~ Astrologie ~



Schon seit undenklichen Zeiten beschäftigen sich Gelehrte und Weise, Priester und Seher der Immerlande, ebenso wie das einfache Volk mit dem Wesen der Götter, mit ihrem Wirken und ihrem Einfluss auf alle Kreaturen Rohas. So wie jedem der Götter ein Stern und ein Mondlauf zugeordnet wird, so schreibt man ihnen auch bestimmte Eigenschaften und Eigenarten zu, die auf geheimnisvolle Weise auch zu jenen Wesen zu gehören scheinen, die unter ihrem jeweiligen Stern und Zeichen geboren sind. Auch die Jahreszeiten und der Geburtsmond nehmen großen Einfluss auf den Charakter. Um all diese rätselhaften Details zusammenzutragen, die die Grundzüge eines jeden Wesens bestimmen und Merkmale der Götter und seines Geburtsmonds in ihm vereinen, und aus ihnen Schlüsse und Erkenntnisse zu ziehen, begannen immerländische Gelehrte schon vor langer Zeit, sich näher damit zu befassen und aus den Ergebnissen ihrer Forschungen eigene Schlüsse zu ziehen und die Zeichen zu benennen.


Monat
Gottheit
Gestirn
Sternzeichen
       
Silberweiß
Faêyris
Mond
Zeichen des Einhorns
Eisfrost
Amur
Bria
Zeichen des Hais
Taumond
Amitari
Keren
Zeichen der Sternblume
Sturmwind
Vendis
Nothean
Zeichen des Sturmwinds
Grünglanz
Inari
Tana
Zeichen des Füllhorns
Goldschein
Lyr
Liredon
Zeichen der Laute
Sonnenthron
Loa
Katuri
Zeichen des Feuers
Beerenreif
Shenrah
Sonne
Zeichen des Drachen
Erntemond
Sil
Etalis
Zeichen des Phönix
Blätterfall
Anukis
Ambryn
Zeichen des Mondwolfs
Nebelfrost
Bran
Yrin
Zeichen des Bären
Langschnee
Sithech
Timaios
Zeichen des Raben

 

~ Die Sternzeichen ~

 



Das Zeichen des Einhorns



Monat: Silberweiß
Gottheit: Faêyris
Planet: Mond
Element: Silber

Der Silberweiß läutet ein neues Jahr ein, steht für Beginn und Neuanfang, für das Reine, Klare und Wesentliche, ebenso wie seine Göttin Faeyris, wie das Einhorn und alle Wesen, die unter seinem Zeichen geboren sind. Einhornkinder sind Einzelgänger. Geboren in der Zeit, in der Roha am unwirtlichsten erscheint, lernen sie von klein auf, entsagungsreich zu leben. Mit eiserner Selbstdisziplin und der nötigen Härte erreichen sie ohne weiteres ihre Ziele und werden durch die Kälte und Klarheit des Winters bestärkt. Ihr Leben ist oft reduziert auf das Wesentliche und Notwendigste, sie suchen immerwährend nach seinem Sinn und kennen kaum Müßiggang, doch vergessen sie oftmals über Ernst und Vernunft ein wenig den Spaß am Leben oder neigen sogar zum Geiz. Für sie gibt es keine kurzen Freuden, sondern nur festgesteckte Ziele, die mit Geduld und harter Arbeit zu erreichen sind. Für diese Ziele scheuen sie keine Opfer und schrecken vor keiner Anstrengung zurück. Einhorngeborene sind ehrgeizig und entschlossen, aber auch kühl und melancholisch, sie wirken fast ein wenig wie von einer anderen Welt. Schönheit und Äußerlichkeiten sind ihnen sehr wichtig und ihr Inneres geben sie nur selten preis.

 

 



Das Zeichen des Hais



Monat: Eisfrost
Gottheit: Amur
Planet: Bria
Element: Perlmutt

Im Zeichen des Hais geborene Wesen sind zumeist Individualisten, die sich für etwas Besonderes halten und sich selbst immer treu bleiben, was sie oft sehr isoliert leben lässt. Sie nehmen sich und ihre eigenen Bedürfnisse sehr wichtig, dabei sind sie jedoch niemals nur egoistisch. Durch die Eigenart, sich selbst immer wieder hervorzuheben, sind sie dazu verdammt, als Einzelgänger zu leben, die häufig das Gefühl haben, fehl am Platze zu sein. So wie Amur, der ohne Rast und Ruhe allein sein wellengekröntes Reich durchstreift, so durchwandert auch der im Zeichen des Hais Geborene die Welt, immer auf der Suche nach einem Ort, den er Heimat nennen kann, und nach Wesen, die ihn mit all seinen Eigenarten akzeptieren. Ihn drängt es nicht nach Ruhm oder Glanz, eher nach der Nähe zu jemanden, der ebenso das Besondere in ihm sieht wie in sich selbst. Haigeborene lieben ihre Freiheit über alles und lassen sich nicht gern einschränken, sie sind ehrlich und lassen sich gern bewundern, neigen jedoch oft zu Eitelkeit und übertriebener Selbstliebe.

 

 



Das Zeichen der Sternblume



Monat: Taumond
Gottheit: Amitari
Planet: Keren
Element: Smaragd

Der Taumond ist der Mond des Werden und Wachsens, der Aussaat, des Frühlingsbeginns und der Schneeschmelze. Einerseits ist er noch geprägt vom Leid und der Kälte des Winters, andererseits entspringt ihm schon ein Hauch des nahenden Sommers. So ist auch ein in diesem Mond unter dem Zeichen der Sternblume geborenes Wesen stets ein Ruhepol, der innehält, bevor der ständig wiederkehrende Neubeginn einsetzt, der nach vorne sieht und dennoch ein großes Interesse an allen Dingen hegt, die mit Leid und Leiden zu tun haben. Auch das Leben sieht er manchmal als Zeit des Leidens an und er ist er bestrebt, seine ganze Kraft dafür einzusetzen, Qualen zu lindern. Sternblumengeborene handeln oft auf spiritueller Ebene, sie sind hilfsbereit und aufopferungsvoll und interessieren sich oft so sehr für die Belange anderer, dass sie sich selbst darüber vernachlässigen und zum Spielball der sie umgebenden Einflüsse werden. Sie schwimmen oft mit dem Strom und akzeptieren ohne Wenn und Aber alles, was ihre Wege kreuzt. Ihr Wesen ist sanft und tolerant, und ihre universelle Liebe und das grenzenlose Verständnis gegenüber allem sind gleichermaßen Fluch und Segen.

 

 



Das Zeichen des Sturmwinds



Monat: Sturmwind
Gottheit: Vendis
Planet: Nothean
Element: Saphir

Geboren am Anfang des Frühlings und im Mond des Sturmwinds, steht das Zeichen seinem Namensgeber in nichts nach. Stürmisch und unberechenbar in seinem Gemüt, will er stets mit dem Kopf durch die Wand und lässt Altes, bereits Bekanntes, möglichst schnell hinter sich. Das Unbekannte lockt ihn, jenes Unerforschte, das Überraschungen mit sich bringen kann oder für Neues sorgt. Sturmwindgeborene besitzen viel Kraft und Energie und sind immer bereit, die Initiative zu ergreifen, sie handeln instinktiv und oft auch unüberlegt, was zu folgenschweren Fehlern führen kann. Sie sind die geborenen Anführer und übernehmen bereitwillig auch große Verantwortung, genauso lieben sie jedoch das Abenteuer, verkörpern Unabhängigkeit und Entschlossenheit. Vendis mit seinem stürmischen Gemüt begleitet jene Sturmwindgeborenen, die zu allen Zeiten mutig und unerschrocken immer wieder auf neue Entdeckungsreisen gehen. Das Faszinierende an diesem Zeichen ist seine Unberechenbarkeit, die sich sowohl durch Aggressivität als auch durch rührende Schwäche äußern kann.

 

 



Das Zeichen des Füllhorns



Monat: Grünglanz
Gottheit: Inari
Planet: Tana
Element: Rubin

Der Wunsch des Füllhorngeborenen ist es, seine Unsicherheit ablegen zu können, indem er sich einen festen Halt sucht. Diesen Halt versucht er zu erreichen, indem er Geist und Körper miteinander verbindet und sie eint. Stark verbunden mit der Natur liebt er all jene Dinge, die daraus hervorgehen und besitzt ein sehr sinnliches Wesen. Geschöpfe, die im Zeichen des Füllhorns geboren sind, sind die Großzügigkeit in Person und lieben es, einen gewissen Reichtum und Luxus zu verspüren. Dabei bezieht sich Reichtum aber eher auf die üppige Fülle aller Dinge und nicht nur auf materiellen Wohlstand. Sie sind sehr leidenschaftlich und sinnesbetont und so wie der Grünglanzmond, in dem sie geboren sind, die Natur und alles Wachstum zu ganzer Pracht förmlich explodieren lässt, so neigt auch ein in dieser Zeit geborenes Wesen des öfteren zu heftigen, impulsiven Ausbrüchen. Inari selbst unterstützt die Sinnlichkeit ihrer Grünglanzkinder und zeigt ihnen auf ihre ganz eigene Weise, wie sie ihre Ziele erreichen und Geist und Körper sich einigen können.

 

 



Das Zeichen der Laute



Monat: Goldschein
Gottheit: Lyr
Planet: Liredon
Element: Amethyst

Für Wesen, die im Zeichen der Laute geboren sind, gibt es keinen Stillstand. Auch ihre Umgebung müssen sie ständig in Bewegung halten und so sorgen sie, gleich wo sie sich aufhalten, stets unbekümmert für Austausch und Abwechslung. Ihr Gemüt ist wie das des Gottes Lyr heiter und von Leichtigkeit beherrscht, ihr Wesen ist gesellig und unbeschwert, manchmal jedoch zu leichtlebig und oberflächlich. Sie können sich nur schwer an etwas binden und verlieren schnell das Interesse. Ihr Bedürfnis, alles Neue sofort kennen zu lernen und ihre Fähigkeit, sich an jede Situation anzupassen, ist sehr groß, jedoch sind sie dabei sehr ungeduldig und flatterhaft. Wesen, die im Zeichen der Laute geboren sind, lieben es, zu kommunizieren und sich mitzuteilen und agieren oft als Vermittler von Wissen. Ihr zwiespältiges Wesen lässt sie alle Dinge immer aus verschiedenen Blickwinkeln sehen und für einen Lautengeborenen gibt es weit mehr als nur Gut und Böse, Richtig und Falsch. Oft sind sie, von ihrem Gott Lyr beeinflusst, auch musisch begabt und widmen sich gern den schönen Dingen des Lebens und den Künsten.

 

 



Das Zeichen des Feuers



Monat: Sonnenthron
Gottheit: Loa
Planet: Katuri
Element: Feueropal

Loa, die Launische, beeinflusst auch den Charakter der Feuergeborenen, die durch ein ständiges Auf und Ab zwischen Unmut und Frohsinn pendeln, flackernd wie ein knisterndes Feuer. Es sind warmherzige, launische, geheimnisvolle, phantasievolle und einfühlsame Wesen und dazu noch sehr gute Beobachter. Sie hängen sehr an Traditionen und der Vergangenheit und fürchten sich manchmal vor dem Ungewissen und dem Neuen, haben sie sich jedoch einmal zu etwas entschlossen, so kann ihr inneres Feuer Nichts und Niemand mehr löschen. Oft sind sie besitzergreifend und neigen dazu, sich an die Personen, die sie lieben, zu sehr zu hängen. Sie können nur schwer loslassen und trennen sich nur ungern von ihrem Heim, ihrer Familie oder von vertrauten Dingen, was sie Neuem gegenüber manchmal zaudern lässt. Feuergeborene sind Gefühlswesen, sie sind sehr emotional und intuitiv und oft auch nachdenklich und grüblerisch.

 

 



Das Zeichen des Drachen



Monat: Beerenreif
Gottheit: Shenrah
Planet: Sonne
Element: Gold

Geboren in der Mitte des Sommers, durchströmt einen Drachengeborenen die gesamte Energie und Kraft der Sonne und nicht selten werden jene die "Kinder Shenrahs" genannt. Drachengeborene scheinen ebenso wie die Sonne eine schier unerschöpfliche Energie und Kraft zu besitzen und ihr Gemüt ist so hell und freundlich wie die Sonne selbst. Sie halten sich meistens für den Mittelpunkt sämtlichen Geschehens und können gar nicht verstehen, wenn es sich einmal nicht um sie drehen sollte. Optimistisch und hin und wieder auch naiv tragen sie ein Unsterblichkeitsgefühl mit sich, das alle negativen Einflüsse verdrängt. So ist es nicht verwunderlich, wenn der Drachengeborene oft eines besseren belehrt wird und erkennen muss, dass es nicht nur Gutes, sondern auch Schlechtes gibt. Die Kinder Shenrahs sind großherzig und stolz, temperamentvoll und eigenwillig. Sie hassen die Mittelmäßigkeit und strotzen nur so vor Selbstvertrauen, allerdings würde ihnen ein wenig Bescheidenheit und Vorsicht oft nur gut tun, denn sie schießen gern über das Ziel hinaus.

 

 



Das Zeichen des Phönix



Monat: Erntemond
Gottheit: Sil
Planet: Etalis
Element: Yalaris

Zum Ende des Sommers geboren, erkennen Phönixgeborene sofort das Vergängliche der Welt. Vorsicht ist bei ihnen sehr ausgeprägt und lässt sich nie ablegen, überträgt sich sogar auf ihre Umwelt. So können Phönixkinder auch leicht Gefahren und Fehler erkennen und sich vor ihnen schützen, unnötige Risiken gehen sie so gut wie nie in. Doch diese ständige Kontrolle und Beherrschung kann auch dazu führen, dass hinter allen Dingen gleich etwas Schlechtes gesehen oder gar zu sorgfältig ausgewählt wird. Sie treffen ihre Entscheidungen sorgfältig und wägen jede gewissenhaft auf ihre Nützlichkeit ab. Phönixgeborene brauchen Strukturen und klare Gliederungen, sie sind unglaublich leistungsfähig, fleißig und präzise, ordnungsliebend, geschickt und handwerklich begabt, ebenso wie Sil, der Gott, unter dessen Zeichen sie geboren sind. Ihr Hang zur Präzision kann aber auch kleinliche, verbohrte Züge annehmen, mit denen sie es sich selbst und ihrer Umgebung ziemlich schwer machen.

 

 



Das Zeichen des Mondwolfs



Monat: Blätterfall
Gottheit: Anukis
Planet: Ambryn
Element: Feenholz

Harmonie, Einklang und Versöhnung, das sind die Dinge nachdem die Mondwolfkinder streben. Ihr ganzes Wesen und Wirken ist sanft und freundlich. Wie ihre Göttin Anukis, die in der Natur für Ausgleich und Einklang sorgt, so sind auch die in ihrem Mond Geborenen stets bestrebt, ein Gleichgewicht zu schaffen und helfen ebenso anderen dabei, ein Gleichgewicht zu finden. Das Versöhnen der Urgegensätze ist ihr Ziel und das Gemeinsame wird bei ihnen groß geschrieben. Doch genau dort liegt oft ihr Problem. Sie kennen keine Einsamkeit, sie kennen nur Gesellschaft und das Alleinsein fällt einem Mondwolfgeborenen schwer. Er hat ein großes Harmoniebedürfnis und viel Sinn für das Schöne, für Dinge, die zusammen gehören, und er sieht es als seine Aufgabe an, die Welt zu reinigen und in einen Zustand jenseits von Gut und Böse, Richtig und Falsch zu bringen. Auseinandersetzungen sind ihnen ein Greuel und sie vermeiden es, sich für eine Seite entscheiden zu müssen, sondern bemühen sich um Objektivität und Gerechtigkeit.

 

 



Das Zeichen des Bären



Monat: Nebelfrost
Gottheit: Bran
Planet: Yrin
Element: Eisen

Geschöpfe, die im Zeichen des Bären geboren sind, lassen sich nur schwer einordnen. Sie sind große Zweifler und vereinen in sich alles und nichts, wirken oft unergründlich und tiefsinnig. Den Kindern des Bären ist die Schönheit des Lebens bewusst, ebenso aber auch seine Vergänglichkeit, und er ist zwischen beidem ständig hin- und hergerissen. Wie ihr Gott Bran sind die Wesen, die im Zeichen des Bären Rohas Licht erblicken, die geborenen Kämpfer. Sie kennen keine Angst und schrecken vor nichts zurück, in ausweglosen Situationen sind sie durchaus bereit, sich selbst zu opfern, sogar mit ihrem Tod. Durch ihre einzigartige Intuition, erkennen sie sofort die schwachen Stellen ihrer Gegner und wissen sie auch auszunutzen. Sie wirken oft kühl, in sich gekehrt, ernst und autoritär, doch unter dieser rauen Schale verstecken sich oft Tugend, Stärke und große Hilfsbereitschaft.

 

 



Das Zeichen des Raben



Monat: Langschnee
Gottheit: Sithech
Planet: Timaios
Element: Bernstein

Er wird während der dunkelsten Zeit des Jahres geboren und doch macht es den Rabengeborenen nicht schwermütig. Er trägt stets einen frohen Hoffnungsschimmer in sich, der sich nicht nur auf das Irdische ausrichtet. Rabenkinder lassen sich nie unterkriegen oder von Schwierigkeiten aus der Bahn werfen, sie sind zäh, ausdauernd, treu, fröhlich, ehrlich und offenherzig. Sie sind unglaublich neugierig und versuchen das Wirken hinter den Dingen zu verstehen, nicht selten neigen sie auch zum Grübeln. Was ihnen primitiv oder simpel erscheint, lassen sie oft hinter sich zurück und wenden sich stattdessen lieber dem teilweise Unerreichbaren, Göttlichen zu. Sie streben Vollkommenheit, Wachstum und Entwicklung auf geistiger Ebene an und setzen sich selbst oft hohe Ziele, die sie mit ihrer Hartnäckigkeit auch stets erreichen. Sithech bestärkt die Rabengeborenen darin, ihren Leben den Sinn zu geben, nach dem sie immerfort suchen, denn obwohl von göttlicher Macht, ist auch er bestrebt, das Wesen der Dinge und das Leben in seinen unglaublich vielfältigen Formen zu verstehen.