zum offenen Krieg mit Normand, der für sie mit einer herben Niederlage endete, überhaupt keine Politik außer jener, alles zu rauben und zu plündern, was nicht hefitg genug verteidigt wurde und zu vernichten, was ihnen im Weg stand. Der verlorene Krieg hat sie ein wenig demütiger gemacht. Sie versuchen, zu überleben und wieder stark zu werden, und sie beschränken ihre Raubzüge zur See seither auf Wege, auf welchen wahrscheinlich keine normander Drachen anzutreffen sind. Die einzige Politik, welche die Stämme Barsas je verfolgten, ist die zu überleben - heute tun sie dies mit offenem oder heimlichem Widerstand. Die Rebellen der Eisgeher werden von praktisch jedem Stamm und immer wieder auch von den normandischen Siedlern auf Barsa zumindest im Verborgenen unterstützt, und führen Aufstände und Raubzüge gegen die Formoraig wo immer sich ihnen eine Gelegenheit dazu bietet.
Geschichte:
Die Stämme Barsas kennen keine schriftlichen Aufzeichnungen, also ist über ihre Geschichte nichts bekannt außer jenes, was ihre Sänger in ihrer reichen Sagen und Legendenwelt berichten. Die Insel im Nordmeer wurde vermutlich von einem Teil der Nordstämmen im Zuge der ersten großen Völkerwanderungen besiedelt - während einige der Ersten Menschen in den Eisigen Öden blieben, wanderten andere weiter und zogen nach Barsa. Im Lauf der Zeit entstanden nicht weniger als 30 verschiedene Stämme auf der Insel, von denen jedoch viele beim Ausbruch des Vulkans Rauðaskál im Jahr 1189 DZ völlig ausgelöscht wurden. In den folgenden langen Jahrhunderten konnten sich die menschlichen Siedler auf Barsa nur langsam verbreiten. Harte Winter und weitere Vulkansausbrüche forderten immer wieder ihren Tribut, so dass die Stämme nie wieder so zahlreich wurden wie zu ihrer ersten Blütezeit.
Als die Formoren im Jahr 8 des FZ Barsa erreichen, leben auf der Insel dreizehn Stämme und wohl um die 29.000 Menschen. In den folgenden schrecklichen Jahren der Eroberung und Versklavung Barsas durch die Magierlords und Hexenmeister der Schwarzpiraten wurden fünf Stämme vollkommen ausgerottet und nicht weniger als zwölftausend Menschen starben. Die Menschen der Stämme, an sich ein friedliches, sanftmütiges Volk, begannen ihren Krieg gegen die Formoren, der noch einmal tausende das Leben kostete, ehe sie sich geschlagen gaben und in die Wildnis und an verborgene Orte flüchteten - seither herrschten die Schwarzpiraten über Barsa. Sie errichteten vier düstere, stark befestigte Wehrstädte und trutzige Festungen auf der Insel, paktierten mit finsteren Mächten und wucherten wie ein Geschwür im Norden... bis sie im Jahr 493 des FZ, stark und mächtig geworden, Normand angriffen.
Der Krieg währte sieben lange Jahre und endete mit einer vernichtenden Niederlage der Formoren bei Barsabær im Jahr 500 FZ. Die Normander, die selbst große Verluste hatten hinnehmen müssen, begnügten sich jedoch damit, die Formoren zu schlagen und ließen jene, die sich ergaben, am Leben und auf der Insel, tributpflichtig und geschwächt, aber dennoch halbwegs frei. Für die Stämme der Insel bedeutete der Krieg und die folgende Niederlage ihrer tyrannischen Herrscher ungeheure Erleichterung sowie die Möglichkeit, in die alten Territorien zurückzukehren und endlich eigene Stärke zu zeigen, was sei seither auch immer wieder tun.
Einflussreiche Familien und Personen:
Neben den oben genannten Herrschern der Formoraig, der Stämme und der normandischen Siedler sind an dieser Stelle noch einige weitere wichtige Personen zu nennen:
Nerressal, Magierin Mathok Morols in Emrys, genannt die Schwarze Witwe von Emrys, eine Hexenmeisterin von ebenso starken wie unberechenbaren Kräften
Orrygar Krähenherz, genannt der Verderber, Hoher Priester Neferats in Emrys.
Die alte Mhyrre, eine Seherin im Dienst des Schwarzen Lords, der nachgesagt wird, eine von den Stämmen zu sein, manchmal wird auch behauptet, sie sei die Schwester Gyðja Dásemds, und niemand weiß, ob sie Gefangene oder Verbündete der Formoren ist.
Ulsara, genannt der Stern von Laitance, eine Kurtisane von einiger Macht und großem Wissen über verborgene Machtverhältnisse - leider auch mit einem Hang zum Mörderischen.
Das Haus Nevrona, die einflussreichste und mächtigste Sklavenhändlerfamilie der Formoren, geführt von Vikaris Nevrona, Kapitän der Frauentod.
Das Haus Sekala, eine Sklavenhändlerfamilie, Rivalen der Nevronas.
Bei den Stämmen sind neben ihren Anführern noch Mag der Jäger von einigem Einfluss, ein berühmter Waldläufer und Meisterschütze des Rentierclans, sowie die Sieben Reiter, die Anführer einer Rebellengruppe, die sich selbst die Eisgeher nennt. Nyl Langspeer ist ihr Hauptmann, man munkelt er sei ein halber Formore, die übrigen sechs sind Rauðrefr, der rote Fuchs, Sólon der Grübler, Thráinn der Schwarze, Undri der Junge, Vængur Schnellfuß und Vindljóni, der Vater des Winters, ein mächtiger Schamane des Bärenclans.
Regionale Fest- und Feiertage:
Die Formoren feiern vor allem den Tag der Landnahme, den Jahrestag ihrer Ankunft auf der Insel, am 20. Grünglanz, mit grausamen Kampfspielen und rituellen Menschenopfern im Neferattempel. Außer der Wintersonnenwende am 21. Langschnee, Sithechs Nacht, feiern sie kein Fest des Zwölfgötterglaubens. Die Menschen der Stämme feiern vor allem die Wintersonnenwende (Mittwinter, 21. Langschnee) und die Sommersonnenwende (24. Goldschein), jedoch nicht im Sinn von Sithech und Shenrah, welchen diese beiden Tage ebenfalls geweiht sind. Weitere Feiertage sind noch der Verslunarmannahelgi am 1. Tag des Sonnenthron, der Tag der Händler, bei welchem alle Stämme in Almannagjá am heiligen Berg Móðirfjall zusammenkommen, um Waren, Vorräte, Pelze, Vieh oder sonstiges einzutauschen, Ehen zu schließen, Bündnisse einzugehen oder sonstige Vereinbarungen zu treffen.
Regionale Währungen und Maße:
Es gelten die allgemein üblichen Währungen und Maße.