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Riathar
Im nördlichen Fōnboga, nordöstlich des Mittwall, steht der Riathar, der Feuerberg, in dessen Innerem ein verborgenes und vom Rest Rohas vergessenes Elbenvolk ein geheimnisvolles Dasein führt. Im Schutz der Nirâni'Sarna, der Glutbäume des Nirâim'Sarnis mit ihrem feurigen Laub, liegt er verborgen. Hinter Waldwegen, über denen sich die flammenden Baumkronen wie die Gewölbe eines Tempels über dem Boden spannen, und schmalen, kaum erkennbaren Pfaden, erhebt sich eine Wand aus Fels und Vulkangestein, der Fuß des Riathar. Stufen winden sich an der Ostseite des Berges empor, flach und abgeschliffen, als wären sie von Wind und Wasser in langen Jahrtausenden in den Stein gemeißelt worden, und es wirkt, als würden sie nirgends hinführen - doch hinter einem verwitterten Felsvorsprung öffnet sich auf halber Höhe an der Bergflanke ein Gang, der tief ins Innere des Riathar hinein und ins geheime Reich der Riatar'ya führt. Es gibt noch andere Zu- oder Ausgänge in und aus dem Berg, doch alle sind stets gut bewacht von verborgenen Augen und kaum einem Außenstehenden bekannt.
Bevölkerungszahl:
Ca. 200, ausschließlich Elben
Sprachen:
Das Shidar in einem durch die jahrhunderte lange Isolation leicht veränderten Dialekt.
Regierungsform:
Ein Rat unter der Führung der Hohen Dame Enris aus dem Haus Calarelis
Herrscher:
Enris aus dem Haus Calarelis, genannt die "Hohe Dame"
Heron aus dem Haus Aurisbashôr, Erster Jäger der Riatar'ya
Lyres’peris aus dem Haus Aurisbashôr, Hohepriesterin der Faêyris
Aiáles aus dem Haus Shunjarela, Priesterin der Anukis
Sarnanar aus dem Haus Virinrelaro, Erster Wächter

Lage und Geographische Grenzen:
Der Riathar liegt im nördlichen Fōnboga, dem Feuerbogen an der Westgrenze Arduns, am nordöstlichen Rand des Mittwall.
Klima und Landschaft:
Da der Riathar ein ruhender Vulkan ist, ist es im Berginneren stets gleichmäßig warm. Im Vailrûintothar, jenem verborgenen Tal in welchem das Vieh der Feuerbergelben weidet, ist es entsprechend der nördlichen Lage kühl, durch die schützenden Berge ringsum jedoch relativ mild. Einige heiße Quellen und Geysire heizen den Boden auch im Winter derart auf, dass nur selten Schnee liegen bleibt und in den kurzen Sommern geradezu üppiges Grün wächst.
Wichtige Verkehrswege:
Im Inneren des Berges gibt es zahlreiche Schächte, Tunnel und Gänge, welche die Familienhallen und Wohnhöhlen der Riatar'ya sowohl miteinander, als auch mit dem Thronsaal, den Ausgängen des Riathar und den hochgelegenen Terrassen verbinden. Die große Treppe an der östlichen Bergflanke führt zum Hauptausgang des Berges.
Besondere Örtlichkeiten:
Faêrsarnauris, eine heilige Lichtung nördlich des Riathar, die Halle der Faêryaêlfares, heiße Quellen im Inneren des Riathar
Regionale Flora und Fauna:
Die Tier und Pflanzenwelt des Riathar entspricht bis auf zwei Ausnahmen der des nördlichen Ardun. Sowohl Maca, als auch Quinoa wurden von den Riatar'ya mitgebracht und im Vailrûintothar ausgesät, wo die Pflanzen sich wild vermehren und seither wachsen. Typisch für den Riathar sind noch die Nirâni'Sarna, die Glutbäume, welche den dichten Wald an den Osthängen des Berges bilden.
Vorherrschender Glaube:
Wie alle Elben hängen die Riatar'ya dem Zwölfgötterglauben an und verehren besonders Faêyris, Anukis, Sil und Vendis.
Wichtige Tempel:
Die Riatar'ya haben keiner Gottheit einen Tempel errichtet. Sie verehren die Zwölf auf der Faêrsarnauris, einer heiligen Lichtung im Norden des Riathar.
Wichtige Handelspartner:
Die Elben des Riathar betreiben kaum Handel mit der Außenwelt und wenn doch tun sie es nur mit wenigen, ausgesuchten Personen Torhofs, Loabrunnas oder Edolas, die sich als vertrauenswürdig erwiesen haben.
Wichtige Bodenschätze und Ressourcen:
Quarze, Silber, Obsidian, vulkanische Gesteine wie Basalt und Bims, sowie die fruchtbaren Böden des Vailrûintothar und der Wildreichtum des Nirâim Sarnis.
Hauptimportgüter:
Gewürze, Stoffe und Tuche, Luxuswaren
Hauptexportgüter:
Obsidian, Obsidianschmuck, Leder, Kunsthandwerk der Steinformer
Sozialstruktur:
Im Riathar herrschen elbische Sippenstrukturen und Häuserhierarchien.
Politik:
Wenn die Elben des Riathar eine Politik nach Außen betreiben, dann ist es die, des Nichtgesehen, Nichtgehört und Nichtbemerkt-Werdens. Sie leben im Verborgenen und sind sehr darauf bedacht, weder Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen noch irgendwelche sichtbaren Spuren ihres Daseins zu hinterlassen. Gleichwohl pflegen sie doch einige Handelsbeziehungen zu wenigen Menschen Arduns, die von ihrer Existenz wissen. Da ihre Gesellschaft so klein ist, gestaltet sich das Leben der Riatar'ya sehr ruhig und friedvoll und sie sind stets bestrebt, Konflikte mit größtmöglicher Toleranz und im Sinne des Gemeinwohls zu lösen.
Geschichte:
Enris aus dem Haus Calarelis, die "Hohe Dame" der Riatar'ya, entstammte ursprünglich dem Haus Dúne. Nachdem ihr Gemahl Dermon Calarelis auf den Himmelsinseln gefallen war, hatten sie - und das Haus Calarelis sowie dessen Vasallenhäuser - sich ihrem Bruder Serassher Zedernherz' angeschlossen, als dieser Dúne im Norden der Immerlande gründete. In Dúne herrschte sie über die Stadt Ardunmére, doch als die Barbaren unter Ottur Waefre im Jahr 2725 des Vierten Zeitalters im Osten Dúnes einfielen und die Elben angriffen, war auch das Schicksal Ardunméres besiegelt. Sechs Jahre später fiel Ardunmére und die Elben mussten sich den Barbaren geschlagen geben. Abgeschnitten von Serasshers letztem Heer konnten die wenigen Überlebenden des Untergangs der Stadt sich nur nach Südwesten wenden und Enris führte sie in den Feuerbogen, wo sie in einem von Höhlen durchzogenen, ruhenden Vulkan Zuflucht fanden. Nach drei Jahren in der Abgeschiedenheit des Riathar, wie die Elben unter Enris ihr Versteck mittlerweile nannten, beschlossen die Überlebenden Ardunméres der Welt den Rücken zu kehren und für immer im Feuerbogen zu bleiben. Der Riathar wurde offiziell als neue Heimstätte gegründet (2734 VZ) und Enris aus dem Haus Calarelis zur "Hohen Dame" erklärt. Erst mehr als hundertfünfzig Jahre später, als das Vierte Zeitalter der Welt vergangen und das Fünfte angebrochen war, verließ etwa die Hälfte der Feuerbergelben den Riathar und kehrte in die Elbenlande zurück.
Einflussreiche Familien und Personen:
Die Mitglieder des Rates der Riatar'ya, als da wären: Enris aus dem Haus Calarelis, genannt die "Hohe Dame", Heron aus dem Haus Aurisbashôr, Lyres’peris aus dem Haus Aurisbashôr, Aiáles aus dem Haus Shunjarela und Sarnanar aus dem Haus Virinrelaro
Rhanee Aurisbashôr, eine Jägerin und Kriegerin
Nôrthar aus dem Haus Shunjarela, der Erste Steinformer
Jariria Falkenhand aus dem Haus Virinrelaro, Heilerin des Riathar
Shunjalinn aus dem Haus Shunjarela, die "Mutter des Drachen", Abenteurerin
Regionale Fest- und Feiertage:
Es gelten die vier großen Feste des Zwölfgötterglaubens: Faêyrisnacht am 2. Nannar, Inarinacht am 30. Voshor, Shenrahs Hochtag oder Sommersonnenwende am 24. Sanjar, Sithechnacht oder Allerseelen am 1. Nebrar.
Regionale Währungen und Maße:
Es gelten die allgemein üblichen Maße. Eine Währung besitzen die Riatar'ya nicht mehr, obwohl sie durchaus das ein oder andere Gold- und Silbervermögen aus früheren Zeiten besitzen dürften; sie betreiben sowohl untereinander, als auch mit der Handvoll Arduner, mit denen sie Geschäftemachen, ausschließlich Tauschhandel.
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