~ Die Magier ~

 

Magier

Die "Wahrhafte Kunst" oder "Alte Kunst", jene Gabe, Magie zu wirken, ist eine bei weitem zu gewaltige und zu komplizierte Schöpfung, um von einem Einzelnen jemals vollständig verstanden zu werden. Daher muss ein Zauberer seine Studien einschränken und sich auf eine Art der Magie, die er zu beherrschen sucht, spezialisieren - jeder Magier kann sich also nur ein Element untertan machen. Zauberkundige vertrauen zuallererst auf ihren Intellekt, denn ohne ihre Fähigkeiten der Wahrnehmung, Folgerung und des Verstehens sind sie nichts. Das Talent für eines der Fünf Elemente ist angeboren und wird sich mit dem Erwachen der Zauberkräfte des angehenden Magiers alsbald offenbaren - es gibt also Feuer-, Wasser-, Erd-, Luft- und Energiemagier. Von einem Magier "an sich" zu sprechen ist demnach vermessen, da sich seltenst zwei Magier auch nur im Entferntesten gleichen, selbst wenn sich beide dem gleichen Element verschrieben haben.

Sicher, sie widmen sich alle einer der Fünf Elementargewalten, entschlüsseln die Geheimnisse ihrer Materie, machen sie sich untertan und wachsen an ihren Kräften, nach ihrer Begabung und in der Art, wie sie Zaubern und die Mächte bündeln, die ihnen gegeben sind, unterscheiden sie sich jedoch ganz erheblich. Das Talent, Magie zu wirken, das Mana, ist angeboren. Manchen ist nur ein Funke gegeben, der niemals zum Tragen kommen muss, sich aber auch in einem einzigen magischen Talent äußern kann. Andere besitzen ein gewaltiges Potential, das nur darauf wartet, geschult und geformt zu werden... und wieder andere haben zwar ausreichend Mana im Blut, werden jedoch nie ausgebildet und zu den sogenannten Hexern, wilden Magiern, die über unberechenbare Kräfte und wenig Kontrolle verfügen und nicht selten dem Wahnsinn anheim fallen.

Kinder, in denen ausreichend Magietalent schlummert, werden in ihrer Jugend für gewöhnlich von den Suchern entdeckt, jenen Magiern, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, die Immerlande zu durchstreifen und nach möglichen Schülern der "Alten Künste" zu forschen. Sie bringen die Kinder, wenn sie die Mühen einer solchen Lehre auf sich nehmen wollen und können, auf geheimen Wegen an eine der fünf Akademien, wo sie ihre Ausbildung zum Magier erhalten. Für gewöhnlich dauert diese Lehrzeit zwischen acht und sechzehn Jahren, durchschnittlich lernt ein Kind etwa zwölf Jahre an einer der magischen Universitäten, ehe es sich nach bestandener Prüfung Magier des Ersten Ranges nennen kann.

Danach beginnt die eigentliche Studienzeit eines Zauberers, die sein ganzes Leben lang anhalten wird – und mit seiner Erfahrung wird auch sein Mana und damit seine Macht wachsen. Besonders Begabte steigen in seltenen Fällen sogar bis in den Rang eines Erzmagiers auf. Jeden Rang muss ein Zauberer sich hart erarbeiten – durch unermüdliches Üben seiner Fertigkeiten, durch eisernen Willen, Mehrung seines Wissens und Steigerung seiner Konzentrationsfähigkeit. Ein Magier, der sich dagegen dem Müßiggang verschreibt, wenig oder gar nicht zaubert, seine Studien vernachlässigt und nicht an sich arbeitet, wird zwar sein Mana nicht verlieren, doch die Chancen, Zauber zu verpatzen, steigen rapide an... ein jeder Magier ist also gut beraten, immer in Übung zu bleiben.

Erschließt sich ihm durch gesammelte Erfahrungen allmählich mehr Mana, kann ein Magier weitere Prüfungen ablegen und somit in die nächsthöheren Ränge aufsteigen. Für jede dieser Prüfungen und die Initiation in einen höheren Rang muss der Magier entweder an seine Schule zurückkehren, um das Ritual des Aufsteigens zu vollziehen, oder aber einen im Rang höher stehenden anderen Zauber aufsuchen, der ihn prüft. Es gibt acht Ränge, die ein Magier erreichen kann - Lehrling, Novize, Adept, Magier, Magister, Maester, Hohemagier und Erzmagier.

 

 

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