~ Der Kosmos ~



Entstehung

Am Anfang war das Lied und das Lied war bei Ealara und Ealara war das Lied. Dann erhoben sich neue, andere Stimmen und sie sangen mit ihr und zu ihren Ehren. So entstand Roha, unsere Welt...
(Auszug aus dem Tjaêmbre ten Eores, dem Buch der Worte)


Am Anfang war das Dunkel der ewigen Nacht. Dann erwachte Ealara, die Grüne Erdenmutter, die Eine, die war und ist und immer sein wird, und in der Finsternis des ersten Anbeginns sang sie ihr Lied. Sie erschuf die Welt und die Großen Mächte, die Gestalt annahmen und als Götter wandeln, als Herren und Hüter der Welt für alle Zeit. Sie sangen Ealaras Lied und vollbrachten, was die Grüne Erdenmutter begonnen hatte. Als die Welt vollendet war, erschufen sie den Himmel und Shenrah erhob in das tiefe Dunkel die Sonne und das Licht. Faeyris, die Mondfrau, die Silberne und Schöne, bedeckte mit ihrem Sternenmantel das Firmament, gebar Monde und vieltausend Sterne, auf dass sich die Finsternis fülle mit ihrem strahlendem Glanz. Als Welt und Himmel vollendet waren, legte die Mondfrau die Gestirne in die Hände Alanthalas der Hüterin, damit sie Faeyris' Werk fortsetzen und wachen könne über Sterne und Monde und das Licht der Götter von nun an für alle Zeit.




Daten und Fakten


Das unendliche Universum, in dem Ealara und die Götter Roha erschaffen und vollendet haben, ist erfüllt von Licht und Leben. Abertausende Sterne schicken ihren Glanz durch Raum und Zeit, Kometen ziehen schimmernden Bahnen in der Schwärze, glühende Sonnen, Planeten und Monde finden sich dort zu gewaltigen Galaxien zusammen. Wie auf Roha selbst, so herrscht auch im Kosmos niemals Stillstand, er ist in ständiger Bewegung, im Wachsen und Werden und junge Planeten und Galaxien werden geboren, um den Himmel zu füllen.

Roha selbst ist einer der kleineren Planeten in dieser Unendlichkeit, kreisend um die gewaltige Sonne Shenrahs und begleitet von zwei Monden. Das kraternarbige Gesicht des Caidfaêr, des größeren der beiden Monde, in der Sprache der ersten Menschen Mòrgealach genannt, strahlt in silbrig weißem Licht, während sein kleiner Bruder, der Lorfaêr, auch Gràinnegealach genannt, wie eine himmlische Feuerkugel in leuchtendem Orangerot erglüht. Roha ist etwa viermal größer als der Caidfaêr und ungefähr zehnmal größer als der kleine Lorfaêr. Die Bewegungen und Drehungen des Caidfaêr haben Einfluss auf das Wetter und Klima Rohas und bestimmen die Gezeiten der Meere und Ozeane, während Lorfaêr wegen seiner geringen Größe dabei nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Caidfaêr und Lorfaêr weichen niemals von Rohas Seite. Der silberhelle Caidfaêr benötigt dabei - den kleineren Mond dabei stets in seinem Schlepptau - 30 volle Tagesläufe, um seinen Mutterplaneten einmal zu umrunden, diese Zeitspanne wird in den Immerlanden "Mondlauf" oder einfach nur "Mond" genannt, sie ist die Grundlage für die Kalendarien verschiedener Völker. Doch nicht nur die beiden Monde ziehen elliptische Bahnen, sondern auch Roha ist diesen Gesetzen unterworfen. Innerhalb eines Tageslaufes rotiert sie einmal um sich selbst und kreist dabei um Shenrahs Gestirn, die Sonne. Für eine vollständige Umrundung der Sonne, Jahreslauf genannt, benötigt der Planet 12 Mondläufe, was folglich 360 Tagesläufen entspricht.


Sterne und Götter

Tausende und Abertausende Sterne erstrahlen an Rohas Nachthimmel, von denen einigen eine besondere Bedeutung zukommt. Zwölf Gestirne sind auserkoren, die Götter zu beherbergen und ihnen als Wohnstatt zu dienen: So wie Shenrahs Gestirn die glühende Sonne ist, so sind die Gestirne Faeyris' die beiden Monde Rohas; der Stern des Amur, dem Herrn der Meere und des Wassers, ist die leuchtend blaue Bria, Loa hingegen schreibt man den rotglühenden Katuri zu und Sithech beispielsweise den nebelgrauen Timaios.


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