~ Das Hohe Haus Dunkel ~

Sithech
 
Sithech ist der Gott des Winters und des Todes, der Herr des Totenreichs und des Langen Schlafes. Er verkörpert sowohl den Tod, als auch den Winter, den "kleinen" Tod der Natur, die Zeit der Kälte, und der Stille, aber auch der Erneuerung. Sithech wird in den meisten Tempeln der Immerlande als sehr großer Mann dargestellt, der einen grauen Umhang trägt, dessen Kapuze sein Gesicht überschattet. Er ist still und weise, aber auch hart und unerbittlich. Sithech vergisst nichts und weiß um alles. Er herrscht über das Totenreich, dessen Hallen immer weiter werden, je mehr Zeitalter vergehen und richtet über jene, die aus dem Leben scheiden. Durch das Totenreich fließen die Purpurflüsse, auch Skyrr, der Fluss der Toten, genannt. Die Sterblichen sind die einzigen Kinder Rohas, die das Totenreich und die Kreise der Welt nach ihrem Tod und der Buße ihrer Sünden mit den Weißen Schiffen verlassen dürfen. Niemand weiß sicher, wohin sie gehen, aber es heißt, sie segeln zur Andernwelt, um dort für immer unter den Göttern und Seharim zu leben. Sithech trägt einen gewaltigen Eibenbogen als Waffe, den nur er allein spannen kann, und ihm heilig ist der Sithechrabe, welcher auch nach ihm benannt ist. Der ihm geweihte Mond ist der Langschnee und sein Gestirn ist Timaios.
 
 
Archonen:
 
 
Kenen
Kenen ist die Herrin der Kälte und des Frostes, die Gebieterin über Eis und Schnee. Sie wird als alabasterweiße Silberelbin mit wasserblauen Augen und einem Kranz aus Eiskristallen im Haar dargestellt, die ganz in schneeige Pelze gehüllt ist. Ihr heilig ist der Onca. Der Legende nach verbringt sie das ganze Jahr in ihrem sagenhaften Eisschloss Kenisvalonva und besucht die Immerlande nur einmal im Jahr zur Winterzeit für einige Wochen. Im Norden genießt sie hohe Ehren und ihr werden Opfergaben dargebracht, um sie milde zu stimmen.
 
 
Nurm
Nurm ist die Herrin der Trauer und des Mitleids, und die Gebieterin des Mitgefühls für andere. Nurm gilt als eine sehr gütige Kraft des Pantheons und wird vor allem von Heilern und Heilkundigen besonders verehrt. Dargestellt wird Nurm als große, melancholisch-schöne Elbin mit silbriggrauem Haar und grauen, sehr klaren Augen. Sie ist die Schutzheilige und Trostspenderin aller Trauernden und Verzweifelten, und ihre Gaben sind die Tränen und das Mitleid. Ihr heilig sind die Trauerweide und der Nurmschwan.
 
 
Kyrom der Purpurtod
Kyrom der Fährmann ist der gefürchtetste Diener Sithechs, denn er ist der Wächter der Purpurnen Flüsse. Kyrom wird als ebenholzschwarzes Skelett dargestellt, dessen Knochen seltsam matt glänzen und in dessen Augen das heilige Purpurfeuer des Totenreichs leuchtet. Kyrom trägt stets seine schwarze, mit purpurnen Runen bestickte Robe, so dass selten mehr von ihm zu sehen ist, als sein Schädel, der über den Schultern zu schweben scheint. In einigen Schreinen wird er auch nur als schwarzer, schwebender Schädel dargestellt. Seine Attribute sind der lange Ebenholzstab, mit dem er den Nachen der Toten steuert und eine goldene Kette, die er stets um den knochigen Hals trägt. Ihm heilig sind die Knochenkrähe und die Stechpalme.
 
 
Llaeron Schicksalsfüger
Llaeron ist der Hüter der Schicksalsfäden und wird manchmal auch der "Weber" genannt. Er erkennt die Lebensmuster aller Wesen und kann sie deuten, und er ist sowohl der Vergangenheit, als auch der Gegenwart und der Zukunft kundig - doch wenn er spricht, sind seine Andeutungen kryptischer als jedes Orakel. Dargestellt wird Llaeron als androgyner Elb mit einer hellen und einer dunklen Seite. Seine Bildnisse in den Schreinen sind zumeist aus Glas, wobei immer die linke Seite hell und durchscheinend, und die rechte düster und geschwärzt ist. Llaeron ist der Schutzpatron der Seher und Wahrsager und ihm heilig ist die Eisenspinne.
 
 
Sarurnir
Sarurnir ist der Herr der Krankheiten und des Wahnsinns. Er wird als buntscheckiger Kobold mit einem blauen und einem gelbgrünen Auge dargestellt, der eine goldene Pestmaske auf dem Gesicht trägt. Sarurnir wird nicht direkt verehrt, doch man sucht ihn stets gnädig zu stimmen und bringt ihm Brot und Früchte als Opfergaben dar, auch finden in seinen Schreinen Aussätzige und Wahnsinnige Zuflucht. Er hat als einziger Archon kein besonders Attribut und ihm ist nichts heilig, als Symbol dafür, dass Irrsinn und Seuchen vor nichts und niemandem Halt machen.

 



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